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Globale Weltgeschichte statt Eurozentrismus
Vorstellung der sechsbändigen WBG Weltgeschichte auf dem Historikertag in Berlin
Darmstadt, 4. Oktober 2010: Die Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) präsentierte auf dem Historikertag in Berlin das vollständige, sechsbändige Großprojekt „WBG Weltgeschichte“. Die letzten beiden Bände, Band V „Die Entstehung der Moderne 1700-1914“ und Band VI „Globalisierung 1800 bis heute“, konnten in Berlin einer breiten, interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Nach mehrjähriger Vorarbeit erschienen die sechs Bände innerhalb nur eines Jahres und liegen nun pünktlich zur Frankfurter Buchmesse geschlossen vor. Sieben Herausgeber, über 80 Autoren und mehr als 3.000 Seiten – sichtlich stolz zeigte sich Verlagsleiter Andreas Auth bei der Vorstellung des „Mammutprojekts“ WBG Weltgeschichte auf dem Historikertag. Sie sei „nicht für den Elfenbeinturm geschrieben“, verkündete Auth, sondern wende sich vielmehr an jeden an der Geschichte interessierten Zeitgenossen und scheue nicht den Bezug zur unmittelbaren Gegenwart. Professor Helwig Schmidt-Glintzer, Direktor der Herzog- August-Bibliothek in Wolfenbüttel, sprach für die sieben Herausgeber und erläuterte die „globale“, nicht mehr eurozentrische Konzeption der WBG-Weltgeschichte.
Den Festvortrag hielt Michael Borgolte, Lehrstuhlinhaber der Mittelalterlichen Geschichte an der Humboldt-Universität Berlin. Er sprach über das „Mittelalter in der größeren Welt. Eine europäische Kultur in globaler Perspektive“ und unterzog das Gesamtunternehmen einer kritischen Würdigung. Das Bedürfnis nach „Weltgeschichte“ sei in der Nachkriegszeit groß gewesen, die verschiedenen Konzepte einer Weltgeschichtsschreibung seien dann aber in den 1970er Jahren in der Historikerzunft für unmöglich erklärt worden. Vor diesem Hintergrund analysierte Borgolte das neue Konzept der WBG Weltgeschichte, die – so sein Fazit – natürlich nicht alle Fragen beantworte, aber viele Aspekte in überzeugenden neuen Zusammenhängen zeige und der Forschung weitere Impulse gebe.
Die WBG Weltgeschichte ist die erste große Darstellung der Weltgeschichte für das 21. Jahrhundert. Im Gegensatz zu vorherigen Weltgeschichtsprojekten vermittelt die WBG Weltgeschichte kein eurozentrisches Weltbild, sondern arbeitet die Zusammenhänge und Abhängigkeiten der gesamten Menschheitsgeschichte in einer globalisierten Welt heraus. Als Herausgeber fungieren sieben renommierte Vertreter der Geschichtswissenschaften, darunter der Frankfurter Mittelalterexperte Johannes Fried, Hans-Ulrich Thamer, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster und Walter Demel, Professor für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität der Bundeswehr in München.
Weitere Informationen finden Sie auch unter www.wbg-weltgeschichte.de
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Als wirtschaftlicher Verein hat sich die WBG der Förderung von Wissenschaft und Kultur verschrieben. Sie ist als Verlag tätig und vertreibt ihr Buchprogramm sowohl im Buchhandel als auch an ihre ca. 130.000 Mitglieder.
Zur Verlagsgruppe der WBG gehören außerdem die Verlage Primus (Darmstadt), Konrad Theiss (Stuttgart) und Philipp von Zabern (Mainz) sowie der Hörverlag auditorium maximum.
Darmstadt, 4. Oktober 2010
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