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Einführung in die Philosophie des Mythos
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Jamme, Christoph

Einführung in die Philosophie des Mythos

Neuzeit und Gegenwart

Bestellnummer: B189957

Broschur

Buch

Erscheinungsdatum: 01. September 2005

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Beschreibung

Sonderausgabe der 1. Aufl. 1991. VIII, 155 S., kart.

Programmlinie: Studium

Mythos ist nichts, was mit dem Einbruch des theoretischen Denkens überwunden ist, sondern vielmehr eine zum rationalen Denken alternative Wahrnehmung der Wirklichkeit. Der Autor rekonstruiert diese Diskussion historisch und gibt einen Überblick über die philosophische Mythentheorie von der Renaissance bis zur Gegenwart.


  • ISBN: 9783534189953
  • Seitenzahl: 163
  • Auflage: 1., Aufl. 1991
  • Broschur
  • Sprache: Deutsch

Porträt

Jamme, Christoph

Christoph Jamme ist seit 1997 Professor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft promovierte er 1981 an der Ruhr-Universität Bochum. Jamme war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hege...

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Beschreibung

Das Buch stellt den Versuch dar, in Ansätzen den zeitgenössischen Herausforderungen an die Philosophie gerecht zu werden. In einer Art Synopse werden Probleme und Problemzusammenhänge aufgezeigt, die den Leser zum Mitdenken und zur eigenen Synthese ermutigen. Das Verhältnis von Mythos und Vernunft wird heute neu diskutiert. Wir dürfen den Mythos weder zum »Prä-Logischen«, zum Ausdruck einer durch Wissenschaft längst überholten Kindheitsstufe der Menschheit abstempeln noch ihn vorschnell in uns vertrautes wissenschaftliches Denken transformieren. In beiden Weisen des Umgangs mit dem Mythos wirken Denkschemata der Aufklärung nach, die es zu korrigieren gilt. Der Band bringt einen Überblick über die Grundlinien der philosophischen Theorien des Mythos seit der Spätrenaissance. Ein Schwerpunkt dieser Geschichte der philosophischen Mythologie liegt im 18. Jahrhundert auf der – mit Vicos Definition des Mythos als Logik des Urmenschen und Herders heuristischem Verfahren der Mythenexegese eingeleiteten – Diskussion um das Programm einer »Neuen Mythologie«, das Hölderlin zu einer eigenständigen bedeutenden Theorie ausformt, während Goethe ihm in seiner mythischen Dichtung praktisch widerspricht. Von hier aus wird dann die Nachgeschichte dieses Programms bis zu Nietzsche verfolgt, dem Kunst und Mythos als die beiden wichtigsten Verarbeitungsweisen von Realität galten. Von Nietzsche aus lassen sich die Linien dann einmal zur Kritischen Theorie (mit der in der »Dialektik der Aufklärung« vertretenen These vom Ambivalenzcharakter des Verhältnisses von Aufklärung und Mythos), zum anderen zu Heidegger weiterverfolgen, der seine Philosophie an das mythische Dichten Hölderlins bindet. Einen weiteren Schwerpunkt des Bandes bildet die Mythentheorie der Gegenwart, innerhalb derer der Mythos hauptsächlich unter dem Aspekt einer Kritik der neuzeitlichen Rationalität diskutiert wird.

Jamme, Christoph

Christoph Jamme ist seit 1997 Professor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft promovierte er 1981 an der Ruhr-Universität Bochum. Jamme war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hegel-Archiv der Ruhr-Universität Bochum und habilitierte sich 1990 in Bochum mit der Arbeit „Gott hat ein Gewand an“. Grenzen und Perspektiven philosophischer Mythos-Theorien der Gegenwart (Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1990, 2.Aufl. 1999). Von 1994-1997 war er Professor für Geschichte der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung des Deutschen Idealismus an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Forschungsschwerpunkte: Deutscher Idealismus, Phänomenologie und Hermeneutik, Ästhetik und Poetik, Theorie als Mythos.

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Das Lob der Presse

Der Autor »zeigt, dass die Frage nach dem Mythos nicht eine durch die Herausbildung der neuzeitlichen Wissenschaft abgemachte Angelegenheit ist, vielmehr auf eine nicht beiseite zu rückende Alternative zum bloß rationalen Denken und auf eine andere als unter dem Aspekt der Zweckrationalität wahrgenommene Welt verweist. Weil der Mythos nicht zu verdrängen ist, muss er immer neu interpretiert und aufgeklärt werden. Es gibt, so betont Jamme immer wieder, keinen geraden Weg vom Mythos zum Logos, sondern sich verändernde Auffassungen von Rationalität. Der Typus von Vernunft, wie er sich im Mythos darstellt, unterscheidet sich vom instrumentellen Denken, weil er andere Formen der Wirklichkeitswahrnehmung eröffnet und die auf Zweckrationalität eingeschränkte Vernunft über ihre Leistung und Grenzen aufzuklären und zu ergänzen vermag. In acht Kapiteln stellt Jamme eine Skizze zur Geschichte der philosophischen Theorien des Mythos vor ... Jammes Buch ist eine Einführung in eine in historischer und systematischer Hinsicht komplexe Materie. Es vermittelt einen Einblick in eine fortdauernde philosophische Diskussion und gibt einen Überblick, der das Studium der grundlegenden Werke nicht ersetzen, wohl aber eine Orientierung für eine Aufarbeitung unterschiedlicher Auffassungen von Rationalität bieten kann.« Hegel-Studien

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