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Die Gestapo im Zweiten Weltkrieg
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Paul, Gerhard / Mallmann, Klaus-Michael (Hrsg.)

Die Gestapo im Zweiten Weltkrieg

›Heimatfront‹ und besetztes Europa

Bestellnummer: B144775

Hardcover

Buch

Erscheinungsdatum: 21. September 2000

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Beschreibung

2000. (II)VIII, 674 S., geb. mit SU.

Programmlinie: Wissen Fachbuch

In Fortsetzung des Bandes ›Die Gestapo. Mythos und Realität‹ (1995) ist in diesem Buch die Gestapo im Krieg von zentralem Interesse. Im Blickpunkt der 27 Beiträge steht gleichermaßen der sicherheitspolizeiliche Terror an der ›Heimatfront‹ wie der im besetzten Europa. Dabei geht es einerseits um die Frage nach dem Verhältnis von Peripherie und Zentrum und um die Rückwirkung des Terrors von der Peripherie ins Innere Deutschlands, andererseits um das wechselseitige, keineswegs eingleisige Verhä...


  • ISBN: 9783534144778
  • Auflage: 1., Aufl.
  • Hardcover
  • Sprache: Deutsch

Porträt

Mallmann, Klaus-Michael

Klaus-Michael Mallmann, geb. 1948, ist wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg und Professor für Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart.

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Beschreibung

Die Untersuchung der Gestapo hat sich in den 1990er-Jahren als eigenständiges Feld der Diktaturforschung etabliert, das zugleich neue Erkenntnisse über die Funktionsmechanismen totalitärer Regime zu liefern vermag. Nach dem 1995 erschienenen Band ›Die Gestapo. Mythos und Realität‹ untersucht der Fortsetzungsband die Tätigkeit der Gestapo während des Krieges in Deutschland und im besetzten Europa. Thematisch in vier große Abschnitte untergliedert, werden zunächst Organisation und Personal der Gestapo analysiert. Stichworte sind hier die Gründung des Reichssicherheitshauptamtes, die Inspekteure, Kommandeure und Befehlshaber der Gestapo und des SD sowie die ideologische Vorbereitung auf den Holocaust. Der zweite Teil widmet sich ausführlich der Gestapo in Deutschland. Zur Sprache kommen dabei etwa die ›Politischen Abteilungen‹ in den Konzentrationslagern, die jugendliche Nonkonformität als Störfaktor oder der Umgang mit sowjetischen Kriegsgefangenen. Exemplarisch werden die brutalen Praktiken der Gestapo in einzelnen Städten wie München oder Braunschweig erläutert. Teil drei befasst sich mit der Gestapo im von den Nationalsozialisten okkupierten Europa. Welche Funktionen übernahm die Gestapo beispielsweise in den Niederlanden, in Frankreich oder in Böhmen und Mähren? Der vierte Teil der Darstellung zeichnet Verbrechen der Gestapo in der Endphase 1944/45 und den Zusammenbruch des NS-Sicherheitsapparates nach. Deutlich wird in den 25 Beiträgen immer wieder die Wechselwirkung von befohlenem und praktiziertem Terror. Die Ausführenden waren keinesfalls nur Befehlsempfänger. In ihrem Resümee fassen Gerhard Paul und Klaus-Michael Mallmann schließlich die Forschung zusammen und entwerfen ein Gesamtbild der Gestapo. Die beiden Herausgeber – selbst Koryphäen in der Gestapo-Forschung – konnten für diesen Sammelband erneut die für das Thema renommiertesten Autoren gewinnen und setzen so einen Schlusspunkt unter die reichhaltige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Gestapo der letzten Jahre.

Mallmann, Klaus-Michael

Klaus-Michael Mallmann, geb. 1948, ist wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg und Professor für Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart.

