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Müchler, Günter

Napoleon

Revolutionär auf dem Kaiserthron

Napoleon
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  • Buch
  • Hardcover mit Schutzumschlag
  • 1018060
  • 978-3-8062-3917-1
  • 28.01.2019
  • wbg Theiss
  • 32 SW;2 Karten
  • Deutsch
Aus dem Nichts kommend, stieg der Korse Napoleon Bonaparte, der Französisch erst lernen musste, vom Artillerie-Offizier zum Ersten Konsul auf, wurde der Revolutionär zum Kaiser der Franzosen. Sprachgewaltig entwirft Günter Müchler die Lebensgeschichte eines Mannes, der in seinem Scheitern auf Sankt Helena selbst am klarsten die eigene... mehr

Günter Müchler im Gespräch zu ›Napoleon. Revolutionär auf dem Kaiserthron‹

Günter Müchler zu Napoleons Markenzeichen: Der Zweispitz

Beschreibung
Aus dem Nichts kommend, stieg der Korse Napoleon Bonaparte, der Französisch erst lernen musste, vom Artillerie-Offizier zum Ersten Konsul auf, wurde der Revolutionär zum Kaiser der Franzosen.

Sprachgewaltig entwirft Günter Müchler die Lebensgeschichte eines Mannes, der in seinem Scheitern auf Sankt Helena selbst am klarsten die eigene Beschränkung erkannte: Der Gestalter und Machtmensch war ebenso Gefangener der Bedingungen, die ihm die Revolution diktiert, wie des europäischen Kampfs der alten mit der neuen Ordnung. »Die Wahrheit ist, dass ich niemals ganz Herr meiner Bewegungen war. Ich habe Pläne gehabt, hatte aber niemals die Freiheit, sie auszuführen. Immer war ich durch die Umstände bestimmt.« - Ein großartiges Portrait, das den Revolutionär auf dem Kaiserthron, das den kometenhaften Aufstieg wie den tiefen Absturz Napoleons in neuem Licht zeigt.

2019. 624 S. mit 32 s/w Abb. und 2 Karten, geb. mit SU und Lesebändchen. wbg Theiss, Darmstadt. Ebenfalls erhältlich als Teil der BWR 2019.

Günter Müchler im Gespräch zu ›Napoleon. Revolutionär auf dem Kaiserthron‹

Günter Müchler zu Napoleons Markenzeichen: Der Zweispitz

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  • Präsentationen
Autorenportrait
»Ein ganz neuer Napoleon: In seiner großartig erzählten Studie zeigt Müchler uns den Kaiser der Franzosen, wie er getrieben wird von den Alten Mächten ebenso wie von den Errungenschaften der Revolution.« Ulrich Wickert »Eine spannende, glänzend geschriebene und anregende Biographie Napoleons, die überzeugend darlegt, dass er der ›Kaiser der... mehr
Pressestimmen
»Ein ganz neuer Napoleon: In seiner großartig erzählten Studie zeigt Müchler uns den Kaiser der Franzosen, wie er getrieben wird von den Alten Mächten ebenso wie von den Errungenschaften der Revolution.« Ulrich Wickert

»Eine spannende, glänzend geschriebene und anregende Biographie Napoleons, die überzeugend darlegt, dass er der ›Kaiser der Revolution‹ (François Furet) gewesen ist«. Étienne François, Berlin / Paris

Eine "fulminante Biographie ... Sprache, Form und gedankliche Finesse, mit denen der Revolutionär, der die Revolution beendet hat, vermessen wird, machen das Buch gerade auch für Nichtspezialisten zu einem Lesegenuss." Berthold Seewald, WELT

»Die Weltgeschichte setzt sich, unter dem Mikroskop betrachtet, eben aus vielen kleinen und winzigen Mosaiksteinchen zusammen. Der Journalist und Frankreichkenner Günter Müchler bietet in seiner neu erschienenen Napoleon-Biographie auf fast 600 Seiten dem Leser eine Fülle solcher ›Steinchen‹. Aber Müchler belässt es nicht bei solchen Details; es ist ihm gelungen, durch die vielen Mosaiksteine hindurch eine große Linie deutlich zu machen: jene staunenerregende Karriere, die den Sohn eines korsischen Anwalts und Richters für einige Jahre zum Beherrscher Europas macht.« scienzz.de

