Nachrichtendialog Display Update Message Produktvergleichsdialog
Geist und Gewalt
+ / - Mauszeiger für Vergrößerung/Verkleinerung über Abbildung bewegen
Sieg, Ulrich

Geist und Gewalt

Deutsche Philosophen zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus

Bestellnummer: 1004606

Buch

Erscheinungsdatum: 25. Juni 2013

Sofort lieferbar

  •  » drucken
Bild vergrößern
i
Nur für Mitglieder 21,90 €
(Geb. LP 27,90 €)

Beschreibung

2013. 320 S., Bibliogr. und Reg., 14 x 21,5 cm, Fadenh., geb. mit SU. Hanser, München. Lizenzausgabe.

Programmlinie: Wissen Sachbuch

Ulrich Sieg untersucht erstmals systematisch die bis ins Dritte Reich wirkende ideologische Liaison der deutschen Philosophie mit dem Staat und zeigt, wie sie einem autoritären Regime zugearbeitet hat.


  • ISBN: 9783534000043
  • Auflage: 1
  • Sprache: Deutsch

Porträt

Ulrich Sieg, geboren 1960 in Lübeck, ist Historiker und Publizist. Er hat an der Philipps-Universität Marburg eine außerordentliche Professur inne. Schwerpunkt seiner Forschungs- wie seiner publizistischen Tätigkeit sind die Universitäts- und Wissens...

Beschreibung

Im Jahre 1878 entging Kaiser Wilhelm I. zwei Attentaten. Die Öffentlichkeit war schockiert, das konservative Bürgertum in Deutschland sah die traditionellen Werte außer Kraft gesetzt. Die Universitäten betrieben eine Wende hin zu einer metaphysischen Wertphilosophie. Für Ulrich Sieg beginnt damit eine verhängnisvolle Liaison zwischen Philosophie und Staatsmacht, die über die intellektuelle Rechtfertigung für den Ersten Weltkrieg zum antidemokratischen Denken der Weimarer Republik führt und bis in den Nationalsozialismus hineinwirkt. Namen wie Windelband, Eucken oder Elisabeth Förster-Nietzsche stehen für damals enorm populäre Denkhaltungen, die Ulrich Sieg hier erstmalig im Zusammenhang erforscht.

Das Lob der Presse

»Sieg nimmt sich freilich die schwierige Aufgabe vor, komplizierte Sachverhalte der deutschen Philosophen- und Ideengeschichte erzählbar zu machen. Und das gelingt ihm. Die Lektüre ist daher ein intellektuelles Vergnügen, und dies nicht nur für das Fachpublikum, sondern vor allem auch für Nicht-Spezialisten.« h-soz-u-kult

»Siegs Buch möchte anregen, über die deutsche und europäische Geschichte nachzudenken – und über die Geschichte der Universitäten, die sich auf akademische Freiheit beriefen, aber in den Fängen der Politik verstrickt waren.« literaturkritik.de

»Ulrich Siegs Langessay löst ein, was Ideengeschichte sein kann und warum sie unerlässlich ist: als Spurensicherung dessen, was sich nicht unter große und simple Thesen zwingen lässt. Sieg ist ein großer Wurf gelungen.« Die Welt

»Ein intellektuell ungewöhnlich unterhaltsames Buch.« SZ

»Ausdrücklich zu loben ist Ulrich Siegs Bemühen, bei seiner Engführung von Realhistorie und Ideengeschichte immer auch darauf zu verweisen, dass es neben den von ihm beleuchteten Phänomenen auch andere Entwicklungen gab. Beispielhaft belegt sein Buch, dass der Geist in Deutschland sich nicht nur der Gewalt unterworfen hat, sondern sie auch mit erzeugte.« Deutschlandradio Kultur

»Sieg zeigt auf spannende, historisch differenzierte Weise, wie eigenständige Denker von wechselnden Machtpolen angezogen werden und ihren Teil zur Legitimation antidemokratischer Strukturen beitragen.« Philosophie Magazin

Kundenbewertungen

Ihre Anforderung wird momentan verarbeitet.