Nachrichtendialog Display Update Message Produktvergleichsdialog
Judenmord in Zentralpolen
+ / - Mauszeiger für Vergrößerung/Verkleinerung über Abbildung bewegen
Mlynarczyk, Jacek Andrzej

Judenmord in Zentralpolen

Der Distrikt Radom im Generalgouvernement 1939 – 1945

Bestellnummer: B20266X

Hardcover

Buch

Erscheinungsdatum: 04. Juni 2007

Sofort lieferbar

  •  » drucken
Bild vergrößern
Mitglieder 49,90 €
Nichtmitglieder 79,90 €

Beschreibung

(Bd. 9). 2., unveränd. Aufl. 2008. 408 S. mit 17 Tab., Fadenh., geb.

Programmlinie: Forschung

Zwischen 1939 und 1945 ermordeten die Nationalsozialisten rund 380.000 Juden im Distrikt Radom des Generalgouvernements. Erstmals stellt die Studie von Jacek Mlynarczyk ausführlich und detailliert die Shoah im Distrikt Radom dar. Systematisch werden sowohl die Täterperspektive, die Perspektive der jüdischen Opfer wie auch die Beziehungen zwischen Polen und Juden während der gesamten Kriegszeit untersucht. Mlynarczyks Buch füllt ein Desiderat in der deutschen Holocaustforschung.


  • ISBN: 9783534202669
  • Seitenzahl: 408
  • Auflage: 2., unveränd. Aufl.
  • Hardcover
  • Sprache: Deutsch
  • Illustrationen: 17 Tabellen, schwarz-weiß

Porträt

Jacek Andrzej Mllynarczyk, geb. 1968, studierte Geschichte und Philosophie in Kattowitz und Essen und promovierte 2004 an der Universität Stuttgart. Seit Dezember 2004 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau. Seine Arbeitsgebiete sind die Geschichte des Antisemitismus, die Minderheitenpolitik in der II. Polnischen Republik, der Holocaust sowie deutsche und sowjetische Besatzungspolitik in Polen 1939 – 1945.

Beschreibung

Erstmals stellt die Studie von Jacek Mlynarczyk ausführlich und detailliert die Shoah im Distrikt Radom des Generalgouvernements dar, der sich von Tschenstochau bis vor die Tore Warschaus erstreckte. Konsequent untersucht sie die tragischen Vorgänge, denen dort 380.000 Juden zum Opfer fielen, aus der Perspektive aller drei beteiligten Bevölkerungsgruppen: Auf der ersten Ebene werden die Vorbereitungen und die Durchführung der Vernichtungsmaßnahmen gegenüber der jüdischen Bevölkerung durch die nationalsozialistischen Täter rekonstruiert (Täterperspektive). Auf der zweiten Ebene werden die Auswirkungen der nationalsozialistischen Entrechtungspolitik auf die jüdischen Gemeinden dargestellt (Opferperspektive). Auf der dritten Ebene schließlich werden die polnisch-jüdischen Beziehungen im Distrikt Radom während der gesamten Kriegszeit untersucht. Somit bildet diese Arbeit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung des Judenmordes in Polen, sondern bietet auch eine kulturgeschichtliche Erweiterung der Holocaust-Forschung: eine Wahrnehmungsgeschichte.

Das Lob der Presse

»Die Untersuchungen von Andrej Angrick, Peter Klein, Jacek Andrzej Mlynarczyk ... schließen klaffende Lücken. Die ... beiden Bände sind als Veröffentlichungen der überaus aktiven Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart erschienen ...

... Dabei profitieren alle Bände von den Unterlagen aus osteuropäischen Archiven, die der Forschung seit einigen Jahren in vollem Umfang zur Verfügung stehen ...