»Brauchen wir noch eine Napoleon-Biografie? - Die von Günter Müchler auf jeden Fall.« Stuttgarter Zeitung

»In seinem Buch gelingt es Günther Müchler ein facettenreiches und tiefschichtiges Bild einer ebenso faszinierenden wie widersprüchlichen Persönlichkeit an einer epochalen Zeitenwende zu entwerfen.« Donaukurier

»Und weil er elegant, pointensicher und spannend schreibt, darf man das Buch zu den Aktivposten des Napoleonjahres zählen.« Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau

»Der Band präsentiert ein ungewohntes, vielleicht sogar ein neues Bild Napoleons, das zu einer vertieften Beschäftigung mit ihm anregt.« Der Niederrhein 86

»Weder klein mit Hut noch nimmersatter Eroberer: Napoleon Bonaparte war ein Revolutionär auf dem Kaiserthron. So urteilt der Journalist Günther

Müchler. Fakten, klare Sprache, starke Bilder, stets der Blick aufs Ganze. Müchler nennt Napoleon den Erfinder der politischen PR.« Westfalenblatt

»Müchler ist Historiker, hat aber vor allem als Journalist gearbeitet - beide Sphären vereinen sich wunderbar in diesem Buch: Es ist sprachlich brillant geworden und besitzt auch inhaltlich eine eigene, manchmal sogar fast eigensinnige Handschrift.« Stuttgarter Zeitung
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Bewertungen
29.04.2019

Eine der besten Biographien, die ich las

Als sich im Jahr 1804 Napoleon zum Kaiser krönte, war ein großer Deutscher fassungslos. Wollte er doch eigentlich eine seiner Symphonien dem Franzosen widmen. Dieses Vorhaben verwarf Ludwig van Beethoven ganz schnell, so böse war er über das Verhalten des „Emporkömmlings“.

Napoleon – Revolutionär auf dem Kaiserthron beschreibt das Leben Napoleons „von der Wiege bis zur Bahre“. Etliche Ereignisse aus seinem Leben waren bisher unbekannt und einige Tatsachen rückt Herr Müchler ins rechte Licht. Neben seiner Karriere als Feldherr galt er als Familienmensch, der seine Lieben nicht im Stich ließ. Als sein Vater starb und Napoleons Mutter kaum Geld hatte, griff er ihr und seinen Geschwistern unter die Arme.

Napoleon schaffte einige Grundlagen für das Miteinander der Republik, die bis heute auch in Deutschland greifen. Dazu gehört unter anderem das Code Civil, das Bürgerliche Gesetzbuch und die Religionsfreiheit. Er sorgte ebenfalls dafür, dass in Frankreich und weiteren europäischen Staaten ein modernes Zivilrecht eingeführt wurde.

Napoleon war ebenfalls ein Mensch, der sich selbst und seine Ansichten bestens unters Volk bringen konnte. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Er schrieb leidenschaftlich gerne, sogar einen Liebesroman verfasste er. Aber viel wichtiger war für ihn seine eigene Zeitung, die er mit eigener Meinung und den Erfolgen als Kriegsherr füllte. Das gefiel dem Volk, sahen sie ihr Land doch schon damals „Grande Nation“.

In einem Interview sagte der Autor, dass der Ausdruck „Napoleonische Kriege“ eine semantische Fehlstellung sei. Erst 1799 tritt Napoleon auf die Bühne und der Krieg in Europa begann bereits Jahre zuvor. Was ihn so einzigartig machte war die Tatsache, dass in ihm kein „blaues Blut“ floss. Er war kein Sohn von Adeligen, sondern ein Emporkömmling, ein Korse von minderer Abstammung.

