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Maria Sibylla Merians Meisterwerk jetzt bei der WBG!

Die Verwandlung der surinamischen Insekten 1705


 

  Blumen - Merian

 

Blumen 2 - Merian

 

Cover - Merian


Merian, Sibylla Maria

Metamorphosis insectorum Surinamensium

 

Im Jahr 1699 reiste die Kupferstecherin und Naturforscherin Maria Sibylla Merian (1647–1717) nach Surinam, um dort die tropischen Insekten zu beobachten und zu zeichnen. Nach ihrer Rückkehr erschien ›Metamorphosis Insectorum Surinamensium‹, in dem sie erstmals die Verwandlung von der Raupe über die Puppe zum Schmetterling schilderte. Nur 30 Exemplare blieben erhalten. Bis heute fasziniert Merians Malkunst, die für ihre Zeit ungewöhnliche Natürlichkeit, ihre kunstvolle Komposition und lebhafte Kolorierung. Das Faksimile bietet nun Gelegenheit, ihr Hauptwerk mit eigenen Augen zu bestaunen. Der Band beinhaltet eine umfassende Einführung sowie Beiträge namhafter Historiker, Buchwissenschaftler und Biologen. Der Text wurde vollständig ins Deutsche übertragen, Tiere und Pflanzen auf den Bildtafeln verlässlich bestimmt. Merians Lebensleistung ist Teil des gesamteuropäischen Kulturerbes. Das Unverwechselbare ihrer Kunst bringt dieser aufsehenerregende Band in ganzer Schönheit zur Entfaltung.

 

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Schmetterling - Merian

 

 

»Wenn je ein Frauenzimmer lebte, welches auf einen bleibenden Ruhm und innige Hochachtung mit Recht Anspruch machen konnte, so ist es die berühmte Maria Sibylla Merian.«

Friedrich Carl Gottlob Hirsching

 

 

Maria Sibylla Merian

 

Maria Sibylla Merian wird am 2. April 1647 als jüngste Tochter des berühmten Kupferstechers Matthäus Merian in Frankfurt am Main geboren. Als ihr Vater stirbt, heiratet die Mutter den Maler Jacob Morell, in dessen Werkstatt die kleine Maria Sibylla eine Mal-Ausbildung und Anregungen für ihren späteren Beruf bekommt. Sie ist 13 Jahre alt, als sie das Geheimnis der Verwandlung von der Raupe zum Schmetterling beobachtet und begeistert nachzeichnet – da entwickelt sich ihr Forschungsdrang. Von da an sammelt sie eifrig Insekten in Dosen und Schachteln, füttert und beobachtet sie und hält ihre Beobachtungen in einzigartig komponierten und gleichzeitig wissenschaftlich exakten Kupferstichen fest.

1679 veröffentlicht Merian – mittlerweile Mutter von zwei Töchtern – ihr bedeutendes Werk »Der Raupen wunderbare Verwandlung und sonderbare Blumennahrung«. Es beinhaltet 50 Kupferstiche mit Beschreibungstexten und ist das Ergebnis von fast zwei Jahrzehnten intensiver Forschung. Damals sind zwei Dinge für ein wissenschaftliches Werk höchst ungewöhnlich: Es erscheint einerseits in deutscher

Sprache und zeigt andererseits, statt wie üblich Raupe neben Raupe und Falter neben Falter, den Schmetterling erstmals in allen Entwicklungsstadien und zusammen mit seiner Futterpflanze auf einer Abbildung. So erzählt jeder Kupferstich auch kleine Geschichten, statt nur nüchtern zu informieren. Vier Jahre später folgt dann der zweite Teil des Raupenbuches.

Nach der Trennung von ihrem Mann kommt Merian in einer religiösen Kommune in Holland bei ihrem Halbbruder unter. Einige der Gemeindemitglieder missionieren in niederländischen Kolonie Surinam und schicken den Daheimgebliebenen die farbenprächtigsten tropischen Schmetterlinge. Fasziniert von den exotischen Insekten, spart Merian jahrelang für die kostspielige Reise und segelt schließlich 1699 mit ihrer jüngsten Tochter nach Surinam. Die Reise hat es in sich und erst nach drei Monaten auf See erreichen die beiden Surinams Hauptstadt Paramaribo. Dort erforschen sie zunächst Raupen und Schmetterlinge in den Plantagen, wagen sich jedoch bald in den dichten Dschungel hinein. Dort sammeln, zeichnen und konservieren sie nach ihrer bewährten Methode und kosten fremde Früchte wie beispielsweise Ananas oder Bananen.

1701 erkrankt Merian jedoch an Malaria und muss vorzeitig die Heimreise antreten. Wieder zurück in Amsterdam beauftragt sie zwei Kupferstecher-Meister, ihr Zeichnungen auf 60 Kupferplatten zu übertragen. Nach drei Jahren harter Arbeit und finanziellen Engpässen erscheint schließlich im April 1705 Merians imposantes Hauptwerk »Metamorphosis Insectorum Surinamensium«.

Maria Sibylla Merian wurde 69 Jahre alt. Bis zu ihrem Tod am 13. Januar 1717 lebte sie in Amsterdam, wo sie arm aber weltbekannt bis zuletzt Kunden und Bewunderer empfing.

 

 

 

 

 

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