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Dichterberuf.
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Selbmann, Rolf

Dichterberuf.

Zum Selbstverständnis des Schriftstellers von der Aufklärung bis zur Gegenwart

Bestellnummer: B125568

Hardcover

Buch

Erscheinungsdatum: 15. August 1994

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Beschreibung

1994. VI, 306 S., geb.

Programmlinie: Wissen Fachbuch

Nach einer Einleitung, in der die Möglichkeiten und Grenzen poetologischer Reflexion beleuchtet werden, untersucht der Verfasser anhand poetologischer Texte die Kontinuitäten und Wandlungen des Selbstbildnisses der Dichter und Schriftsteller der letzten 200 Jahre.


  • ISBN: 9783534125562
  • Seitenzahl: 312
  • Auflage: 1
  • Hardcover
  • Sprache: Deutsch

Porträt

Rolf Selbmann, geb. 1951 in München. Studium der Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte, Soziologie, Politologie; 1978 Promotion. Oberstudienrat für Deutsch, Geschichte, Sozialkunde am Wilhelmsgymnasium, München. Lehraufträge an der Universität Würzburg. Aufsätze und Buchveröffentlichungen zum Bildungsroman, über Joseph Viktor von Scheffel, über Dichterdenkmäler, zur Sozialgeschichte der Literatur u.a.

Beschreibung

Es geht in diesem Band nicht um Dichterbilder, Autorenporträts oder eine Sozialgeschichte des Dichterberufs, sondern vielmehr um poetologische Texte, in denen die Schriftsteller aller Epochen ihr Tun legitimieren. Nach einer Einleitung, die die Möglichkeiten und Grenzen poetologischer Reflexion beleuchtet, setzt die Studie bei Orpheus, Plato und Horaz ein und leitet über zur Emanzipation des Dichterberufs aus ständischen Bindungen an Mäzene und Förderer. Spätestens mit Klopstock sowie dem jungen und klassischen Goethe erwachsen Begriff und Bewusstsein der Autonomie der dichterischen Produktion. An Gedichten Hölderlins, an Romanen und Erzählungen der Romantik (Novalis, Eichendorff, Hoffmann) werden die Gipfelpunkte dichterischen Selbstbewusstseins, aber auch die Verzweiflungen und Enttäuschungen sichtbar. Rhetorische Überreizungen und triviale Schwundformen des 19. Jhs. werden nicht ausgespart, bis mit der Moderne nach der Jahrhundertwende eine neue Qualität der Selbstreflexion einsetzt (George, Hofmannsthal, Döblin). Im Mittelpunkt der Untersuchung des 20. Jhs. stehen die zentralen Werke der Literaturgeschichte (etwa von Brecht und Th. Mann), aber auch weniger bekannte finden Berücksichtigung. Schließlich führt das Buch über die poetologische Lyrik der Gegenwart, die Autoren Handke und Ransmayr bis zum Beginn der 90er Jahre. Ein Schlusskapitel fasst die wesentlichen Kontinuitäten und Abwandlungen dieses Selbstbildes der Dichter typologisch zusammen.

Das Lob der Presse

»Wie es um das Selbstverständnis der Dichter bestellt ist, um die Auffassung, die sie von der eigenen Arbeit besitzen, hat seit jeher viele Leser beschäftigt ... In vielen Untersuchungen stehen die theoretischen, in langen Poetiken oder kurzen Essays formulierten Reflexionen der Schriftsteller im Vordergrund, die dann häufig auf ihre Bewährung in der poetischen Praxis geprüft werden. Selbmanns Studie geht einen anderen Weg: Sie konzentriert sich von vornherein auf die literarischen Texte selbst, auf das in ihnen entfaltete Bild des Dichters (oder Schriftstellers oder Autors – solche Etikettierungen spielen hier keine Rolle). Der Leser hat also zunächst eine Aneinanderreihung zielbewusster Interpretationen zu diversen Dramen, Gedichten und Erzähltexten vor sich, von Klopstocks Oden bis zu Ransmayrs ›Die letzte Welt‹.« ...

Der Reiz der Untersuchung liegt darin, so manches bekannte Werk in ein Licht zu rücken, in dem es der Leser noch nicht gesehen haben mag. »Letztlich geht es auch keineswegs nur um ein begrenztes Thema: In dem Maße, in dem die innerliterarische Reflexion über Literatur an deren gesamter Entwicklung prägend mitwirkt, handelt es sich hier um einen generellen Überblick zur Geschichte der neueren deutschen Literatur – unter besonderen Vorzeichen ... Im übrigen beeindruckt das Buch auch als Nachschlagewerk.

Goethe hat einmal zum ›Tasso‹ bemerkt, darin finde sich ›Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch‹. Solche Verbindungen sichtbar zu machen und doch viel mehr von der Literatur als von ihren Erzeugern zu sprechen, das ist das Verdienst dieser Arbeit, das zugleich das höchste Kompliment an die Literatur einschließt, das sich bei diesem Thema denken lässt.«

Die Welt

»Zu allen Zeiten haben Dichter in ihren Werken auch Aussagen über sich selbst und ihr Schaffen gemacht; wie diese ›immanente Poetik‹ sich im Lauf der Epochen gewandelt hat, ist Thema dieses Bandes. Die gründliche Einzelanalyse ›epochetypischer Leittexte‹ arbeitet die historisch unterschiedlichen Ausprägungen solcher Selbstaussagen heraus und mündet im Schlusskapitel in dem ›Versuch einer Typologie des Dichterberufs in Kontinuität und literaturgeschichtlichem Wandel‹.«

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