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Die Moral von Grimms Märchen
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Solms, Wilhelm

Die Moral von Grimms Märchen

Bestellnummer: B235209

Broschur

Buch

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Beschreibung

Sonderausgabe der 1. Aufl. 1999. VI, 249 S., kart.

Entgegen der Meinung von Erzählforschern, dass die ursprünglichen Volksmärchen keine Moral enthielten und erst durch die Bearbeitung der Brüder Grimm moralisiert worden seien, zeigt Wilhelm Solms, dass in allen Märchen eine moralische Botschaft zu finden ist und worin sie besteht. Das gute und fromme Aschenputtel, die fleißige Dienstmagd, die schöne Königstochter, treue Diener, untreue Ehefrauen, Dumme und Kluge, Riesen und Teufel – diese und zahlreiche andere uns wohlbekannte Märchenfiguren...


  • ISBN: 9783534235209
  • Seitenzahl: 256
  • Auflage: 1
  • Broschur
  • Sprache: Deutsch

Beschreibung

Die Märchenrenaissance hält nun schon seit zwei Jahrzehnten an. Offenbar kommt die Botschaft der Märchen den Wünschen, Bedürfnissen, Hoffnungen und Ängsten der Menschen von heute entgegen.

In der Erzählforschung scheint man sich jedoch darüber einig zu sein, dass die ursprünglich mündlich überlieferten Märchen keine Moral enthielten und erst durch die Bearbeitung der Brüder Grimm moralisiert worden seien. Wilhelm Solms zeigt, dass in allen Märchen eine moralische Botschaft zu finden ist und worin diese besteht. Dass sich aus den Zaubermärchen eine »gute Lehre« ergibt, ist in den Eigenschaften des Helden oder der Heldin »gegründet«, die sie auf ihrem Weg zum Glück unter Beweis stellen. Bei den Schwänken und Tiermärchen ist es wesentlich schwieriger, die Lehre zu bestimmen, da die Helden keine Tugendhelden sind und manchmal ausgesprochen unmoralisch handeln. Bei den moralischen Erzählungen liegt die Lehre auf der Hand, denn sie haben die Funktion, zu belehren. Der Autor setzt sich jeweils in knapper Form mit Forschungspositionen auseinander (Bettelheim, Lüthi, Drewermann, Klotz, Bausinger, Röhrich, Rölleke u.a.) und antwortet bei der Bestimmung der Moral auf Fragen, die in der heutigen Märchenforschung noch offen bzw. umstritten sind: Warum werden bestimmte Märchen als grausam empfunden, andere mindestens ebenso brutale dagegen nicht? Entspricht die Märchenwelt christlichen Vorstellungen oder ist sie ihnen fremd? Hat Wilhelm Grimm die Volksmärchen durch seine Bearbeitung treu bewahrt oder verfälscht? Lassen sich die verschiedenartigen Texte der Grimmschen Sammlung nach Gattungen ordnen und aufeinander beziehen?

Das Lob der Presse

»Wilhelm Solms unternimmt in seinem neuen Buch nicht nur den ersten Versuch, die spezifische Moral, die den Märchentexten innewohnt, zu erfassen. Er bestimmt zudem sämtliche Gattungen und Untergattungen des Märchens und ordnet die 200 KHM-Texte den verschiedenen Gattungen zu. So ist es ihm möglich, auch die Moral der einzelnen Märchengattungen herauszustellen ... Und die Moral von der Geschicht? Wilhelm Solms hat ein Buch für Märchenforscher und Märchenliebhaber geschrieben. Die Exkurse zur Erzählforschung können von Lesern, die sich eher für die Märchen als die Irrwege der Forschung interessieren, schlicht und einfach überblättert werden. Es ist ihm gelungen, über ein beliebtes Thema in einer lesbaren Sprache zu schreiben, Wissenschaft verständlich zu transportieren ... Gerade in seiner Nutzbarkeit liegt der Wert des Werkes. Die in sich geschlossenen Märcheninterpretationen können sofort als Unterrichtsmaterial genutzt werden ... Ausführliche Register erleichtern die Suche nach dem Lieblingsmärchen, nach bekannten Interpreten, Forschungspositionen oder Schlagworten.« Literaturkritik

»Märchen wurden immer schon erzählt, um zu unterhalten, aber auch um eine Moral zu verbreiten. Meist sehr direkt, so nach dem Motto ›bist du nicht brav, passiert das und das‹, aber auch sehr oft etwas versteckt. Und mit dieser hintergründigen Moral beschäftigt sich Wilhelm Solms. Er bezieht sich dabei nicht auf jedes einzelne Märchen, sondern schließt sie zu Themengruppen zusammen (Treue, fleißige Magd, Schönheit usw.) und analysiert dann mit Hilfe von Beiträgen anderer Märchenforscher sehr genau und wissenschaftlich. Ein Buch, ... das in jede Bibliothek gehört.« Bücherschau

»Es soll gar nicht verhehlt werden, dass dieses Buch wissenschaftlichen Anspruch hat, dass es deshalb viel ›Apparat‹ mitschleppen muss, aber niemand muss es auswendig lernen. Das Vergnügen an der Lektüre sind die Schneisen, die Solms quer durch das Dickicht der Fachliteratur schlägt. In ihnen wandern wir sehr vergnügt in hellem Licht.« Tagesanzeiger

»Entstanden ist der Band auf der Grundlage verschiedener Vorträge, die Solms u.a. auf Kongressen der EMG (Europäische Märchengesellschaft) gehalten hat ... Was ihn vor vielen anderen Veröffentlichungen zu Märchen auszeichnet, ist einerseits die konsequente Bezugnahme auf ein geschlossenes, sorgfältig untersuchtes Korpus und andererseits der ebenso konsequente Verzicht auf Spekulationen zurück bis in archaische Zeiten.« Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde

»... bei aller Wissenschaftlichkeit ist das Buch spannend zu lesen, auch dort gut verständlich, wo die Materie komplex wird und andere sich in ein mühsames Fachchinesisch flüchten ... das wichtige Grundlagenbuch gehört in die Hand eines und einer jeden, der oder die sich mit Grimms Märchen – besonders auch in der Schule – beschäftigt und kritisch auseinandersetzen will.« Deutschunterricht

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