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Das Libretto
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Gier, Albert

Das Libretto

Theorie und Geschichte einer musikoliterarischen Gattung

Bestellnummer: B239313

Hardcover

Buch

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Beschreibung

Sonderausgabe der 1. Auflage 1998. IX, 338 S., kart.

Programmlinie: Wissen Fachbuch

In dieser ersten umfassenden Untersuchung zum Operntext aus literaturwissenschaftlicher Perspektive werden repräsentative Beispiele besprochen und analysiert, die für wesentliche Stationen der rund 400-jährigen Operngeschichte stehen. Zunächst bestimmt der Autor die wesentlichen Merkmale des Librettos und seinen Platz im System der literarischen Gattungen, dann zeigt er Tendenzen der Librettoforschung und Perspektiven künftiger Arbeiten auf. Der umfangreiche – 19 Kapitel umfassende – histori...


  • ISBN: 9783534239313
  • Seitenzahl: 348
  • Auflage: 1
  • Hardcover
  • Sprache: Deutsch

Porträt

Albert Gier, geb. 1953, studierte Romanistik, Germanistik und Mittellateinische Philologie in Bonn, Promotion 1976, Habilitation 1984 in Heidelberg, 1985 – 87 Prof. für Romanische Philologie in Heidelberg, 1987 – 88 in Frankfurt a.M., seit 1988 in Bamberg. Arbeitsschwerpunkte: Opern- und Operettenlibretti, Musik in der Literatur u.a.

Beschreibung

Ohne Libretto keine Oper: Der Text ist die Grundlage, die Musik und Theater erst möglich macht. Gute Libretti – sie sind zahlreicher, als gängige Vorurteile wahrhaben wollen – wie schlechte sind Teil der Literatur, denn sie bestehen aus Wörtern, nicht aus Tönen. Dieses Buch ist die erste umfassende Untersuchung zum Operntext aus literaturwissenschaftlicher Perspektive; repräsentative, eingehend besprochene Beispiele stehen für wesentliche Stationen der rund 400-jährigen Geschichte der Oper. So werden einerseits Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern und epochentypische Entwicklungen deutlich, andererseits zeichnet sich eine in ihren Grundzügen erstaunlich konstante Dramaturgie ab, die für Opern- wie Operettenlibretti, Musikdramen im Sinne Wagners und sogenannte Literaturopern gleichermaßen verbindlich ist. Während im klassischen Drama die Verkettung der Geschehnisse und Situationen entscheidend ist, sind im Libretto (ähnlich wie z.B. im Epischen Theater Brechts) die Einzelelemente (Musiknummern, Szenen, Bilder ...) weitgehend selbständig; die Zeit fließt nicht gleichförmig, sie kann angehalten (oder beschleunigt) werden. Die Textstruktur ist von Kontrasten zwischen Figuren, Situationen, Ideen o.ä. geprägt. Im kürzeren allgemeinen Teil dieses Buches werden die wesentlichen Merkmale des Librettos und sein Platz im System der literarischen Gattungen bestimmt und die Tendenzen der Libretto-Forschung und Perspektiven künftiger Arbeit aufgezeigt. Der umfangreichere historische Teil stellt in 19 Kapiteln wesentliche Entwicklungen von 1598 bis zur Gegenwart vor allem in Italien, Frankreich und Deutschland, aber auch in England und den osteuropäischen Ländern dar; ein Kapitel ist der Operette gewidmet. Genauer analysiert werden mehr als vierzig Libretti, darunter zahlreiche Werke des gängigen Opernrepertoirs.

Das Lob der Presse

»Libretto bedeutet im Italienischen ›kleines Buch‹, meist nur 10 mal 15 Zentimter groß, das im 17. und 18. Jahrhundert als Programmheft diente und mit einer kurzen Inhaltsangabe und dem Text versehen war. Da die Oper bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hell erleuchtet blieb, konnte ein interessierter Zuhörer den Text bequem mitlesen ... Ein lesenswertes Buch für Opernliebhaber, die tiefer in diese Materie eindringen wollen.« Wochenzeitung für Politik und Kultur

»In insgesamt neunzehn Schritten analysiert Albert Gier markante Beispielfälle aus vier Jahrhunderten, bis in die Gegenwart ... Giers methodisches Ziel ist die Etablierung einer ›Librettologie‹, die als Gattungsforschung Teildisziplin der Literaturwissenschaft ist ... In seiner Perspektive, und das ist die gleichsam von Natur bevorzugte der romanischen Philologie, hat Albert Gier mit seinem Versuch, ›eine spezifische Poetik und Dramaturgie des Librettos‹ zu ermitteln, eine Art von Durchbruch erzielt.« Neue Zürcher Zeitung

»Ein umfangreiches wissenschaftliches Werk, das die Spannung der Dramen in sich trägt«. Kärntner Kirchenzeitung

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