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Wege in den ›Kulturkrieg‹
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Beßlich, Barbara

Wege in den ›Kulturkrieg‹

Zivilisationskritik in Deutschland 1890 – 1914

Bestellnummer: 1012746

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Beschreibung

Sonderausgabe der 1. Aufl. 2000. IX, 416 S., kart.

Programmlinie: Forschung

Der ›Kulturkrieg‹ war ein Phänomen der daheimgebliebenen Bildungsbürger, sowohl der Wissenschaftler als auch der Literaten, die in der geistigen Mobilisierung für den Krieg ihren Dienst mit der Feder sahen. Anhand der Schriften von vier zentralen Vertretern der Debatte – Rudolf Eucken, Johann Plenge, Thomas Mann und Hermann Bahr – zeigt Barbara Beßlich, dass zum einen die Wurzeln dieser mystifizierenden Kriegsbegeisterung bis in die 1890er-Jahre zurückreichen und zum anderen unterschiedliche...


  • ISBN: 9783534263936
  • Seitenzahl: 425
  • Auflage: Sonderausgabe der 1. Aufl.
  • Broschur
  • Sprache: Deutsch

Beschreibung

»Dass der Traum von der Volkwerdung des deutschen Geistes und der Geistwerdung des deutschen Volkes sich ganz erfülle, mit der Hoffnung auf einen unverlierbaren Sieg sind wir in den gegenwärtigen Kampf getreten.« (F. Gundolf, 1914)

Der ›Kulturkrieg‹, die publizistische Schlacht deutscher Wissenschaftler und Schriftsteller, stilisierte den beginnenden Ersten Weltkrieg zum notwendigen Kampf der eigenen Nation zur Erhaltung ihres geistigen ›Wesens‹. Ziele des ›Kulturkrieges‹ waren nicht die Einnahme territorialer Gebiete, sondern vielmehr proklamierte Kultur, metaphysische Tiefe und eine spezifisch deutsche Form von Freiheit, die das deutsche ›Wesen‹ als überlegen erweisen sollten.

Das Phänomen ›Kulturkrieg‹ lässt sich in seiner Vielschichtigkeit nicht umfassend erklären, ohne den Wurzeln seiner Deutungsmuster nachzuspüren. Barbara Beßlich sieht zwei wesentliche Stränge der Zivilisationskritik – Neoidealismus und Kapitalismuskritik –, die gerade aufgrund ihrer zunehmenden begrifflichen Indifferenz im ›Kulturkrieg‹ miteinander verknüpft werden konnten. Anhand der Schriften von Rudolf Eucken, Thomas Mann, Johann Plenge und Hermann Bahr, die die damalige Kontroverse maßgeblich prägten, zeigt die Autorin, dass zum einen die Anfänge dieser mystifizierenden Kriegsbegeisterung bis in die 1890er Jahre zurückreichen und zum anderen widersprüchliche Positionen im ›Kulturkrieg‹ zusammenlaufen. Sah die bisherige Forschung das Engagement der Intellektuellen und die allgemeine Bejahung des Krieges als einheitlichen systemstabilisierenden Faktor an, so wird in Beßlichs Analyse offenkundig, dass im Namen der Kultur und der Kulturkritik die unterschiedlichsten und widersprüchlichsten Ziele propagiert wurden, die dann Wegbereiter für radikalen Nationalismus und Positionen der ›Konservativen Revolution‹ werden konnten.

Das Lob der Presse

»›Wege in den ›Kulturkrieg‹‹ ist eine sehr gelungene, sauber und akribisch recherchierte und dokumentierte Dissertation. Durch ihre Vorgehensweise liefert Barbara Beßlich nicht nur umfang- und facettenreiche Einblicke in Leben und Wirken ihrer Protagonisten. Sie zeichnet vor allem eindrucksvoll vier verschiedene Wege nach, die in den deutschen ›Kulturkrieg‹ gemündet sind und erklärt, warum diese Wege Rudolf Eucken, Thomas Mann, Hermann Bahr und Johann Plenge stellvertretend für viele ihrer Zeitgenossen dorthin führten.« www.politik-buch.de

»... viele zivilisationskritische Wege führten in den Kulturkrieg, und es ist Barbara Beßlich hervorragend gelungen, vier davon in allen ihren Windungen nachzuzeichnen.« Süddeutsche Zeitung

»... über die deutsche Kriegspublizistik (gibt es) zahlreiche Abhandlungen, aber trotz einiger Ansätze noch keine Monografie über ihre geistigen Ursprünge. Hier setzt Barbara Beßlich ein. Ihre These ist bestechend und wird überzeugend belegt: Der ›Kulturkrieg‹ deutscher Intellektueller gegen den Westen war kein Ergebnis des Krieges, sondern kam aus der so genannten Kulturkrise der Jahrhundertwende.« Die literarische Welt

»... Barbara Beßlichs Studie (ist) ein anspruchsvolles Buch, das gleichberechtigt neben den Arbeiten von Flasch und Verhey steht. Erst der Dreiklang aus diesen Büchern ergibt eine Kultur- und Mentalitätsgeschichte der Intellektuellen und des Ersten Weltkrieges.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

»... insgesamt gelungene und äußerst anregende ›Archäologie‹ zur Geistesgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.« Historische Zeitschrift

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