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Rom und das himmlische Jerusalem
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Haehling, Raban von (Hrsg.)

Rom und das himmlische Jerusalem

Die frühen Christen zwischen Anpassung und Ablehnung

Bestellnummer: B145925

Hardcover

Buch

Erscheinungsdatum: 09. Mai 2000

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Beschreibung

2000. XII, 308 S., geb.

Programmlinie: Forschung

Dieser Sammelband vereint elf Beiträge von renommierten Althistorikern und Theologen, die den facettenreichen Wahrnehmungen und Positionen früher Christen zu Kaiser und Gesellschaft in den ersten drei Jahrhunderten nachgehen. Die Beiträge sind von der Leitfrage getragen, welche Antwort die christlichen Autoritäten den Gläubigen für ihr Verhalten zum Kaiser und dessen Amtsträgern in konkreten Situationen geben, andererseits wie sie der heidnischen Umwelt die christliche Haltung näher bringen....


  • ISBN: 9783534145928
  • Auflage: 1
  • Hardcover
  • Sprache: Deutsch

Porträt

Raban von Haehling, geb. 1943, lehrt Alte Geschichte an der Universität Aachen. Er studierte Altertumswissenschaft und Theologie in Bonn und promovierte 1975 mit einer Arbeit über spätantike Prosopographie. Habilitation 1987 in Düsseldorf mit einer Untersuchung über Livius und Augustus. Veröffentlichungen zur Spätantike und zur griechischen und römischen Historiographie.

Beschreibung

In elf Beiträgen analysieren Althistoriker und Theologen unter verschiedenen Aspekten die facettenreichen Wahrnehmungen und Positionen früher Christen gegenüber Kaiser und Gesellschaft in den ersten drei Jahrhunderten – also bis zum Duldungserlass des Kaisers Galerius im Jahre 311 n.Chr. Infolge des Absolutheitsanspruches der monotheistischen Religion eröffnet sich ein spannungsreiches Konfliktpotential, welches unterschiedliche Folgerungen von distanzierter Anerkennung bis hin zur offenen Konfrontation mit der heidnischen Umwelt zulässt. Die einzelnen Aufsätze stehen unter der Leitfrage, welche Antwort die christlichen Autoritäten den Gläubigen in ihrem Verhalten zum Kaiser und dessen Amtsträgern in konkreten Situationen geben, andererseits wie sie der heidnischen Umwelt die christliche Haltung näher bringen, die vom universalen Anspruch Gottes geprägt ist und damit geschichtstheologische Konsequenzen für das Verhalten der frühen Christen zum römischen Kaiser hat. Ungeachtet der unterschiedlichen Aspekte ist allen Beiträgen die Betonung der christlichen Position zwischen Abkehr und Hinwendung gemeinsam. Die bisweilen distanzierte Einstellung gegenüber der heidnischen Umwelt, wie sie sich besonders in der Selbstauslieferung christlicher Märtyrer und der ablehnenden Haltung zum römischen Kaiserkult zeigte, war zugleich geprägt von einer Integration in bestehende Normen sowie Handlungs- und Denkmuster. Die Kommunikation und die geistige Auseinandersetzung der christlichen Apologetik mit der heidnischen Gegenseite in ihren zahlreichen Themengebieten (z.B. römische Frühzeit, Augustusbild usw.), die Gebete an den Kaiser sowie die christliche Bildsymbolik sind Elemente einer bewussten Hinwendung zum Staat, in dem auch der Christ seine Funktion als Bürger erfüllte.

Das Lob der Presse

»Die Beiträge von elf Althistorikern und Theologen beschäftigen sich mit dem Verhältnis früher Christen zur heidnischen Umwelt. Gefragt wird, welche Positionen die christlichen Autoritäten jener Zeit hinsichtlich des situationsbedingten Verhaltens der Gläubigen zu Kaiser und Gesellschaft vertraten und wie sie diese Stellungnahme gegenüber der heidnischen Gegenseite begründeten. Durch den Absolutheitsanspruch der christlichen Religion ergab sich ein Konfliktpotential, das von distanzierter Loyalität bis hin zu offenen Konfrontationen mit der heidnischen Umwelt reichte ... Gleich im ersten Beitrag wird deutlich, worum es geht: Es geht um den Christen als Fremden, um den Christen in absoluter Abkehr vom Staat, um den Christen als römischen Bürger und um den Christen als Bürger und Fremden. Wer sich nicht nur als Bürger des römischen Reiches, sondern auch als Untertan eines himmlischen Königs verstand, der wanderte tatsächlich ›zwischen den Welten‹. Die einzelnen Beispiele der heidnisch-christlichen Auseinandersetzung, wobei die Christen z.B. ihre Ethik den heidnischen Ausschweifungen gegenüberstellten, tragen zum besseren Verständnis der raschen Ausbreitung des Christenglaubens bei. Gut zu lesen und sehr zu empfehlen!« Passauer Neue Presse

»Ein umfangreiches Stellenregister ... beendet den sorgfältig edierten Sammelband, aus dem wichtige Anregungen entnehmen kann, wer sich mit dem Verhältnis von Christentum und Staat in vorkonstantinischer Zeit beschäftigt. Gerade die Kombination theologischer und althistorischer Perspektivierung erscheint lohnend!« Theologische Literaturzeitung

»Das rezensierte Buch kann als gelungenes Produkt einer fruchtbaren Kooperation von Althistorikern und Theologen gelten. Die einzelnen Aufsätze geben ein facettenreiches und doch kompaktes Bild von Anpassung und Ablehnung der heidnischen Gesellschaft durch die frühen Christen. Das Stellenregister ist nützlich ... Die Wissenschaftliche Buchgesellschaft hat wieder einen – auch gut gebundenen – Band in der besten Tradition des Verlags, Tendenzen und Wege der Forschung aufzuzeigen, vorgelegt.« Klio

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