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Das Verstehen des Fremden
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Koch, Anne

Das Verstehen des Fremden

Eine Simulationstheorie im Anschluss an W. V. O. Quine

Bestellnummer: B166620

Broschur

Buch

Erscheinungsdatum: 18. März 2003

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Beschreibung

2003. 248 S. mit 1 Abb., kart.

Programmlinie: Forschung

Die Begegnung der Kulturen wird in der Globalisierung und unter der Bedrohung weltweiten Terrors viel diskutiert. In dem weiten Feld der politischen, kulturgeschichtlichen und sozial-ökonomischen Analysen nimmt die Simulationstheorie in diesem Buch eine philosophische Grundlagenfunktion ein. Philosophisches Rückgrat ist die Kritik des anerkannten Philosophen Quine, dass wirkliches Verstehen über beobachtbares Verhalten hinausgehen muss. Die Simulationstheorie entwirft einen Verstehensansatz,...


  • ISBN: 9783534166626
  • Auflage: 1., Aufl.
  • Broschur
  • Sprache: Deutsch
  • Illustrationen: 1 Illustrationen, schwarz-weiß

Porträt

Anne Koch, geb. 1971, Studium der Philosophie, Religionspsychologie, Politischen Wissenschaften und der Theologie in München, Paris und Jerusalem. 1998 – 2001 Wissenschaftliche Mitarbeit am Institut für Biblische Exegese im Alten Testament an der Universität München. 2001 Promotion in Philosophie. Seit 2001 am Institut für Religionswissenschaft der Universität München.

Beschreibung

Fremde Kulturen, ferne Gottheiten, die Kehrseite unserer Vernunft und unbegangene Wege menschlichen Innenlebens liegen als weiße Flecken auf der Landkarte des Verstehens. Der angemessene Zugang zu ihnen wie auch ihre theoretische Rekonstruktion stellen eine Herausforderung dar. Auf sie antwortet die hier vorgelegte Erkenntnistheorie für Fremdes mit dem Simulieren.

Der aus der Entwicklungspsychologie stammende Begriff Simulation bezeichnet die Fähigkeit, sich in einen Anderen und seine Situation hineinzuversetzen. Dadurch bekommen nicht nur die nicht-verbalen Fertigkeiten des Simulierenden Eingang in sein Verstehen des fremden Kontextes, sondern auch szenische Elemente wie Tageslicht und Stressfaktoren, mitlaufendes Körperwissen und wesentlich unbestimmte psychologische Einschätzungen können so erst für die Beschreibung genutzt werden. Das Hineinversetzen ist ein Zugang, der mit der maximalen Abweichung von den eigenen Gewohnheiten rechnet.

Ausgangspunkt ist eine neuartige Exegese zu Quines Gedankenexperiment von der Übersetzung einer unbekannten Eingeborenen-Sprache. Am Extremfall möglicher Abweichung werden drei Eigenschaften des Fremdverstehens entdeckt: Es ist simulativ, szenisch und möglicherweise abweichend von allem Bekannten. Auf der Grundlage dieser xenologischen Simulationstheorie werden zeitgenössische interkulturelle Positionen besprochen. Die Simulationstheorie für das Fremde gewinnt neue Kategorien für die kulturwissenschaftliche Beschreibung, die vom bisherigen Privileg der theoretischen Regelrekonstruktion vernachlässigt waren. Das Simulieren ist ein leistungsfähiger Bezugsrahmen sowohl für religionswissenschaftliche Ritualanalysen als auch für ethnologisches Erschließen und für Theologien, die sich in der religiösen Vielfalt verorten müssen.

Dieser Titel kann auch in folgenden Reihen erworben werden:

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