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Friedensstifter und Vermittler im Mittelalter
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Kamp, Hermann

Friedensstifter und Vermittler im Mittelalter

Bestellnummer: B151674

Hardcover

Buch

Erscheinungsdatum: 18. Juni 2001

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Beschreibung

2001. IX, 384 S., Gzl. mit SU.

Programmlinie: Forschung

Der Vermittler hatte in der vorstaatlichen Struktur des Mittelalters eine immens wichtige Bedeutung, denn er bemühte sich in von mittelalterlichen Ehr- und Prestigevorstellungen erschwerten Konflikten um friedliche Lösungen. Seine Tätigkeit ist bisher in der Forschung kaum beachtet worden. Hermann Kamps Geschichte der Institution des Vermittlers in Konflikten von den ersten fassbaren Anfängen im 7. Jh. bis ins Spätmittelalter zeigt Funktionsweise und Bedeutung der Vermittlungstätigkeit auf u...


  • ISBN: 9783534151677
  • Auflage: 1
  • Hardcover
  • Sprache: Deutsch

Porträt

Hermann Kamp, geb. 1959, ist Hochschuldozent für mittelalterliche Geschichte an der Universität Münster. Forschungsschwerpunkte sind politische Verhaltensformen im Mittelalter, die Geschichte Burgunds im Spätmittelalter und Stiftung und Totengedenken.

Beschreibung

Der Vermittlung im Konfliktfall kommt heute auf nationaler wie internationaler Ebene eine immer größer werdende Bedeutung zu. Bereits im Mittelalter hatte der Vermittler eine elementare politische Funktion inne, selbst Könige oder Kaiser bedienten sich seiner im Konfliktfall mit den Großen des Reiches. Das Spektrum der Vermittlungstätigkeit reicht von der Aufgabe, die Kommunikation zwischen Konfliktparteien in Gang zu halten oder zu ermöglichen, über mehr oder minder starken Druck auf Parteien, den Konflikt gütlich beizulegen, bis hin zu autorativen Vorschlägen zu einer Lösung, der sich die Parteien kaum entziehen konnten. Auf diese Institution, die die Vorstaatlichkeit der mittelalterlichen Ordnung besonders deutlich macht, ist die deutsche Forschung erst in den späten 80er Jahren aufmerksam geworden, bis heute gibt es zu ihr keinen auch nur annähernd befriedigenden Kenntnisstand.

Hermann Kamp bietet mit seiner Studie eine Geschichte der Institution des Vermittlers für das Mittelalter – von den ersten faßbaren Anfängen im 7. Jahrhundert bis ins Spätmittelalter. Seine Beispiele findet er in der Historiographie und der Hagiographie, in Briefen und anderen Texten. Das Buch erschließt Neuland und bedeutet einen wesentlichen Fortschritt der Mediävistik auf dem Weg zu einer neuen Verfassungsgeschichte des Mittelalters.

Das Lob der Presse

»Zum Lesevergnügen tragen ganz entscheidend die unprätentiöse Sprache des Autors, sein Verzicht auf Zitatenfriedhöfe und überbordende Fußnoten bei. Der Eleganz der Darstellung entspricht die Prägnanz der Beweisführung, die, für eine Habilitationsschrift eher ungewöhnlich und deshalb um so lobenswerter, historisch einen weiten Bogen von der Merowingerzeit bis in das Spätmittelalter hinein spannt und damit dem thematisch-chronologisch sehr weiten Anspruch des Titels gerecht wird.« Historische Zeitschrift

»Eine profunde Kenntnis der Quellen, inhaltliche Kompaktheit und ein ansprechender Stil machen die Arbeit zu einem methodisch und handwerklich gelungenen Werk.« Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

Dieser Titel kann auch in folgenden Reihen erworben werden:

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