Nicht nur Kenner und Liebhaber Frankreichs und Freunde der Geschichte Napoleons sollten das Buch lesen. Es ist viel mehr als die Biographie eines Einzelnen. Zeigt es doch auch, wie schwierig die Einigung unter den Staatsmännern innerhalb des Kontinents Europas war. Napoleon war ein Visionär und brachte vieles auf den Weg, von dem wir alle heute noch profitieren. Herr Müchler hat jahrelang akribisch recherchiert und seine Aussagen sind Fakten, keine Thesen.

Die Sprache gefiel mir besonders gut. Das Buch Napoleon – Revolutionär auf dem Kaiserthron ist so geschrieben, dass ich kein Geschichtsstudium oder das Große Latinum benötige, um es zu verstehen. Zu den zahlreichen Bildern im Buch gehört unter anderem eins, welches den letzten Wohnort Napoleons auf St. Helena zeigt. Im Anhang sind alle Quellen in Form eines Literaturverzeichnisses genau aufgeführt und auch ein Personenregister gibt es. Zu den zahlreichen Fußnoten stehen im Anhang ausführliche Erläuterungen. Zwei Landkarten Europas zeigen den Kontinent im Jahr 1789 und im Jahr 1812.

Ein ganz wichtiges Buch, welches WBG Theiss genau zum richtigen Zeitpunkt veröffentlichte. Die letzten Jahre und die Gegenwart zeigen, wie nationalistische Kräfte in vielen Ländern Europas wieder Fuß fassen möchten. Ihnen die Stirn zu bieten und stets daran zu denken, wie wichtig die Einheit des Kontinents ist, ist unser aller Aufgabe. Dazu hat auch Herr Müchler mit seinem Buch einen wertvollen Beitrag geleistet.

15.07.2019

Autodidakt, Genie, Reformator und Feldherr

Zum 250. Geburtstag Napoleons veröffentlicht Günter Müchler eine umfangreiche Biografie des französischen Kaisers, die neben der geschichtlichen Ereigniskette mit Beteiligung Napoleons auch seinen Charakter beschreibt, seine Herkunft, seine Motivation, die Entwicklung seiner Persönlichkeit. Als Leser merkt man sehr wohl, dass sich Günter Müchler schon sehr lange mit Napoleon auseinander setzt. Mit unvergleichlichen Detailreichtum lernt man den Kaiser zunächst als Mitglied und später als Oberhaupt der Familie Buonaparte kennen.

Als Korse erfährt der Schüler Buonaparte wenig Beachtung von seinem Umfeld. So beschäftigt sich Napoleon über den Pflichtstoff hinaus mit verschiedensten Themen, legt mit seinen autodidaktischen Studien den Grundstein für seine legendäre Laufbahn. Seinen für mich faszinierenden Lernstil stets aufrechterhaltend trifft er lange Zeit sehr geschickt Entscheidungen, die den Erfordernissen der Zeit gerecht werden, die ihm seinen Erfolg bescheren. Als Quasi-PR-Erfinder weiß Napoleon zu überzeugen in der Politik wie auch im Krieg. Er hat ein feinsinniges Gespür für die kleinen Gesten, mit denen er sein Gefolge mitreißt und motiviert. So sichert er nicht nur Frankreichs Grenzen, sondern erobert als Kaiser nach und nach halb Europa.

Im weiteren Verlauf lässt sich eine gewisse Arroganz bzw. Überheblichkeit, die mit der Angst „Alles wieder zu verlieren“ gepaart ist, spüren. Als Getriebener von übertriebenen Ehrgeiz verliert Napoleon seine strategische Gabe für den perfekten Moment. So markiert der misslungene Spanienfeldzug den Anfang von Napoleons Niedergang, wodurch er nach Waterloo auf St. Helena den Tiefpunkt seiner Karriere erreicht.

