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Martin Niemöller

Neuerscheinung






 

 

Heymel, Michael
Martin Niemöller
Vom Marineoffizier zum Friedenskämpfer

 

Michael Heymels Biographie über Martin Niemöller berichtet packend von einem Leben an den Brennpunkten deutscher Zeitgeschichte. Vom Berufsoffizier zum Kirchenmann, vom Sympathisanten der Rechten zum Gegner des NS-Regimes, zum weltoffenen Repräsentanten der evangelischen Nachkriegskirche und zum religiösen Pazifisten im Kalten Krieg zeigt er eine erstaunliche Wandlung.

 

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Michael Heymel, geb. 1953, Pfarrer Dr. theol. habil., war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralarchiv der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Er beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Leben und Werk Martin Niemöllers und hat 2011 eine kritische Ausgabe der ›Dahlemer Predigten‹ Niemöllers vorgelegt.

 

 

 

 

 

 

 

Michael Heymel über seine neue Martin Niemöller-Biographie

 

Herr Heymel, wie kamen Sie dazu, diese Biographie zu schreiben?
Als Pfarrer und Theologe beschäftige ich mich schon lange mit Niemöllers Leben und Wirken. Ich wollte herausfi nden, wie er, von Hause aus ein deutschnationaler Protestant, dazu kam, als Prediger im Kirchenkampf und nach 1945 seine Hörer zu nonkonformem Glauben und Denken zu ermutigen, und wie er es damit schaff te, heilsame Unruhe zu verbreiten. Niemöller hat mehr als irgendein anderer dafür getan, dass die deutsche evangelische Kirche nach dem Zusammenbruch des ›Dritten Reiches‹ in der Ökumene wieder off ene Türen fand. Während meines Studiums in Heidelberg habe ich Niemöller als Vaterfi gur der deutschen Friedensbewegung persönlich kennengelernt. Als Sohn kirchendistanzierter Eltern entdeckte ich an ihm, was der christliche Glaube bei einem Menschen bewirken kann. Seine Aufrichtigkeit imponierte mir. 1984 nahm ich am Trauergottesdienst für ihn in der Lutherkirche Wiesbaden teil. Erst später ging mir auf, woher der radikale Pazifi st Niemöller seine Kraft geschöpft hat. Der Gedanke, seine Biographie zu schreiben, entstand auf diesem Hintergrund.

 

Was interessiert Sie an Martin Niemöller, was schätzen Sie an ihm?
Niemöller ist eine erstaunliche Persönlichkeit, die mich fasziniert. Er vereinte ungewöhnliche menschliche Qualitäten: Mut und Zivilcourage, Charakterstärke und hohes Verantwortungsbewusstsein. Er
stand zu seiner Überzeugung als bekennender Christ, orientierte sich an elementaren Grundsätzen und hatte ein treff sicheres Gespür für die brennenden Glaubens- und Lebensfragen der Gegenwart. Damit war er seiner Zeit oft weit voraus. Sein Leben war gezeichnet von Krisen und Umbrüchen, aber er blieb bis ins hohe Alter geistig wach und lernbereit. Daher kann man viel an ihm und von ihm lernen über den Weg der evangelischen Kirche in Deutschland, über die Lebensbedeutung der Theologie und über deutsche Geschichte vom Kaiserreich bis heute, vor allem über das Verhältnis von Kirche und Staat.


Was können heutige Leser aus Ihrem Buch lernen?
Niemöller hat vielen Menschen, auch solchen, die dem Christentum ganz fremd gegenüberstanden, den Eindruck vermittelt: Da ist jemand glaubwürdig Christ, da steht einer für die Kirche der Zukunft. Darüber hinaus bietet sein bewegtes Leben spannende Einblicke in die von Brüchen und Katastrophen gezeichnete deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts. Vom späten Kaiserreich über die Weimarer Republik und das Dritte Reich bis zur bundesrepublikanischen Geschichte der 1960er und 1970er Jahre war Niemöller ein hoch engagierter Mensch, der sich wortstark in aktuelle Debatten einbrachte.



Buchpräsentation

15.01.2017, 10:00 Uhr

Vortrag: ›Martin Niemöller‹

St. Katharinenkirche

An der Hauptwache 1

60313 Frankfurt am Main

Eintritt ist frei! Aus organistatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung vorab unter veranstaltung@wbg-wissenverbindet.de