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Die Universität muss sich wehren
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Morkel, Arnd

Die Universität muss sich wehren

Ein Plädoyer für ihre Erneuerung

Bestellnummer: B247882

Broschur

Buch

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Beschreibung

Sonderausgabe der 1. Auflage 2000. XII, 181 S., kart.

Programmlinie: Wissen Sachbuch

Wie kein anderes Gesetz vor ihm räumt das aktuelle Hochschulrahmengesetz mit allen Vorstellungen auf, die auch nur im Entferntesten an die traditionelle Universität erinnern. Wie kein anderes Gesetz zuvor öffnet es die Universität den Belangen der Wirtschaft, liefert sie dem Primat des Nützlichen aus und begibt sich auf die Seite derer, die in der Universität eine Art höherer Berufsschule sehen. Arnd Morkel tritt mit seiner Streitschrift gegen den ›drohenden Ruin der Universität‹ an: Engagie...


  • ISBN: 9783534247882
  • Seitenzahl: 196
  • Auflage: 1
  • Broschur
  • Sprache: Deutsch

Porträt

Arnd Morkel, geb. 1928, emeritierter Professor für Politikwissenschaft, war zwölf Jahre Präsident der Universität Trier. In zahlreichen Abhandlungen setzt er sich seit vielen Jahren kritisch mit Hochschulfragen auseinander.

Beschreibung

Seit geraumer Zeit haben Politik und Wirtschaft die Universität als ›Problemfall‹ entdeckt. Fürsorglich, wie sie nun einmal sind, fühlen sie ihr den Puls, diagnostizieren erhebliche Ausfallerscheinungen, verschreiben eine Therapie und versprechen, sie damit fit fürs 21. Jahrhundert zu machen. Die Programme, die sie vorschlagen, sind technokratisch: Die Universitäten sollen sich ihre Studenten selbst aussuchen; sie sollen kürzere, praxisbezogene Studiengänge einführen, miteinander in Wettbewerb treten und ihre Leitungsstruktur der Wirtschaft anpassen. Unaufhörlich fordern sie, die Effizienz der Universitäten zu verbessern, vernachlässigen dabei jedoch die Frage, worin der eigentliche Zweck der Universität besteht und woran Organisation, Struktur und Leistungsfähigkeit zu messen sind. Mit Hilfe vieler Beispiele arbeitet Arnd Morkel die Schwächen des neuen Hochschulrahmengesetzes heraus und entwirft ein tragfähiges ›Gegenkonzept‹: Die Universität muss eine klare Vorstellung von sich selbst und ihrer Aufgabe haben und ihr eigenes Ethos entwickeln. Sie muss auf der Schule aufbauen, sich gesundschrumpfen, mit anderen Universitäten konkurrieren und ihre Verfassung verteidigen.

Das vorliegende Buch berücksichtigt alle wichtigen Aspekte der aktuellen Reformdiskussion.

Das Lob der Presse

»Nicht jedes Buch liest man auf einmal durch, schon gar nicht Bücher über Bildungspolitik. Es gibt aber Bildungspolitiker, die große Zusammenhänge herzustellen verstehen, die klug, manchmal sarkastisch und stets skeptisch sind und sehr lesbare, manchmal sogar spannende Bücher schreiben können. Arnd Morkel hat so ein Buch geschrieben ... Das Buch ist eine Streitschrift gegen die Mittelmäßigkeit, gegen die Technokratie und gegen die Anmaßung, immer schlichtere Fragestellungen zu Wissenschaften aufzublasen. Es sollte daher Pflichtlektüre für alle werden, denen der Ruin unserer Universitäten noch abwendbar scheint, denn, um es mit Morkel zu sagen: ›Wir brauchen einen Eklat. Nur er mag Aufmerksamkeit zu erregen und zu mobilisieren.‹ Das ist diesem Buch zu wünschen.« Die Welt

»Arnd Morkels Buch gehört, nach meinem Urteil zu den wichtigsten und klügsten und hilfreichsten Schriften zu den gegenwärtigen Problemen und Entwicklungstendenzen unseres Universitätswesens. Man wünscht es sich in die Hände aller, die für die Gegenwart und Zukunft der deutschen Universität Verantwortung tragen: der Bildungspolitiker, der Bildungsverwalter in den Ministerien und selbstredend der Professoren und Studenten, sofern sie über ihre speziellen Interessen hinausgehend für die umfassende Frage nach der ›Idee der Universität‹ überhaupt noch zu interessieren sind ... Die eigentliche Leistung Professor Morkels ist darin zu sehen, wie er die gegenwärtige Situation wahrnimmt und einbezieht, wie er das Pro und Contra der vollzogenen und geplanten Veränderungen und Reformen diskutiert: stets fair und ohne billige Polemik, ohne die Attitüde des Besserwissenden und zugestandenermaßen ohne den Anspruch, etwas bewirken zu können… Morkel weiß, dass bloßes Neinsagen zu Fehlentwicklungen nicht ausreicht, dass es unerlässlich ist, die eigenen Ziele und Maßstäbe der Universität zu klären und kraftvoll zu vertreten. Hier fällt sein heute schon mutig anmutender Satz: ›Wir müssen in die Offensive gehen‹. Doch dies macht nur Sinn und verspricht Erfolg nur dann, wenn wir eine für unsere Zeit brauchbare und überzeugende Antwort auf die Frage nach der heutigen Idee der Universität finden. Dafür liefert sein anregendes, geistvolles und von reicher Erfahrung gesättigtes Buch eine gute Grundlage.« Kurt Sontheimer, in: Forschung & Lehre

»Anlass für das angezeigte Buch, eine Streitschrift, ist das ›Vierte Gesetz zur Änderung des Hochschulrahmengesetzes‹ vom Juni 1998, das Morkel für ruinös hält: Wie kein anderes Gesetz vor ihm öffne es die Universität den Belangen der Wirtschaft. Liefere sie dem Primat des Nützlichen aus und schlage sich auf die Seite derer, die in der Universität eine Art höherer Berufsschule sehen. Statt wie andere zu resignieren, möchte Morkel den drohenden Ruin angehen, indem er neun Thesen entwickelt, die ihm für eine Erneuerung der Universität geeignet erscheinen ... In den Begründungen zu den ... Thesen bietet Morkel eine gründliche und zugleich umfassende Analyse der deutschen Hochschulmisere. Im Gegensatz zu manchen anderen Äußerungen auf diesem Gebiet zeichnen sich die Darlegungen Morkels durch Realitätsnähe und Kompetenz aus, die auf persönlichen Erfahrungen beruhen. Alle in der Vergangenheit und Gegenwart virulenten Probleme werden hinreichend behandelt, wie etwa die Oberstufenreform, Bachelor- und Masterabschlüsse, der Unterschied von Universität und Fachhochschule, die leistungsabhängige Besoldung und Hochschulräte ... Zu wünschen bleibt, dass die eindringliche Botschaft dieses Buches innerhalb und außerhalb der Universität Gehör und Beachtung findet.« Freiheit der Wissenschaft

»... bei dem Werk (handelt es sich) um einen wichtigen Beitrag, der wertvolle Anstöße zur Diskussion über die Hochschulreform bietet.« Wissenschaftsrecht

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