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Das Lob der Presse

»Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Erforschung des ›Dritten Reiches‹ zunehmend der Beschreibung der Täter und der Repressionsapparate, in denen sie tätig wurden, zugewandt. Das von Gerhard Paul und Klaus-Michael Mallmann herausgegebene Werk über die Rolle der Gestapo im Zweiten Weltkrieg zieht eine Bilanz der vielfältigen Einzelforschung auf diesem Gebiet. Der stattliche Band, an dem eine große Zahl jüngerer Autoren beteiligt ist, stellt die Fortsetzung des 1995 von beiden Herausgebern veröffentlichten Buches über ›Gestapo. Mythos und Realität‹ dar... Man wird dieses Buch nicht ohne Betroffenheit aus der Hand legen. Sie entspringt der Einsicht, dass es zur Entfesselung eines unermesslichen Terrors im vom NS-Regime beherrschten Europa keiner überdimensionierten Sicherheitsapparate bedurfte und dass dieser weit über die Angehörigen der Sicherheitsorgane hinaus billigend in Kauf genommen wurde. Zugleich aber bildete der Apparat der Gestapo selbst nur den antreibenden Kern eines vielgestaltigen Unterdrückungs- und Gewaltsystems, das tief in der deutschen Gesellschaft verankert war und in die unterschiedlichen Institutionen, nicht zuletzt die Wehrmacht, hineinreichte.« Die Zeit

»Nach dem 1995 veröffentlichten Band ›Die Gestapo - Mythos und Realität‹ führt der zweite Band die Betrachtung der Geheimen Staatspolizei für die Jahre 1939 bis 1945 fort und schließt ein umfassend angelegtes Forschungsprojekt ab. Mit der kriegerischen Expansion Hitler-Deutschlands geht auch der Blick der Autoren des zweiten Bandes über die Grenzen des ›Alt-Reichs‹ hinaus. Nicht nur das Wirken der Gestapo an der ›Heimatfront‹, sondern auch die Rolle, die die Gestapo in den besetzten und unterworfenen Ländern Europas im Holocaust gespielt hat, wird eingehend betrachtet. Der zweite Band besteht im Wesentlichen aus zwei großen Abschnitten, die in Entsprechung zum Untertitel ›Heimatfront und besetztes Europa‹ verschiedene Teilbereiche der Gestapo-Geschichte ausleuchten. Die 27 Beiträge dieses Bandes zeigen eine zunehmende Radikalisierung der Staatspolizei im NS-Staat.« politik-buch.de

»Dieser neue Band über die Gestapo im Zweiten Weltkrieg bietet eine Fülle vertiefender Einsichten in die faschistische Besatzungspolitik. Er bestimmt den Anteil, den die Gestapo als Teil der Sicherheitspolizei an der Befestigung der Macht der Eroberer besaß, geht der Kollaboration mit der einheimischen Polizei in den besetzten Gebieten nach, weist die grausame Angleichung der in West- und Südeuropa praktizierten Terrormethoden an die zuerst in Osteuropa angewandten nach und zeigt wieder und wieder die Eigeninitiative der Polizisten. Das Arbeitsergebnis der 21 Autoren und zwei Autorinnen aus In- und Ausland ist unverzichtbar für die weitere Erforschung der deutschen Geschichte der Jahre 1939 bis 1945.« Neues Deutschland

»Mit beiden Bänden ist es Paul und Mallmann gelungen, die Forschungen zur Geschichte der Gestapo einen entscheidenden Schritt voranzubringen. Wie schon der erste dokumentiert auch der zweite Band einmal mehr den aktuellen Forschungsstand, deckt weitere Forschungslücken auf und macht deutlich, wie weit man immer noch von einer überzeugenden Gesamtdarstellung zur Geschichte der Gestapo entfernt ist.« Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

»Die Aufsätze sind in bewährter Manier aus den Quellen gearbeitet und zeigen deutlich, wie groß die blinden Flecken der historischen Forschung über die NS-Zeit immer noch sind, obwohl oder weil die Jahre zwischen 1933 und 1945 die besterforschten der Zeitgeschichte überhaupt darstellen ... Aus kommunikationshistorischer Sicht sind jene Passagen und Aufsätze am interessantesten, die sich mit der Ausforschung des Meinungsklimas und der Herstellung zumindest oberflächlicher öffentlicher Ruhe beschäftigen.« Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte

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