In sechs Abschnitten beschreibt Günter Müchler die Lebens-/Schaffensphasen des Korsen. Dabei liegt der Fokus stark auf dem kriegerischen Aspekt, Napoleons Code Civil und seine Verwaltungsreform, die bis heute auf uns wirken, bekommen etwas weniger Aufmerksamkeit. Verdutzt war ich von Napoleons Besetzung der „Königsposten“ mit Familienmitgliedern, die oftmals nicht unbedingt geeignet erschienen. Offensichtlich in meinem Geschichtsunterricht verschlafen habe ich die von Napoleon unterschätzte Strategie von Zar Alexander im Russlandfeldzug. Dass es letztlich vergleichsweise wenig Gefechte gegeben hat, war mir überhaupt nicht bewusst. Ein Einfluss von Kälte und Hunger ist in meiner Erinnerung durchaus hängen geblieben, aber nicht der Grad des Einflusses.

Insgesamt war die Beschäftigung mit Napoleons Werdegang sehr lohnenswert für mich. Mit einem angenehmen Lesefluss konnte ich aufgrund der Kapitelstruktur gut verarbeitbare Häppchen auf mich wirken lassen und somit meine Wissenslücken schließen. Noch etwas besser hätte ich die Lektüre gefunden, wenn den Ausführungen eine Zeittafel vorangestellt worden wäre. Auch ein häufigeres Auftreten der entsprechenden Jahreszahl im Fließtext hätte mir geholfen. Besonders ansprechend finde ich die Aufmachung. Die Biografie wirkt mit zahlreichen Abbildungen und Kartenmaterial formvollendet. Gern empfehle ich sie weiter. Meine Empfehlung möchte ich als Einladung verstanden wissen, die legendäre Persönlichkeit Napoleon, die jeder zu kennen glaubt, tatsächlich einmal näher kennen zu lernen.

03.06.2019

Napoleon - Getriebener der politischen Verhältnisse

Der Autor schildert Napoleons Lebensweg von seinen Anfängen auf Korsika bis hin zu seinem einsamen Ende auf St Helena.
Napoleon war in seinen Anfängen überzeugter Korse, der seine Heimat vom Joch der Franzosen befreien wollte. Diese Mission scheiterte. Er sucht sein Glück daraufhin in der französischen Armee und wusste seine Chancen zu nutzen. Durch den erfolgreichen Italienfeldzug scheint er seine Eignung bewiesen zu haben, der geeignete Mann zu sein, um dem durch die Revolution verursachte Chaos in Frankreich Herr zu werden. Napoleon stellt sich dieser Aufgabe und verfolgt von da an zwei Ziele : die Sicherung Frankreichs nach außen und die Herstellung einer Ordnung im Inneren. Dabei war sich Napoleon bewusst, dass er sein 2. Ziel nur erreichen kann, wenn er außenpolitisch - und das ist gleichbedeutend mit Erfolgen auf dem Schlachtfeld - reüssiert. Dementsprechend beginnt der Niedergang Napoleons bereits mit dem glücklosen Spanienfeldzug und endet auf dem Schlachtfeld von Waterloo.
Das Buch war für mich eine interessante und spannende Annäherung an die Person Napoleons. Meine Kenntnisse seiner Person erschöpften sich bis dato in den allseits bekannten Fakten: Korse, erfolgreicher Feldherr, Kaiser, Waterloo und Verbannung. Ich musste feststellen, dass dies Napoleon bei weitem nicht gerecht wird. Er war nicht der große Kriegstreiber, sondern versuchte immer wieder Frieden mit seinen Gegner zu schließen. Den Konflikt mit England um den Besitz Belgiens hatte er geerbt. Den großen Fehler, den Napoleon beging, war, dass er den anderen Herrschern vertraute, die hinter seinem Rücken, seinen Niedergang planten und kein Interesse an einem Friedensschluss hatten. Zeitgleich musste Napoleon immer damit rechnen, dass er innenpolitisch entmachtet wird. Hinter seinen militärischen Fähigkeiten geraten seine Verdienste im Bereich der Verwaltung zu sehr in den Schatten. Der Code Civil und die Reform der Verwaltung sind in meinen Augen seine großen Verdienste. Nach der Lektüre des Buches hat sich mein Bild von Napoleon in wesentlichen Punkten geändert.
Was das Lesevergnügen für mich etwas getrübt hat, war die sehr wissenschaftliche Sprache und dem zufolge der häufige Gebrauch von Fremdwörter. Dennoch hat mich das Buch überzeugt und ich fand die Möglichkeit Napoleon näher kennenzulernen faszinierend.

