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Angst
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Tembrock, Günter

Angst

Naturgeschichte eines psychobiologischen Phänomens

Bestellnummer: B140966

Hardcover

Buch

Erscheinungsdatum: 28. September 2000

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Beschreibung

2000. 215 S. mit 27 Schaubildern, geb.

Programmlinie: Wissen Fachbuch

Angst kennt jedes Lebewesen in bestimmten Situationen. Ausgehend vom Tierreich wird das Phänomen Angst erstmals aus verhaltensbiologischer Sicht und vor dem Hintergrund der Evolution untersucht. Dabei wird nicht nur die Psychologie, Philosophie und Medizin einbezogen, sondern auch der neurobiologische, ökologische und soziale Kontext beleuchtet. Die für Wissenschaftler und Laien gleichermaßen interessante Darstellung schlägt auf dem Wege der Psychobiologie schließlich die Brücke zum Menschen...


  • ISBN: 9783534140961
  • Auflage: 1
  • Hardcover
  • Sprache: Deutsch

Porträt

Günter Tembrock, geb. 1918. Promotion 1941, Gründung einer verhaltensbiologischen Arbeitsgruppe 1948, Habilitation 1955, seit 1961 Professor an der Humboldt-Universität Berlin, seit 1969 Lehrstuhlinhaber, seit 1965 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Ehrenmitglied in drei wissenschaftlichen Gesellschaften, Vorsitzender der Gesellschaft für Wissenschaft und Philosophie und des Fördervereins für Humanontogenetik. Zahlreiche Publikationen.

Beschreibung

Angst ist ein Phänomen, das nicht nur beim Menschen vorkommt. Aber wann kann man im Tierreich von Angst sprechen? Bei welchen Organisationsformen tritt sie erstmalig auf und warum gibt es sie überhaupt? In diesem Buch betrachtet Tembrock Angst aus verhaltensbiologischer Perspektive. Dabei berücksichtigt er nicht nur die Evolution, soziale und ökologische Aspekte, sondern auch Erkenntnisse verschiedener Wissenschaftsdisziplinen wie der Philosophie und der Medizin. Im Zusammenhang mit der aktuellen Hirnforschung stellt er neue Resultate bei Säugetieren und hier insbesondere beim Menschen vor. Dazu gehören Forschungen auf dem Gebiet der Neurophysiologie, die Bedeutung von Neurosekreten und Hormonen sowie der ›Stress‹-Phänomene. In den letzten Jahren erkannte man, dass der Mandelkern (Amygdala) für das Auftreten von Angst und für die Frage nach der Bedeutung der Angst eine große Rolle spielt. Doch um das Phänomen Angst verstehen zu können, muss auch nach dem Bewusstsein gefragt werden. Damit verbunden sind Begriffe wie Selbstorganisation, Information, Bindung und Lernen. Detailliert erörtert der Autor Angst und ihre Entstehung im Tierreich, vor allem bei höheren Wirbeltieren, um dadurch die verschiedenen Ängste beim Menschen besser deuten zu können.

Das Lob der Presse

»Günter Tembrock wagt sich an ein großes Thema: Der emeritierte Professor für Zoologie an der Humboldt-Universität in Berlin will das ›psychobiologische Phänomen‹ Angst aus der Sicht von Philosophen, Psychologen, Medizinern, Neurobiologen, Verhaltensforschern, Sozio(bio)logen, Verhaltensökologen und Entwicklungsbiologen erklären. Dazu stellt er wichtige Fragen und gibt umfassende Antworten: Was ist Angst? Wie wird Angst umgesetzt? Wozu wird Angst bewältigt? Warum gibt es Angst?

Schon nach einigen Seiten Lektüre wird klar, dass hier eine wohl einzigartige Sammlung von wissenschaftlichen Fakten und Theorien vorliegt, und dass das Phänomen Angst tatsächlich nur dann vollständig erklärt werden kann, wenn die Ergebnisse aus allen genannten Disziplinen kombiniert werden. Mit Recht verknüpft Tembrock dabei das Entstehen der Emotion ›Angst‹ auch mit der Frage nach dem Bewusstsein bei Tieren. Er versucht, Antworten auf allen möglichen wissenschaftlichen Ebenen zu geben und belegt seine Ausführungen mit gut gewählten Beispielen aus der Fachliteratur – und aus seiner eigenen wissenschaftlichen Arbeit.

Besonders reizvoll ist, dass nicht nur der aktuelle Wissenstand vorgestellt und diskutiert wird, sondern dass Tembrock auch immer wieder die Geschichte der Angstforschung in Erinnerung ruft. Kein Wunder also, dass man häufig auf große Namen aus der Naturwissenschaft und der Philosophie stößt und so etwa erstaunt feststellt, dass schon Charles Darwin eindrucksvolle einschlägige Beobachtungen gemacht hat.

Insgesamt gesehen, liegt hier eine Pflichtlektüre vor für alle, die sich für das Thema ›Angst‹ interessieren, die ›Angst‹ verstehen wollen oder sogar selbst darüber forschen.« www.wissenschaft-online.de

»Mit zahlreichen Beispielen aus seiner eigenen Forschungs- und Erlebniswelt sowie aus anderen ausgewählten Untersuchungen stellt Tembrock stets einen Bezug des manchmal abstrakt theoretischen Inhalts zum echten Leben her. Dabei kommt seine Begeisterung für sein Forschungsgebiet und dessen Umfeld deutlich zum Vorschein.« Spektrum der Wissenschaft

»In diesem kompakten Band versucht er (der Autor), Angst auf integrative Weise sowohl aus psychologischer, philosophischer, medizinischer und insbesondere aus biologischer evolutionärer Perspektive zu verstehen und die Brücke zu den Resultaten der modernen Hirnforschung und Neurophysiologie zu schlagen ... Der Band vereint in ausgezeichneter Weise die nicht eben einfach in Verbindung zu bringenden Aspekte der wissenschaftlichen Korrektheit und der allgemeinen Lesbarkeit. Ein gut ausgewähltes Glossar erläutert zudem wichtige neurobiologische Grundbegriffe, ein übersichtliches Literaturverzeichnis dokumentiert nicht nur die Quellen der gemachten Aussagen, sondern erlaubt dem Interessierten den Zugriff auf weitere Literatur zur Thematik. Das zudem solide gebundene und handliche Buch ist jedem Interessierten zur Lektüre zu empfehlen – einer Lektüre, die nicht nur Wissen, sondern zugleich intellektuelles Vergnügen sein kann.« Psychiatrische Praxis

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