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Der deutsche Napoleon-Mythos
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Beßlich, Barbara

Der deutsche Napoleon-Mythos

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Beschreibung

Sonderausgabe der 1. Aufl. 2007. 504 S., kart.

Programmlinie: Forschung

Napoleon – Heros oder Tyrann? Barbara Beßlich schreibt eine Literaturgeschichte des deutschen Napoleon-Mythos von 1800 bis 1945. Über 1848 hinaus wird dargestellt, wie Napoleon nicht mehr wie in der Zeit der Befreiungskriege als Nationalfeind gilt, sondern allmählich identifikatorisch auf Deutschland bezogen wird. Wie mit Napoleon-Texten nach 1933 über Hitler debattiert wird, zeigt ein eigenes Kapitel.


  • ISBN: 9783534263943
  • Auflage: Sonderausgabe der 1. Aufl.
  • Broschur
  • Sprache: Deutsch

Porträt

Barbara Beßlich, geb. 1970, studierte Geschichte und Germanistik und habilitierte sich mit der vorliegenden Studie. 2006 erschien ›Wende des Erinnerns? Geschichtskonstruktionen in der deutschen Literatur nach 1989‹ (zus. mit Katharina Grätz und Olaf Hildebrand); 2000 erschien von ihr bei der WBG ›Wege in den ›Kulturkrieg‹. Zivilisationskritik in Deutschland 1890 – 1914‹.

Beschreibung

Die einen sahen in Napoleon den Befreier und Schöpfer des modernen Europa, anderen erschien er als Tyrann, dessen Feldzüge Hunderttausende das Leben kosteten. Über 1848 hinaus spielte der Napoleon-Mythos eine bedeutende Rolle in der deutschen Kultur. Aus dem Nationalfeind der Befreiungskriege wurde erst ein Held des Liberalismus, schließlich sogar eine nationale Identifikationsfigur im frühen 20. Jahrhundert. Dabei wurde diese nationale Identifikation durch einen identifikatorischen Dichtermythos vorbereitet. Wie mit literarischen Napoleon-Texten nach 1933 über Hitler debattiert wurde, zeigt ein eigenes Kapitel in Barbara Beßlichs Literaturgeschichte des deutschen Napoleon-Mythos von 1800 bis 1945. Die Arbeit erschließt bisher unbekannte Quellen und deutet Leittexte (etwa von Heine, Grabbe und Nietzsche) neu. Im Spiegel Napoleons erscheinen die unterschiedlichsten poetologischen und politischen Einstellungen von Schriftstellern wie Hölderlin, Kleist und Goethe über George bis zu Thomas Mann.

Das Lob der Presse

»Nicht nur einzelne Autorenphilologien werden von Beßlichs Erkenntnissen profitieren, vieles ergänzen können, manch Tradiertes auch revidieren müssen, sondern eröffnet ist jetzt auch die Chance für eine vergleichend angelegte Untersuchung der europäischen oder doch zumindest der französischen und deutschen Napoleon-Mythisierung ... Dafür hat Barbara Beßlich mit ihrer großen Studie nicht nur die Basis geschaffen, sondern durch den Einbezug vieler französischer, italienischer und englischer Texte bereits mehr als nur einen ersten Forschungsschritt getan.« IASLonline

»Barbara Beßlich ist es mit ihrer Darstellung gelungen, einen fast vergessenen Aspekt der deutschen Ideologiegeschichte zu erhellen. Das ist nicht das geringste Verdienst, das man an einer akademischen Arbeit rühmen kann.« Süddeutsche Zeitung

»Großartige, von enormer Kenntnis gespeiste und analytisch ... exzellente Darstellung.« Lesart

»Das Bestechende an dieser so ausgesprochen materialreichen Studie ist, dass die Autorin nie den sprichwörtlichen Wald vor lauter Bäumen aus den Augen verliert. Ihr mythentheoretischer Ansatz ist reflektiert; sie diskutiert ihn ausführlich in der Einleitung. Ihr geht es nicht darum, alle sieben Mythos-Begriffe ... am Beispiel der Literatur über Napoleon anzuwenden. Im Zentrum ihrer Studie steht die Mythisierung einer historischen Person, steht das Interesse daran, die Funktionsweisen und die Rhetorik einer solchen Mythisierung mit ihren Rückgriffen auf vorhandene mythische Muster zu konturieren, wobei auch die performativer Kraft dieser auf Wirkung bedachten Literatur evident wird.« German Studies Review

»Zugegeben, dies ist die beste Arbeit, die je zu diesem Thema geschrieben worden ist.« Monatshefte

»Eine glänzende neue Studie über den literarischen deutschen Napoleon-Mythos.« Neue Politische Literatur

»Es ist das Verdienst der historisch erfahrenen Literaturwissenschaftlerin Barbara Beßlich, mit dieser Arbeit ein interessantes Phänomen erforscht zu haben, das bisher sowohl von den Germanisten als auch den Historikern vernachlässigt worden war. Wer sich in Zukunft mit der Frage des Fortlebens des Napoleon-Mythos und der Napoleon-Bewunderung in Deutschland befassen will, wird von dieser Untersuchung seinen Ausgang nehmen müssen.« Historische Zeitschrift

»Barbara Beßlich ist eine großartige, von enormer Kenntnis gespeiste und analytisch so exzellente Darstellung gelungen.« Forum Vormärz Forschungen, Jahrbuch 2007

»Die auf Vollständigkeit bedachte Monographie hält die Waage zwischen intensiver Textinterpretation und Übersicht gebender Zusammenfassung, so dass sie sich auch als nützliches Nachschlagewerk präsentiert.« Germanistik

»Die äußerst sorgfältige, detailreiche Studie beleuchtet einen bisher wenig beachteten Aspekt deutscher Kulturgeschichte und bietet einen umfassenden Einblick in eineinhalb Jahrhunderte deutscher historischer Mythologie.« Westfälische Forschungen

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