21.04.2019

Revolutionär - Kaiser - Verbannter

2019 jährt sich die Geburt von Napoleon Bonaparte (15.08.1769-05.05.1821) zum 250. Mal. Daher ist es nicht verwunderlich, dass aus diesem Anlass mehrere Biografien über ihn erscheinen.
Doch ist es möglich, nach wie vor unbekannte Details aus seinem Leben zu erfahren oder ist nicht ohnehin alles schon erforscht?

In sechs großen Kapiteln wird der Aufstieg und Fall des Revolutionärs auf dem Kaiserthron beschrieben.

Aufschlussreich ist Teil III „Improvisationen“. Hier listet Müchler einige jener Situationen auf, die für Napoleon beinahe ins Auge gingen, weil z.B. die Aufklärung vernachlässigt wurde. 1806 in der Schlacht von Jena und Auerstädt, wird Napoleon beinahe von „friendly fire“ (also den eigenen Truppen unter Feuer genommen wurde S.294). Noch verhängnisvoller, weil er, der große Stratege sich in einer Schlacht mit Hohenlohe verzettelt und dabei übersieht, dass nur wenige Kilometer entfernt Marschall Davout gegen eine preußische Übermacht kämpft. Davout gewinnt eigentlich nur deswegen, weil die Preußen ihre zahlenmäßige Überlegenheit mit Desorganisation verspielen.

Aus den meisten dieser brenzligen Situationen kommt mit Napoleon mit Glück und seiner Improvisationskunst heraus. Viele seiner Getreuen wie Antoine Desaix (1802) und Jean Lannes (1809) fallen.

Allerdings zeigt Müchler auch die grausame Seite Napoleons, die z.B. bei seinem Ägyptenfeldzug deutlich wird, als er Kriegsgefangene und kranke Soldaten der eigenen Armee sich selbst überlässt bzw. umbringen lässt.

Der Autor bemüht sich alle Facetten der schillernden Persönlichkeit zu erfassen. Am Beginn seiner Karriere ist Napoleon ein Revolutionär, zuerst auf Korsika, dann in Frankreich. Er hat das Gespür für die Soldaten und für das Machtvakuum in der Armee. So wie er die Truppen revolutioniert, so geht er auch bei den Eroberungen vor: Zunächst nicht ursächlich als „Landgewinn“, sondern um die herrschenden Dynastien von der Landkarte zu vertreiben und die Gedanken der Republik weiter zutragen. Anfangs sieht er sich und seine Soldaten tatsächlich als Retter der unterdrückten Massen. Doch was daraus wird, ist bekannt: Nahezu 25 Jahre Krieg der ganz Europa, Russland und Nordafrika überzieht und seine Auswirkungen auch in Amerika und Indien hat.

Napoleon ist nicht nur ein Revolutionär, ein überragender General, ein guter Menschenkenner, ein Kaiser von eigenen Gnaden, ein guter Organisator und Verwalter, er ist vielmehr auch ein Getriebener seines eigenen Ehrgeizes. Es ist ihm schon bewusst, dass er niemals den alten Dynastien gleichgestellt werden wird. Da nützt ihm auch die Hochzeit mit Marie Louise, der Tochter des österr. Kaisers Franz II./I. nichts.

Napoleon entscheidet zwar die meisten Schlachten für sich (und die Revolution), den Krieg gewinnt aber die Reaktion.

Günther Müchler ist Journalist und hat daher einen anderen Schreibstil als z.B. Adam Zamoyski.

