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Sakrale Historienmalerei in St. Peter in Rom
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Windorf, Wiebke

Sakrale Historienmalerei in St. Peter in Rom

Faktizität und Fiktionalität in der Altarbildausstattung unter Papst Urban VIII. (1623 – 1644)

Bestellnummer: B199820

Buch

Erscheinungsdatum: 03. Mai 2006

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Beschreibung

2006. 256 S. mit 40 farb. Illustr. und 39 s/w-Abbildungen, Leinen m. SU., Schnell & Steiner Verlag, Regensburg.

Programmlinie: Leseecke

Papst Urban VIII., unter dem 1626 die neue Peterskirche geweiht wurde, gab auch die Ausstattung mit Altarbildern in Auftrag. Anhand dieser Altarbilder werden die aus den bildertheologischen Traktaten des 16. Jahrhunderts resultierenden Konsequenzen für das sakrale Historienbild überprüft. Dabei wird den Künstlern ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit bei ikonographischen und stilistischen Entscheidungen nachgewiesen.


  • Auflage: 1

Porträt

Dr. Wiebke Windorf ist wiss. Angestellte am Kunsthist. Seminar der Uni Düsseldorf. Mit dieser Dissertation gewann sie den drupa-Preis 2005.

Beschreibung

Unter Papst Urban VIII., der 1626 die neue Peterskirehe in Rom weihte, ist auch die Ausstattung mit Altarbildern in Auftrag gegeben worden. Die Altarbilder sind Gegenstand dieses Randes, Zu den namhaften Künstlern zahlen Andrea Sacchi, Doinenichino, Nicolas Poussin, Pietro da Cortona und Giovanni Lanfranco. Untersucht werden die aus den Darlegungen der bildertheologischen Traktatautoren des 16. Jahrhunderts resultierenden Konsequenzen für das sakrale Hislorienbild des IV. Jahrhunderts.

Die 15 ausgewählten Altarbilder hahen fast alle eine Martyriums oder Wunderszene des Heiligen zum Thema, dem der jeweilige Altar geweiht ist. Sie bilden den Ausgangspunkt für die zentrale Frage nach den Folgen des bildertheologischen Diskurses der zweiten Halfte des 16. Jahrhunderts, der vor allem durch die Beschlüsse des Konzils von Trient über die Bilderverehrung (1563) geprägt wurde. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf die Traktatautoren Johannes Molanus (1533-1585) und Gabriele Paleotti (1522-1597) gerichtet, die sich in ihren Schriften vornehmlich mit dem Wahrheitsgehalt eines sakralen Bilds beschäftigten - genauer mit dem Verhältnis zwischen den schriftlich verankerten Pakten (der Faktizität) und den fiktiven, weil in der textlichen Vorlage nicht enthaltenen Daten (der F iktionalität) eines Bilds.

Die Untersuchung zeigt, dass die Bildertheologen die Fiklion als festen und manchmal für die Erschließung der Darstellung sogar unersetzlichen Bestandteil des sakralen Historienbilds akzeptierten, dessen didaktische Punktion in der Belehrung des einfachen Volks gesellen wurde. Diese sich aus den theoretischen Darlegungen der bildertheologischen Traktatautoren ergehenden Konsequenzen für das sakrale Historienbild werden anhand des konkreten Ausstattungsbeispiels Neu-St. Peter anschaulich dargelegt. Entgegen gängiger Meinungen in der Porschungslileratur kann die Autorin nachweisen, dass die in den bildlheoretischen Abhandlungen gestellten Forderungen dem Künstler ein hohes Mab an Eigenverantwortlichkeit bei ikonographischen und stilistischen Entscheidungen gewährten.

Der Band vermittelt grundlegende Erkenntnisse zu den Auswirkungen des bildertheologischen Diskurses des 16, Jahrhunderts auf die sakrale Historienmalerei des 17. Jahrhunderts.

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