... Ein gemeinsames Kennzeichen ist die akribische Darstellung der Herrschaftsstrukturen und Mordaktionen, was dem Gegenstand geschuldet ist – der Rekonstruktion von Verbrechen. Aus diesem Grund stützen sich alle Autoren intensiv auf das Material der Ermittlungsverfahren gegen NS-Verbrecher der Außenstelle Ludwigsburg des Bundesarchivs und versuchen, die in diesen Unterlagen dominierende juristische Perspektive durch zeitgenössische Akten und Erinnerungsberichte zu ergänzen ...

... Die ... Arbeiten zum Judenmord und zur Besatzungspolitik in Polen und Lettland bieten lang erwartete Ergänzungen, setzen Maßstäbe und geben Hinweise für zukünftige Forschung. Allein die Einbeziehung zahlreicher Archive und schwer erreichbarer Literatur nötigt Respekt ab. Insbesondere die Studie Mlynarczyks kommt einem ›Gesamtbild‹ des Besatzungsalltags nahe.« hsozkult.geschichte.hu-berlin.de

»Mlynarczyks Buch ist eine sorgfältig aufgearbeitete Darstellung des ›Judenmords‹ in einer Region Zentralpolens von der Vorbereitung bis zur Durchführung. Es zeigt die Entwicklung einer ›Logik des Völkermordes‹ und wie sie auf Erfüllung drängte. Ein traurig stimmendes Buch, zugleich aber auch ein solches des mahnenden Gedenkens.« www.literaturkritik.de

»Mlynarczyk schöpft aus einer Vielzahl verschiedenster Quellen aus polnischen und deutschen Archiven. Er beschränkt sich nicht auf die Auswertung der amtlichen Überlieferung der deutschen Besatzungsapparate oder der Ermittlungsverfahren der Nachkriegszeit, sondern hat ebenso die polnische Untergrundpresse, Dokumente der ›jüdischen‹ Selbstverwaltung und schließlich Tagebücher und Erinnerungsberichte herangezogen. Als Ergebnis hält der Leser eine äußerst gelungene moderne Studie über den Judenmord in den Händen, die alle wichtigen Aspekte und Akteure dicht und umfassend behandelt und in dem inzwischen viel bearbeiteten Bereich der Holocaustforschung durchaus noch Neues und Erhellendes mitzuteilen weiß. Schließlich ist die Arbeit noch vorzüglich geschrieben, was umso mehr hervorzuheben ist, als Mlynarczyk kein deutscher Muttersprachler ist.« Wissenschaftlicher Literaturanzeiger

»Die Dissertation, dies sei vorweggenommen, reiht sich erfolgreich in die oben erwähnten Regionalstudien ein, deren wichtigste Vorzüge – breite Quellenbasis, dichte Beschreibung, klare Analyse – sie ebenfalls auszeichnen.« Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

»Die Studie liefert dank ihrer umfangreichen deutsch- wie polnischsprachigen Quellenbasis, ihrem klaren chronologischen Aufbau und ihrer differenzierten, die deutschen, jüdischen und polnischen Akteure gleichermaßen berücksichtigenden Darstellung ein exemplarisches Gesamtbild für die Verfolgung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung im Generalgouvernement.« Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus

»Ein eigenes Kapitel ist den jüdischen Zwangsarbeitslagern gewidmet, ein ebenfalls noch unterbelichtetes Feld der Holocaustforschung. Die vorliegende Studie hat Modellcharakter, weil Mlynarczyk verschiedene Perspektiven differenziert und durchaus kritisch miteinander verbindet und so neue Wege für die Erforschung des Holocaust in Polen einschließt.« Neue Politische Literatur

»Mlynarczyk hat mit seiner sorgfältig recherchierten Arbeit eine eindrucksvolle Rekonstruktion des Geschehens im Distrikt Radom vorgelegt, die das Wissen um den Judenmord im besetzten Polen weiter erhellt.« Zeitschrift für Genozidforschung

Dieser Titel kann auch in folgenden Reihen erworben werden:

Kundenbewertungen

Ihre Anforderung wird momentan verarbeitet.