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... und Freud hat doch recht
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Haas, Eberhard Th.

... und Freud hat doch recht

Die Entstehung der Kultur durch Transformation der Gewalt

Bestellnummer: B190351

Buch

Erscheinungsdatum: 14. Juni 2005

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(Geb. LP 36,00 €)

Beschreibung

2002. 407 S., kart. Psychosozial-Verlag, Gießen. Lizenzausgabe.

Programmlinie: Wissen Fachbuch

Freuds Abhandlungen zu Fragen der Kultur, wie er sie in ›Totem und Tabu‹ und in seiner ›Moses‹-Arbeit entwickelt hat, haben nicht an Aktualität eingebüßt. Die Transformationsvorgänge wieder ins Bewusstsein zu rufen und mit Weiterentwicklungen innerhalb wie außerhalb der Psychoanalyse zu verbinden, ist Anliegen dieses Buches. Es tritt zugleich der Meinung entgegen, die kulturelle Dimension des Menschen lasse sich mit den Gesetzen der Biologie und deren Anwendung reformieren. Die vorliegende A...


  • Auflage: 1
  • Sprache: Deutsch

Porträt

Eberhard Th. Haas, geb. 1942, Dr. med., arbeitet als Psychoanalytiker in eigener Praxis. Lehranalytiker am Psychoanalytischen Institut in Heidelberg-Karlsruhe und von 1998 – 2002 dessen Vorsitzender. Arbeitsschwerpunkte: Trauerprozesse, Kul...

Beschreibung

Die Zeitspanne zwischen der Formulierung einer Theorie und ihrer Akzeptanz ist umso größer, je mehr sie an weltanschaulicher Korrektur abverlangt. Rund 80 Jahre vergingen, bis Darwins Evolutionstheorie ›Recht‹ bekam. Freuds großer kulturtheoretischer Entwurf wartet 90 Jahre nach ›Totem und Tabu‹ nach wie vor auf eine Wiederaneignung. Sein kühner Vorstoß in den Bereich dessen, was Gesellschaften im Innersten zusammenhält, ist auch unter Psychoanalytikern zumeist auf Ablehnung gestoßen. Sie entfremdeten sich dem Text und lasen ihn schließlich nur noch als exotischen Tagtraum, den es hinsichtlich der Konflikte und Traumatisierungen seines Autors zu dechiffrieren galt. Umso bemerkenswerter ist, dass ›Totem und Tabu‹ von anderen Humanwissenschaften aufgegriffen wurde. Manche Theorielinien – etwa die Verbindung zu Ritual- und Opfertheorien – gewannen dadurch an Prägnanz. Das Ärgernis besteht dennoch nach wie vor darin, dass kulturelle Entwicklungen sich nach Freuds kultureller Synthese Akten der Gewalt verdanken, wenn auch einer Gewalt, die sich zu transformieren vermag.

Über Transformationsvorgänge ist in der Psychoanalyse der letzten Jahrzehnte viel geschrieben worden. Die in diesem Buch enthaltenen Arbeiten versuchen, ›Totem und Tabu‹ zu rekonstruieren und Entwicklungen außerhalb der Psychoanalyse mit denen im Binnenraum zu verbinden. In einer Zeit, in der die biologische Wissenschaft sich anschickt, die Conditio humana zu reformieren, ist eine Rückbesinnung auf die kulturelle Dimension des Menschen mit ihren ganz andersartigen Gesetzmäßigkeiten unverzichtbar.

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