›Schöne neue Welt – was bewirkt der digitale Wandel?‹ Veränderungen aus Autoren- und Leserperspektive
»Es wurde ein niveauvoller und zugleich unterhaltsamer Abend mit überraschenden Einsichten, ironischen Sentenzen und lustvoll platzierten Bonmots.« (boersenblatt.net)
Die Welt ist online – sie twittert und chattet und täglich fluten Informationsmassen unseren Alltag. Ein Paradigmenwechsel in der Kulturtechnik des Lesens scheint unaufhaltsam bevorzustehen. Zum fünfjährigen Bestehen des ›WBG-Literarium‹ galt es, nicht nur das Erreichte zu feiern, sondern auch einen Ausblick in die Zukunft der Branche zu werfen. Im Mittelpunkt stand dabei das E-Book als augenfälligstes Symbol einer sich verändernden Lesekultur.
Doch was genau ist Fluch und Segen am digitalen Medienzeitalter? Lesen ›Digital Natives‹ wirklich anders als bibliophile Literaturliebhaber? Ersetzt oder unterstützt das eBook das gedruckte Buch? Verändern sich Inhalte im digitalen Zeitalter und wie schreibt man als Autor heutzutage für sein Publikum? Was geschieht im Gehirn beim Lesen auf iPad & Co?
Diesen und anderen Fragen gingen Dr. Torsten Casimir, Denis Scheck, Prof. Dr. Dieter F. Braus, Prof. Marianne Gronemeyer und Tanja Dückers unter der Moderation von Alexander U. Martens auf den Grund. Dass sich bei diesem Thema keine gemeinsame Position finden ließ, war absehbar. Um so überraschender der abschließende Konsens: »Eine digitale Bedrohung gebe es nicht für das Buch – es komme vor allem auf die Inhalte an.« (Darmstädter Echo)
Viele Zuhörer waren gekommen und konnten sich nicht nur über einen niveauvollen und unterhaltsamen Abend freuen. Bei einem Glas Wein wurde ihnen auch reichlich Gelegenheit gegeben, um mit den Podiumsgästen ins Gespräch zu kommen, oder einfach ein gutes Buch in die Hand zu nehmen.