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Judas
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Oz, Amos

Judas

Roman

Bestellnummer: 1016187

Buch

Erscheinungsdatum: 30. April 2015

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Beschreibung

Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler. 2015. 335 S., geb. mit SU. Suhrkamp, Berlin.

Programmlinie: Leseecke

Das Leben des jungen Schmuel Asch ändert sich im Winter 1959 von Grund auf: Seine Freundin verlässt ihn, seine Eltern melden Konkurs an, und er muss sein Universitätsstudium abbrechen. Unterschlupf und Arbeit findet er als Gesellschafter für einen behinderten, rhetorisch gewandten Mann. Als Schmuel sein neues Domizil bezieht, begegnet er der schönen und aufregenden Atalja Abrabanel. Sie macht ihm unumwunden klar, dass es besser wäre, sich nicht in sie zu verlieben…


  • Auflage: 1

Porträt

Amos Oz wurde am 4. Mai 1939 als Amos Klausner in Jerusalem geboren und verbrachte dort seine Kindheit. 1954 trat er dem Kibbuz Chulda bei und nahm den Namen Oz an, der auf hebräisch Kraft, Stärke bedeutet. Von 1960 bis 1963 studierte er Literatur und Philosophie an der Hebräischen Universität von Jerusalem und kehrte nach seinem Bachelor-Abschluss in den Kibbuz zurück. Seit dem 6-Tage-Krieg ist er in der israelischen Friedensbewegung aktiv und befürwortet eine Zwei-Staaten-Bildung im israelisch-palästinensichen Konflikt. Er ist Mitbegründer und herausragender Vertreter der seit 1977 bestehenden Friedensbewegung Schalom achschaw (Peace now). Seit 1987 lehrt er Hebräische Literatur an der Ben-Gurion Universität von Negev, Beesheba. Die Werke von Amos Oz wurden in 37 Sprachen übersetzt. Er hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten.

Beschreibung

Die drei Protagonisten des Romans wohnen zurückgezogen am Rande Jerusalems, und zunächst scheint es, als führten sie ein ruhiges Leben. Im Innern des schüchternen und sensiblen Schmuel aber bricht bald ein Sturm los. Seine Begierde nach Atalja wandelt sich langsam in eine verzweifelte Verliebtheit. Und ganz allmählich entschlüsselt er auch die Geheimnisse, die in diesem dunklen und einsamen Haus geistern und in die seine Bewohner auf dunkle Art verstrickt sind.

In diesem Roman kehrt Amos Oz zurück in das geteilte Jerusalem der fünfziger Jahre. Die zarte, wilde Liebesgeschichte ist eingebettet in die Landschaft der winterlichen Stadt und in die Ereignisse am Ende der Regierung Ben Gurion. Gemeinsam mit seinem Protagonisten prüft Oz mutig die Entscheidung, einen Judenstaat zu errichten, samt den Kriegen, die sie zur Folge hatte, und stellt die Frage, ob man einen anderen Weg hätte gehen können, den Weg derer, die als Verräter gelten.

Das Lob der Presse

»Ein grandioser Roman über Verrat und Dissidenz«

Denis Scheck, Druckfrisch

»Oz führt auf virtuose Weise Weltpolitik mit Religionsgeschichte zusammen und stellt so auch das Schicksal Europas in einen erhellenden Zusammenhang.«

Katharina Teutsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

» ... Amos Oz ist mit Judas ein reifes Meisterwerk gelungen - ein Roman voller Weisheit und melancholischem Humor, mit runden, glaubhaften Figuren, die einem beim Lesen immer mehr ans Herz wachsen; ein Buch, in dem man wohnen will.«

Hannes Stein, Die Literarische Welt

» ... ein leuchtender Roman. Reich in vielerlei Hinsicht. Melancholisch und auch komisch, anregend und anrührend. Und geschmeidig ins Deutsche übertragen von Mirjam Pressler.«

Martin Oehlen, Frankfurter Rundschau

»Amos Oz gehört zu den großen Schriftstellern der Weltliteratur.«

Süddeutsche Zeitung

»Amos Oz ist ein Meister des Erzählens.«

Neue Zürcher Zeitung

» ... eine bezaubernde Geschichte über die Liebe in ihren verschiedenen Spielarten und die nicht enden wollende Suche danach.«

Katharina Stegelmann, KulturSpiegel März 2015

»Darüber hinaus hat dieser in manchem erfrischend altmodische Roman nun aber auch noch die Kraft, zu zeigen, was Literatur vermag (und weshalb wir schließlich im Ernst lesen): einen gedanklichen Raum zu schaffen, in dem deutlich wird, was für große, teilweise uralte, schwere und teilweise aneinander widersprechende Geschichten auf uns lasten.«

Dirk Knipphals, taz. die tageszeitung

»Die Übersetzungsarbeit aus dem Hebräischen muss bei diesem Buch ebenfalls hervorgehoben werden. Mirjam Pressier verfügt über genügend Sensibilität, um sich dem eigenwilligen Sprachrhythmus von Oz anzupassen. Sie bildet seinen Stil im Deutschen subtil ab. Das Ist die Hohe Schule der Übersetzungskunst.«

Ulf Heise, MDR FIGARO

»… was bedeutet diese Erzählung über Zweifel am Konzept der Staatsgründung und über Judas …? Oz gibt mit der Form des Romans eine Antwort. Den mag er nicht verstanden wissen als Intervention im politischen Streit. Die so mutige wie dramatisch inszenierte künstlerische Auseinandersetzung appelliert an die Fantasie, den idealistischen Verrat als radikale Abweichung vom Mainstream zu denken.«

Stephan Lohr, SPIEGEL ONLINE

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