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Nachtwachen
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Bonaventura

Nachtwachen

Im Anhang: Des Teufels Taschenbuch

Bestellnummer: B180747

Hardcover

Buch

Erscheinungsdatum: 16. März 2004

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Beschreibung

Hrsg. und mit einem Nachwort von Peter Küpper. Nachdr. 2004 der 2., verb. Aufl. 1993. 223 S., Fadenh., geb. mit SU.

Programmlinie: Leseecke

Die ›Nachtwachen‹ sind ein Werk aus der Zeit der Frühromantik, modern in ihrer Vorwegnahme der Ängste und Ernüchterungen unserer Zeit. Das Ich des Menschen erscheint immer wieder als Maske, als Rolle; der Weg zurück, zum wahren Ich, ist verstellt. Bonaventura wird mit diesem Werk, erstmals 1804 erschienen, zum genialen Vorläufer Kafkas.


  • ISBN: 9783534180745
  • Seitenzahl: 223
  • Auflage: 1., Aufl.
  • Hardcover
  • Sprache: Deutsch

Beschreibung

Wer sich hinter dem Pseudonym Bonaventura verbirgt, darüber spekulierten bereits die Zeitgenossen, endgültige Sicherheit gibt es bis heute nicht. Alles spricht jedoch dafür, dass es sich bei dem Verfasser der ›Nachwachen‹ um den Braunschweiger Theaterdirektor und Schriftsteller August Klingemann handelt, der in seinem Werk einen fiktiven Ich-Erzähler zu Wort kommen lässt: Der Nachtwächter und satirische Poet Kreuzgang, benannt nach dem Ort, wo er als Findelkind gefunden wurde, entfaltet in sechzehn nächtlichen Betrachtungen, den ›Nachtwachen‹, seine Weltsicht: Die Welt erscheint ihm als Irrenhaus, an einer kalten Vernünftigkeit erkrankt; die Menschen erlebt er oft nur als Larven, Marionetten, die nicht selbst handeln können, sondern auf der Bühne der Welt ›agiert‹ werden. Als durchgehende Handlung zieht sich die Biographie Kreuzgangs durch die Kapitel.

Die ›Nachtwachen‹ haben aufgrund ihrer Vieldeutigkeit nichts von ihrer Anziehungskraft verloren – so wie der Verfasser in letzter Konsequenz geheimnisvoll bleibt, so sträubt sich auch der Text gegen eine endgültige, eindimensionale Deutung. Seinerzeit angestoßen von Rudolf Haym, der die ›Nachtwachen‹ »eine der geistreichsten Produktionen der Romantik« nannte, entbrennt die Diskussion um die formale und inhaltliche Zuordnung des Textes immer wieder aufs Neue.

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