Nachrichtendialog Display Update Message Produktvergleichsdialog
Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969
+ / - Mauszeiger für Vergrößerung/Verkleinerung über Abbildung bewegen
Witzel, Frank

Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

Bestellnummer: 1017033

Buch

Erscheinungsdatum: 22. Oktober 2015

Sofort lieferbar

  •  » drucken
Bild vergrößern

Beschreibung

2015. 817 S., geb. mit SU und Lesebänd. Mathhes & Seitz, Berlin.

Programmlinie: Leseecke


  • Auflage: 1

Porträt

Frank Witzel wurde 1955 in Wiesbaden geboren und lebt in Offenbach. Er ist Autor, Essayist, Illustrator und Musiker.

Beschreibung

Gudrun Ensslin eine Indianersquaw aus braunem Plastik und Andreas Baader ein Ritter in schwarzglänzender Rüstung? Die Welt des kindlichen Erzählers dieses mitreißenden Romans, der den Kosmos der alten BRD wiederauferstehen lässt, ist nicht minder real als die politischen Ereignisse, die jene Jahre in Atem halten und auf die sich der 13-Jährige seinen ganz eigenen Reim macht. Frank Witzel ist es in dieser groß angelegten fantastischen literarischen Rekonstruktion des westlichen Teils Deutschlands gelungen, ein Spiegelkabinett der Geschichte im Kopf eines Heranwachsenden zu errichten. Erinnerungen an das Nachkriegsdeutschland, Ahnungen vom Deutschen Herbst und Betrachtungen der aktuellen Gegenwart entrücken ihn dabei immer weiter seiner Umwelt. Das dichte Erzählgewebe ist eine explosive Mischung aus Geschichten und Geschichte, Welterklärung, Reflexion und Fantasie: ein detailbesessenes Kaleidoskop aus Stimmungen einer Welt, die ebenso wie die DDR 1989 Geschichte wurde.

Das Lob der Presse

Gewinner des Deutschen Buchpreises 2015

Aus der Jury-Begründung:

»Frank Witzels Werk ist ein im besten Sinne maßloses Romankonstrukt. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen aus der hessischen Provinz, der sich im Alter von dreizehneinhalb auf der Schwelle zum Erwachsenwerden befindet. In diese Geschichte eingewoben ist das politische Erwachen der alten Bundesrepublik, die beginnt, sich vom Muff der unmittelbaren Nachkriegszeit zu befreien. Diese Ära des Umbruchs wird heraufbeschworen in disparaten Episoden, die unterschiedlichste literarische Formen durchspielen, vom inneren Monolog über die Action-Szene oder das Gesprächsprotokoll bis zum philosophischen Traktat. Der Roman ist in seiner Mischung aus Wahn und Witz, formalem Wagemut und zeitgeschichtlicher Panoramatik einzigartig in der deutschsprachigen Literatur. Frank Witzel begibt sich auf das ungesicherte Terrain eines spekulativen Realismus. Mit dem Deutschen Buchpreis wird ein genialisches Sprachkunstwerk ausgezeichnet, das ein großer Steinbruch ist, ein hybrides Kompendium aus Pop, Politik und Paranoia.«

»Kaum ein Roman der vergangenen Jahre hat Form und Inhalt in eine derart zwingende Beziehung gesetzt wie Frank Witzels Opus Magnum. Ein kluger und doppelbödiger Roman auf der Messerschneide eines politischen Bruchs.«

Nicole Henneberg, FAZ, Juli 2015



»Frank Witzels Roman ist eine imaginäre Zeitanalyse, zugleich meisterhaft komponiert und insofern wiederum eine Welt neben der Welt. Dabei sind es nicht nur die teils grandiosen Formulierungen, die den Leser berauschen, sondern oft auch der Witz.«

Alban Nikolai Herbst, Volltext, Juli 2015

»Frank Witzel ist ein intelligenter und spannender Roman gelungen, der beständig zwischen Ernsthaftigkeit, Tragik und Humor changiert.«

Fokke Joel, Zeit Online, Juni 2015

»Dies ist keine Saisonware. Dies ist ein Roman mit Langzeitwirkung.«

Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung, Juni 2015



»Dieser Roman ist eine Zumutung. Ein Ungetüm. Ein Abenteuer. Eine Frechheit. Eine Verwirrung. Vor allem aber ein fulminantes Stück Literatur, das aus einem engen Wirklichkeitsausschnitt eine Mentalitätsgeschichte der Bundesrepublik herauspräpariert.«

Ulrich Rüdenauer, Deutschlandfunk, Juni 2015

»›Kommt die offizielle Geschichtsschreibung abhanden, so besteht die einzige Möglichkeit darin, dem Vergangenen die eigene Geschichte zu geben‹. Dies könnte man nicht größer, genialer und irrwitziger machen, als der Erzähler dieses unmöglichen Romans, der noch seinesgleichen in diesem Bücherfrühjahr sucht. Sollten Sie nur ein einziges gutes Buch in diesem Bücherfrühjahr lesen wollen, dann nehmen Sie dieses!«

Thommas Hummitzsch, Rolling Stone Magazin, Mai 2015



»Es ist kurzum ein Buch, das man sich antut. Das man sich antun muss, wenn man es einmal zur Hand hat, weil Witzels Sprache so poetisch ist. Ganz im Wortsinn: Sie beschreibt nicht, sie erschafft, untergräbt und überlädt, bis nichts mehr einfach nur etwas ist, bis im Alltäglichsten der Abgrund lauert und im Abgrund das Alltäglichste und dann für einen kurzen Moment alles ganz einfach wird.«

Velten Schäfer, Neues Deutschland, April 2015



»Frank Witzels großer Roman über Popmusik, Post-68 und Provinz: Ihm ist damit ein westdeutsches Buch der Unruhe gelungen.«

Julian Weber, Die Tageszeitung, April 2015



»Das Buch von Frank Witzel lässt die LeserInnen virtuos eintauchen, in die Bleierne Zeit Ende der 60er, Anfang der 70er-Jahre, in der die RAF die Bundesrepublik terrorisierte.«

Helmut Petzold, Bayern 2 Diwan, März 2015. Die ganze Sendung hören Sie hier.



»Eine der stärksten Veröffentlichungen dieses Frühlings.«

Jan Drees, Der Freitag, März 2015



»Habe mir dabei einen Schleimbeutel geholt.«
<...

Weitere Informationen

Kundenbewertungen

Ihre Anforderung wird momentan verarbeitet.