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Secondhand-Zeit
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Alexijewitsch, Swetlana

Secondhand-Zeit

Leben auf den Trümmern des Sozialismus

Bestellnummer: 1017019

Buch

Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2015

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Beschreibung

Übersetzt von Ganna-Maria Braungardt. 2013. 576 S., geb. mit SU. Hanser Berlin, Berlin.

Programmlinie: Wissen Sachbuch

Swetlana Alexijewitsch erhält den Literaturnobelpreis 2015. Sie wird für ihr vielstimmiges Werk geehrt, das dem Leiden und dem Mut unserer Zeit ein Denkmal setze, so die Jury.Swetlana Alexijewitschs Werke sind so genannte ›Romane aus Stimmen‹, in denen sie Interviews mit Zeitzeugen zu poetischen Collagen werden lässt.


  • Auflage: 1

Porträt

Swetlana Alexijewitsch, 1948 in der Ukraine geboren und in Weißrussland aufgewachsen, arbeitete als Reporterin. Über die Interviews, die sie dabei führte, fand sie zu einer eigenen literarischen Gattung, dem dokumentarischen »Roman in Stimmen«. Alexijewitschs Werke wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt, und sie wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. 1998 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, dem Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück (2001), dem National Book Critics Circle Award (2006), dem polnischen Ryszard-Kapuscinski-Preis (2011) und dem mitteleuropäischen Literaturpreis Angelus (2011). 2013 erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Beschreibung

Der Kalte Krieg ist seit über zwanzig Jahren vorbei, doch das postsowjetische Russland sucht noch immer nach einer neuen Identität. Während man im Westen nach wie vor von der Gorbatschow-Zeit schwärmt, will man sie in Russland am liebsten vergessen. Inzwischen gilt Stalin dort vielen, auch unter den Jüngeren, wieder als großer Staatsmann, wie überhaupt die sozialistische Vergangenheit immer öfter nostalgisch verklärt wird. Für Swetlana Alexijewitsch leben die Russen gleichsam in einer Zeit des "secondhand", der gebrauchten Ideen und Worte. Wie ein vielstimmiger Chor erzählen die Menschen in ihrem neuen Buch von der radikalen gesellschaftlichen Umwälzung in den zurückliegenden Jahren.

Das Lob der Presse

"In ihren Büchern versammelte die Weißrussin Stimmen von Menschen, die von der Sowjetunion geprägt worden sind. Sie hat Frauen und Männer befragt, deren Leid und deren Hoffnungen aufgezeichnet und alles zu literarischen Collagen gefügt." Susanne Beyer, Der Spiegel, 19.04.14

"Beharrlich, furchtlos, ergreifend." Karl Schlögel in seiner Laudatio zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2013

"Swetlana Alexijewitsch hält die Erinnerung wach an alle, die in der blutgetränkten Erde Weißrusslands starben. Es gibt heute kaum einen anderen Schriftsteller russischer Sprache, der am Menschen mit seiner Unzulänglichkeit so verzweifelt und ihn so liebt, wie Swetlana Alexijewitsch." Sonja Margolina, Die Welt, 12.03.13

"Diese Frau ist das moralische Gedächtnis der Russen in diesem Jahrhundert. Sie nähert sich menschlichen Schicksalen so, dass im privaten Alltag der sprechenden Personen der Zeitgeist der Epoche mit all seinen Widersprüchen sichtbar wird." Dorothea von Törne, Der Tagesspiegel, 27.03.98

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