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Der Ring des Nibelungen
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Anna-Amalia-Bibliothek Weimar (Hrsg.)

Der Ring des Nibelungen

Carl Emil Doeplers Kostümbilder für die Erstaufführung des Ring in Bayreuth

Bestellnummer: B257010

Buch

Erscheinungsdatum: 04. September 2012

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Mitglieder 79,90 €
(Geb. LP 99,90 €)

Beschreibung

Limitierte Auflage von 444 nummerierten Exemplaren. 2012. Reprint der Originalausgabe Berlin um 1889. Mit einem neuen Nachwort von Joachim Heinzle. 104 S., durchgehend vierfarb., 24 x 32 cm, geb. Reprint Verlag Leipzig, Darmstadt.

Programmlinie: Leseecke

Die Neuausgabe von Carl Emil Doeplers Kostümentwürfen für die Aufführung des »Ring des Nibelungen« bei den ersten Bayreuther Festspielen 1876 dokumentiert einen Meilenstein des deutschen Kostümbilds. Zugleich bildet das Werk eine Brücke zum bildhaften Verständnis der Musikdramen Richard Wagners.


  • Auflage: 1

Porträt

Carl Emil Doepler (1824–1905) studierte bei Ferdinand Piloty in München und begann 1860 als Kostümzeichner am Theater in Weimar und als Lehrer für Kostümkunde an der dortigen Kunstschule. 1870 wurde er nach Berlin berufen. Er widmete sich vornehmlich...

Beschreibung

Betrachtet man die Figurinen auf den Kostümentwürfen zum »Ring des Nibelungen«, die Carl Emil Doepler für die ersten Bayreuther Festspiele von 1876 schuf, sieht man die handelnden Personen der Wagner’schen Musikdramen in der Gestalt, wie sie das späte 19. Jahrhundert gern sah: germanische Helden- und Göttergestalten mit rauschenden Bärten, Speere schwingend und trutzig blickend, die Frauen nicht minder martialisch, nur mit wallenden Gewändern oder – wie im Falle der Rheintöchter – mit allerlei Schlick und Wasserpflanzen dekorativ umwoben. Nicht um eine historisch getreue Wiedergabe des altgermanischen Bekleidungsstils ging es ihm – auch wenn viele Waffen, Geräte und Schmuckstücke nach Vorlagen in den Museen von Kopenhagen, Kiel, Mainz und Berlin gezeichnet wurden –, sondern um die Umsetzung der bildlichen Vorstellungen, die sich das späte 19. Jahrhundert von den Germanen machte. Heute mag vielleicht manches unfreiwillig komisch wirken – die Bedeutung von Doeplers Figurinen ist dennoch kaum zu überschätzen. Sie stellen nicht nur einen Meilenstein in der Geschichte des Kostümbilds dar, sondern haben auch für Jahrzehnte den Aufführungsstil von Ring-Inszenierungen bestimmt und wesentlich zur nationalideologischen Vereinnahmung des Werks beigetragen. Insofern liefert die von Joachim Heinzle besorgte und kommentierte Neuausgabe seines Kostümwerks auch einen Beitrag zur Ideenwelt Richard Wagners (1813–1883) und zum Verständnis der Rezeptionsgeschichte der Ring-Tetralogie.

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