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Europäisches Städtewesen und Bürgertum
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Pitz, Ernst

Europäisches Städtewesen und Bürgertum

Von der Spätantike bis zum hohen Mittelalter

Bestellnummer: B105338

Hardcover

Buch

Erscheinungsdatum: 11. September 1991

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Beschreibung

1991. XIII, 423 S., geb. mit SU.

Programmlinie: Forschung

Ernst Pitz unternimmt eine umfassende vergleichende Betrachtung europäischer Stadtentwicklung und der Entstehung des europäischen Bürgertums. Seine sozial- und verfassungsgeschichtliche Darstellung spannt einen weiten geographischen und thematischen Bogen und zeigt in drei großen Kapiteln die spätantiken Grundlagen, die frühmittelalterlichen Voraussetzungen und die ersten Erfolge der Durchsetzung städtischer Freiheiten im ausgehenden 11. und beginnenden 12. Jh. Dabei gelingt es ihm, die umfa...


  • ISBN: 9783534105335
  • Auflage: 1
  • Hardcover
  • Sprache: Deutsch

Beschreibung

In der mittelalterlichen Geschichte des europäischen Bürgertums verbergen sich die Keime für die Entfaltung des dritten Standes, wie man später in der Neuzeit sagte. Während das europäische Städtewesen als Siedlungsform bis in die römische Zeit zurückreicht, formierte sich jenes Bürgertum in West- und Mitteleuropa seit dem 11. Jahrhundert in dem Maße, wie sich Kaufleute und Gewerbetreibende persönliche Freiheit und Teilnahme an der zuvor vom Stadtadel getragenen Selbstverwaltung erkämpften. Diese Selbstverwaltung war in den romanischen Ländern in der Spätantike während des Zerfalls des römischen Kaiserreiches als formlose Praxis entstanden, das Wirtschaftsbürgertum dagegen entsprang dem neuen, den europäischen Norden und Osten einschließenden Fernhandelssystem, das sich seit dem frühen Mittelalter ausbildete. Die europäischen Länder bis hin nach Skandinavien, Russland und Byzanz nahmen in sehr verschiedener Weise an diesen Vorgängen teil. Die Beobachtung der Unterschiede gibt Aufschluss über die treibenden Kräfte, die in der Stadtgeschichte wirksam geworden sind. Geerbt hat Europa mit dem spätantiken Flächenstaat die Stadt als zentralen Ort, als zivilen, militärischen und kirchlichen Verwaltungsmittelpunkt. Zum antiken Erbe gehörte ferner ein Grundbestand an Techniken, von den gewerblichen Fertigkeiten bis hin zum administrativen Verfahren – und zum antiken Erbe gehörte vor allem das Christentum: als kirchliche Organisation und als Lehre.

Das Lob der Presse

»Wie hat sich das äußere Erscheinungsbild der Stadt von der Spätantike bis zum hohen Mittelalter gewandelt? In welchem Umfang übten Gesellschaftsformen, Wirtschaftsweisen und Rechtsverhältnisse Einfluss auf die Bildung der ›europäischen‹ Stadt aus? Welche Bedeutung erlangten Zeit und Raum? Was konnten das europäische Städtewesen und Bürgertum als Erbe der Antike übernehmen? Diese Fragen sind Gegenstand der Untersuchung von E. Pitz ... Der Versuch, eine Übersicht über das europäische Städtewesen in seiner Gesamtheit statt weiterer Detailstudien vorzulegen, darf als gelungen gelten. Die vorliegende Untersuchung erreicht ihr Ziel, den Leser auf vieles hinzuweisen, was einer vertiefenden Analyse lohnenswert ist.« Die alte Stadt

»Die Gliederung des Werkes nach großen Zeitabschnitten war naheliegend. Das erste Kapitel ist dem Zeitalter der Völkerwanderungsreiche gewidmet, dem 5., 6. und 7. Jahrhundert, also auch dem Merowingerreich. Städte gab es damals in Europa nur auf dem Boden des früheren römischen Reiches, noch nicht in den übrigen Teilen. Am Ende dieser Periode begegnen wir einer Frühform der europäischen Stadt, deren Weiterentwicklung und Schicksal Pitz im zweiten Kapitel behandelt, das als ›Zeitalter des Karolingerreiches‹ ausgewiesen ist. Es ist der zweiten Hälfte des 8. und dem 9. Jahrhundert zugedacht. Frühformen von Städten tauchen jetzt außerhalb der Grenzen des frühen römischen Reiches auf, sie sind in das nordeuropäische Fernhandelssystem eingebunden und finden sich ebenso in Osteuropa bis hin zum Schwarzen Meer. Im dritten und letzten Abschnitt, den Pitz »Die sächsisch-salische Kaiserzeit« nennt, umreißt er den Zeitraum des 10. bis zum frühen 12. Jahrhundert. In ihm schildert er die Entstehung der mittelalterlichen Stadt im eigentlichen Sinne ... Die Leistung von Ernst Pitz hat sehr beeindruckt. Seine Sicht der Abläufe lässt klar erkennen, dass es in seiner Arbeit Schwerpunkte gibt, die ihm eine meisterliche Gestaltung und Formulierung erlaubten. Dies allein berechtigt dazu, seiner Darstellung beizupflichten und ihr weite Verbreitung zu wünschen.« Zeitschrift f. bayerische Landesgeschichte

»An die große deutsche Tradition der vergleichenden Geschichtsbetrachtung anknüpfend widmet sich der Verfasser der schwierigen wie anspruchsvollen Aufgabe einer vergleichenden sozial- und verfassungsgeschichtlichen Darstellung des europäischen Städtewesens. Seine Untersuchungen setzen vornehmlich im 5. Jh. ein und enden im ersten Viertel des 12. Jh. Sie lassen weder das Gebiet des Byzantinischen Reichs noch des städtelosen bzw. städtearmen Europas aus ... Das Buch wird der eingangs genannten Absicht des Verfassers gerecht. Es führt hinein in das Verstehen des europäischen Städtewesens, gewährt einen instruktiven Überblick«. Zeitschrift f. Geschichtswissenschaft

»Gewinn, Ausbau und Sicherung der Freiheit mittelalterlicher Städte waren ... von Anfang an ein Gegenstand mediaevistischer Forschung und entsprechend umfangreich ist die Literatur. So ist es denn mehr als begrüßenswert, wenn der Versuch gewagt wird, in einer überschaubaren Darstellung die gesicherten Erkenntnisse zusammenzutragen.

Ernst Pitz ist dieser Versuch gelungen. In einer weit ausholenden vergleichenden sozial- und verfassungsgeschichtlichen Darstellung beschreibt er die früh- und hochmittelalterliche Stadtwerdung und spürt dabei in drei großen Abschnitten den spätantiken Grundlagen, den frühmittelalterlichen Voraussetzungen und den ersten Erfolgen einer Durchsetzung städtischer Freiheiten im ausgehenden elften und beginnenden zwölften Jahrhundert nach.« FAZ

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