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Die völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich
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Puschner, Uwe

Die völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich

Sprache – Rasse – Religion

Bestellnummer: B15052X

Hardcover

Buch

Erscheinungsdatum: 06. Juni 2001

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Beschreibung

2001. 464 S. mit 39 s/w Abb. und 5 Tab., geb.

Programmlinie: Forschung

Das Gedankengut der völkischen Bewegung, von der direkte Verbindungslinien zum Nationalsozialismus führen, bildete sich nicht erst in der Weimarer Republik aus. Es war bereits lange vor dem Ersten Weltkrieg vollständig ausgeprägt. Uwe Puschner stellt die vielfältigen Varianten dieses Phänomens vor 1914 dar. Seine materialreiche Studie schließt eine Lücke, denn die Frage nach den Verbindungslinien zwischen dem Nationalsozialismus und der völkischen Bewegung lässt sich ohne Rückgriff auf die Z...


  • ISBN: 9783534150526
  • Auflage: 1
  • Hardcover
  • Sprache: Deutsch

Porträt

Uwe Puschner lehrt Neuere Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die völkische Bewegung. Gemeinsam mit W. Schmitz und J. H. Ulbricht ist er Herausgeber des ›Handbuches zur ›völkischen Bewegung‹ 1871 – 1918‹ (München 1996). Weitere Veröffentlichungen sind erschienen zur Handwerksgeschichte, zur Geschichte der Juden in Deutschland sowie zur Leser- und Rezeptionsgeschichte.

Beschreibung

Die völkische Bewegung gilt allgemein als unmittelbare Vorläuferin des Nationalsozialismus. Der Nationalsozialismus vereinnahmte das Adjektiv »völkisch«, bediente sich vieler Elemente der völkischen Weltanschauung und griff auf ihre Symbole zurück. Die Forschung beschäftigt sich mit der völkischen Bewegung meist nur im Zusammenhang mit der Weimarer Republik, tatsächlich jedoch existierte sie bereits lange vor dem Ersten Weltkrieg, und auch ihre Weltanschauung war vorher bereits vollständig ausformuliert.

Uwe Puschner hat eine Gesamtuntersuchung dieses Phänomens geschrieben. Er gibt einen Überblick über die vielfältigen völkischen Strukturen im Deutschen Reich vor 1914 und analysiert die gemeinsamen Elemente ihrer Ideologie, ihrer politischen Forderungen und ihrer kulturellen Handlungsweisen. Er stellt die völkische Bewegung in Verbindung mit der Genese ihrer Weltanschauung dar: ›Sprache‹, ›Rasse‹ und ›Religion‹ sind die drei Schlüsselbegriffe innerhalb der völkischen Weltanschauung. Sie beschreiben das Koordinatensystem, in dem die völkische Bewegung angesiedelt war, und bilden auch das Koordinatennetz von Puschners Untersuchung, wobei das Kapitel »Rasse« etwa die Hälfte des gesamten Textes ausmacht, ist doch die völkische Rassenideologie der Generalschlüssel zum Verständnis von völkischer Weltanschauung und Bewegung.

Das Lob der Presse

»Wer in die Ideengeschichte der Zeit eintauchen will, findet in Uwe Puschners großer Studie über die völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich gut sortiertes Material in Fülle. Beherzt ist der Autor in den ›präfaschistischen Dschungel um 1900‹ (Jost Hermand) vorgedrungen: Puschner hat es nicht bei der Lektüre der üblichen Verdächtigen wie Lagarde, Gobineau und Chamberlain belassen, sondern hat Wege durch das dichte Unterholz von Publizistik und Literatur geschlagen ... Für die beschwerliche Reise durch die Vielzahl der Vereine und Programme der Völkischen gibt es in Zukunft einen verlässlichen Baedecker: ›den Puschner‹.« Süddeutsche Zeitung

»Uwe Puschner beschreibt nun die völkische Bewegung in überzeugender Weise als eigenständiges Phänomen, ohne hierbei der Gefahr apologetischer Tendenzen zu erliegen. Der Autor zeichnet die Gedankengänge zentraler Protagonisten möglichst authentisch nach.

Puschner sieht in ›Sprache‹, ›Rasse‹ und ›Religion‹ Schlüsselbegriffe, die das Koordinationssystem der völkischen Weltanschauung beschreiben. Mit Hilfe dieser Begriffe analysiert er die geistigen Wurzeln und das verwirrende Spektrum der völkischen Organisationen. Im gleichsam sakral überhöhten Rassegedanken erblickt Puschner zutreffend das ›Password‹ zum Verständnis der völkischen Weltanschauung; dem Primat der Rasse gegenüber blieb der völkische Antisemitismus stets untergeordnet.

Der Autor zeichnet ein überaus differenziertes Bild der völkischen Bewegung. Die Brüche der Bewegung werden hierbei deutlich.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Die vorliegende Studie bietet mit ihrem Materialreichtum jedem Historiker vielfältige Belege, dass die völkische Bewegung sich nicht erst in der Weimarer Republik entwickelte. Das Buch sollte auch von Geschichtslehrern als Quelle genutzt werden, um den nachwachsenden Schülergenerationen die Erkenntnis zu vermitteln, dass der Nationalsozialismus nicht wie eine Naturkatastrophe über die Deutschen kam, sondern dass dessen Grundlage bereits im Kaiserreich gelegt wurde.« Das Parlament

»Nie zuvor ist mit solcher Gründlichkeit, so viel Belesenheit und so viel Detailkenntnis das schier unübersehbare Feld der völkischen Publizistik durchpflügt worden, nirgendwo sonst findet man eine so umfassende Darstellung der oft ins Bizarre gehenden Ambitionen und Projekte dieses Lagers, nirgends einen auch nur annähernd vergleichbaren Überblick über seine zahlreichen Institutionen und Organe. Hier ist Pionierarbeit geleistet worden, auch und gerade in der Analyse der bisweilen beträchtlichen weltanschaulichen Differenzen, die der Bewegung ein hohes Maß an Inhomogenität verliehen haben. Beliebte Klischees wie dasjenige vom Antimodernismus der Völkischen, ihrer angeblichen Wissenschafts-, Technik- und Industriefeindschaft werden von Puschner ebenso widerlegt wie die weithin gängige Reduktion auf radikalen Antisemitismus. Kurzum, dies ist die erste wissenschaftlichen Standards entsprechende Geschichte der völkischen Bewegung des Kaiserreichs.« Neue Zürcher Zeitung International

»Die Geschichtsforschung konzentrierte sich meist auf die Weimarer Republik; tatsächlich hatte die völkische Bewegung ihren Ursprung und Höhepunkt bereits vor 1914, wie Uwe Puschner in seiner äußerst gründlichen und gut lesbaren Habilitationsschrift ›Die völkische Bewegung im Wilhelminischen Kaiserreich‹ schlüssig belegt. Der Autor hat damit eine bedeutende Forschungslücke geschlossen.« Main-Echo

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