Nachrichtendialog Display Update Message Produktvergleichsdialog
»Abends auf den Helikon«
+ / - Mauszeiger für Vergrößerung/Verkleinerung über Abbildung bewegen
Fertig, Ludwig

»Abends auf den Helikon«

Dichter und ihre Berufe von Lessing bis Kafka

Bestellnummer: B126920

Hardcover

Buch

Erscheinungsdatum: 21. Februar 1996

Sofort lieferbar

  •  » drucken
Bild vergrößern
Mitglieder 24,90 €
Nichtmitglieder 34,90 €

Beschreibung

1996. VI, 359 S., 18 Abb., geb. mit SU.

Programmlinie: Wissen Sachbuch

Ob Schulmeister, Pfarrer, Mediziner oder Jurist – die Brotberufe von Schriftstellern des 18. bis 20. Jahrhunderts werden in Publikationen meist nur kurz gestreift. Ludwig Fertig unternimmt es zum ersten Mal, die bürgerliche Existenz deutscher Autoren näher zu beleuchten und diese in ihren Brief- oder Tagebuchaufzeichnungen weitgehend selbst zu Worte kommen zu lassen. Entstanden ist ein wichtiger Beitrag zur Sozialgeschichte der deutschen Literatur.


  • ISBN: 9783534126927
  • Auflage: 1
  • Hardcover
  • Sprache: Deutsch

Porträt

Ludwig Fertig, geb. 1937, seit 1971 Professor für Pädagogik an der Technischen Hochschule in Darmstadt.

Beschreibung

Ludwig Fertig beleuchtet anhand von biographischem Material bekannter deutscher Schriftsteller, vor allem Tagebuchnotizen und Briefen, deren bürgerliche Berufsexistenz und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sozialgeschichte der deutschen Literatur. Der Leser lernt dabei zahlreiche bedeutende Autoren, deren literarische Werke ihm vertraut sind, von einer ganz anderen Seite kennen: ob als Bibliothekar, Schulmeister, Kaufmann, Landwirt, Jurist, Pfarrer, Mediziner ... – vielfältig sind die ›Doppel-Leben‹ und ganz individuell die Versuche der Autoren, die oft weit auseinander liegenden Sphären miteinander zu versöhnen.

Ein historischer Streifzug, der – ausgehend von den Biographien der Autoren – das Spannungsverhältnis zwischen Dichterberuf und bürgerlicher Existenz in immer neuen Facetten erscheinen lässt: Mal bedeutet die Verstrickung in die Anforderungen des Berufsalltags in der prosaischen Welt mehr eine Behinderung des Schaffens, eine leidige Fessel. Manch einer empfindet sie jedoch auch als Befruchtung des literarischen Werks und als produktive Möglichkeit eine Thematik, die auch zeitgenössischen Autoren nicht fremd sein dürfte.

Das Lob der Presse

»Ludwig Fertig übernimmt günstigerweise in seinem Buch die Rolle des Moderators. Er verbindet und organisiert, lässt aber ansonsten so weit es nur geht die Dichter selbst sprechen, indem er ausführlich aus Briefen und Tagebüchern zitiert, die immer wieder das Problem der Doppelexistenz darstellen ... dieses Buch (räumt) mit dem weit verbreiteten Vorurteil auf, dass Dichter verträumte, lebensuntüchtige Schwärmer seien, die abgehoben in einer Phantasiewelt lebten. Sie alle haben sich aber durchs Leben geschlagen, ob erfolgreich oder erfolglos, ob als Lehrer, Jurist, Mediziner oder Pfarrer. Und selbst noch das Scheitern zeigt, dass der dichterische Sinn von der Wirklichkeit nicht nur betroffen ist, sondern auch sie noch durchdringt.« Radio Bremen

»Ludwig Fertig lässt rund 100 Dichter in ihren Berufsschicksalen Revue passieren. In seinem humorvoll-liebenswürdigen Buch stellt er das literaturwissenschaftliche Kardinalthema ›Dichterberuf und bürgerliche Existenz‹ rigoros vom ›Kopf‹ der dichterischen Werke auf die ›Füße‹ der Berufsexistenz seiner exemplarischen Fälle, wobei er so nebenbei manches falsch oder schief kolportierte Urteil, falsche Daten und Fakten korrigiert. Den oft subjektiven Dichteraussagen aus Rechtfertigungsdrang, Empfindungen und Empfindlichkeiten, Absichten und Polemik stellt Ludwig Fertig in anekdotischer, humorvoll-trockener Kommentierung die nachweisbaren Tatsächlichkeiten gegenüber ... Das geordnete Potpourri dichterischer Berufsexistenz aus zwei Jahrhunderten verschafft dem Leser ständig Aha-Erlebnisse, neue Einsichten und Kenntnisse. Vor allem aber weckt es Vergleiche, Nachdenklichkeiten über Bleibendes und Vergangenes, Gewinne und Verluste im ständig neuen Spiel des Menschlich-Allzumenschlichen.« Welt am Sonntag

»›Abends auf den Helikon‹ - auf den klassischen Ort des Pegasus also - nennt der Darmstädter Pädagogik-Professor Ludwig Fertig sein Buch über die Berufe der Dichter von Lessing bis Kafka. Fasziniert vom häufigen Widerspruch zwischen Leben und Kunst berichtet er über die mehr oder weniger entlegenen Berufe, die Schriftsteller ergriffen haben, um ihrer selbstgewählten Schreibarbeit nachgehen zu können ... Ludwig Fertig hält sich an die biographischen Fakten. Sein Buch ist außerordentlich materialreich, voller Zitate aus Briefen, Autobiographien und literarischen Texten. Es bewegt sich auf der Höhe der veröffentlichten Quellen und ist sicherlich mit Lust geschrieben. Auf die Frage, was die gespaltene Existenz für so viele Schriftsteller bedeutet hat und warum so wenige sich auf den Schreibberuf verlassen konnten, ist keine allgemeine Antwort möglich. Einige gaben sich zufrieden, viele litten und nur wenige wie der junge Anatom Georg Büchner (›am Tage mit dem Skalpell und die Nacht mit den Büchern‹) ließen ihr Doppelleben produktiv werden.« Darmstädter Echo

»Dichten allein kann glücklich machen - in den wenigsten Fällen jedoch vermögend. Dass viele Schriftsteller eine Doppelexistenz führen mussten, um sich den Luxus des Schreibens erlauben zu können ist kein Klischee. Hin und hergerissen zwischen einer bürgerlichen Existenz und dem Künstlertum empfanden die Schriftsteller ihr Leben als Martyrium, als einen Kampf gegen die profane Realität. Man denke nur an den leidenden Versicherungsvertreter Franz Kafka oder den Arzt Gotfried Benn. Wie konnten sie nur diesen Zwiespalt ertragen? In ›Abends auf den Helikon‹ schildert Ludwig Fertig das Doppelleben deutscher Schriftsteller der letzten drei Jahrhunderte. Es ist ein biographischer Streifzug durch die deutsche Literaturgeschichte, der einem das Werk und die Persönlichkeit vieler bekannter Literaten näherbringt, gleichzeitig auch die Allgemeinbildung auffrischt. Denn nebenbei erfährt man, dass E. T. A. Hoffmann Regierungsrat war, Lessing als Bibliothekar gearbeitet hat und selbst Thomas Mann das Angestelltendasein nicht fremd war.« Semester Tip

Kundenbewertungen

Ihre Anforderung wird momentan verarbeitet.