Gut gefällt mir, dass Müchler die Biografie aus mehreren Blickwinkeln beleuchtet, wenn auch die meisten Quellen aus französischer Feder sind, und daher ein wenig zu Gunsten von Bonaparte aussagen. Hier stellt sich für mich die Frage, ob es zu wenig Material in den russischen oder österreichischen Archiven gibt? Oder, ob sich Napoleons Gegner einfach nicht mit seiner Person außerhalb des Strategen beschäftigen wollten? Oder sind die Quellen, wie z. B. die Memoiren eines Metternich, so gefärbt, so vom Verfasser (eben Metternich) auf die eigene Glorie getrimmt, dass sie wieder nicht aussagekräftig sind?

Fazit:

Eine detaillierte Biografie, die doch das eine oder andere Unbekannte über Napoleon zu Tage fördert.

22.03.2019

Liest sich wie ein Roman

Müchler schafft es, die Spannung auf über 600 Seiten aufrechtzuerhalten. Er erzählt Details aus dem Leben Napoleons, ohne sich in Marginalien zu verlieren, und zeichnet ein durchaus vielfältiges Bild dieser Figur, zu der – so möchte man meinen – schon alles gesagt oder geschrieben wurde. Es lohnt sich, Müchlers Napoleon zu entdecken!

14.03.2019

Hervorragende Biographie

Eine hervorragend geschriebene Biographie, die einen überraschend neuen Blick auf Napoleon bietet. Absolut empfehlenswert.

12.03.2019

Insgesamt gesehen, gibt es bessere biographische Zeugnisse über das Leben und Wirken Napoleons

Günter Müchler ist Journalist und war bis 2011 war er Programmdirektor des Deutschlandradios. Schon in der Vergangenheit hat er mehrere Bücher über Napoleon herausgebracht. Hier entwirft er eine Lebensgeschichte des „rastlosen Kaisers“ auf dem französischen Thron.
Das Werk ist sehr subjektiv geschrieben. Müchlers Elogen auf Napoleon, seine Leistungen und seinen Ruhm dringt immer wieder durch. So wird er als Revolutionär geadelt, der fast ganz Europa eroberte und in einem Atemzug mit dem makedonischen Feldherrn Alexander genannt.
„Napoleon ist ein überragender Feldherr. Die Ortsnamen seiner zahlreichen Siege sind im Mauerwerk des Arc de Truomphe eingraviert.“ (S. 16) Machtgier und Selbstüberschätzung Napoleons dagegen klein geredet. Seine militärische Expansionspolitik und den Kriegszustand nicht nur in Europa werden romantisiert und heroisiert: „Napoleon als Abenteurer, der in einem märchenhaften, aus der Lektüre gewonnenen Orient den Raum für Ruhm und Heroismus suchte, den er in Europa vermisst.“ (S. 18) Kein Wort über die Millionen Opfer des Krieges, die Versklavung ganzer Länder und Territorien, die unerwähnten Einzelschicksale von Zivilisten (Frauen, Kinder, ältere Menschen). Ein Usurpator, der faktisch zum Krieg gegen Russland gedrängt wurde, und nur um den Ruhm Frankreichs zu mehren, weite Teile Europas zerstörte. Sein Code civil wird dagegen mit Recht als fortschrittliches Element gewertet. Es werden hier viele Einzelheiten aus dem Leben Napoleons und seinem Denken geschildert, die vielleicht bisher nicht bekannt waren. Insgesamt gesehen, gibt es bessere biographische Zeugnisse über das Leben und Wirken Napoleons.

Dagegen ist die Biographie von Zamoyski über Napoleon wesentlich sachlicher, hintergründiger und differenzierter. Zamoyskis Biografie schafft es in weiten Teilen, dem Menschen Napoleon so nahe wie möglich zu kommen, auch wenn er bei manchen Sachen zu sehr ins Detail geht. Napoleon wird weder als glorienreicher Feldherr und Mensch noch als der Teufel Europas, sondern stattdessen als ein Mann mit sowohl Genie als auch Fehlern vorgestellt.

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