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Stauder, Thomas (Hrsg.)

»Staunen über das Sein«

Internationale Beiträge zu Umberto Ecos ›Insel des vorigen Tages‹

»Staunen über das Sein«
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  • Buch
  • B130286
  • 978-3-534-13028-3
  • 18.02.1997
  • wbg Academic
  • 375
  • Deutsch
Der dritte Roman des Bologneser Semiotik-Professors Umberto Eco, in Italien im Oktober 1994 unter dem Titel ›L’isola del giorno prima‹ erschienen, seit März 1995 in deutscher Übersetzung als ›Die Insel des vorigen Tages‹ vorliegend, wurde von der Feuilleton-Kritik weniger enthusiastisch begrüßt als seine beiden Vorgänger, ja stieß gar nicht... mehr
Beschreibung
Der dritte Roman des Bologneser Semiotik-Professors Umberto Eco, in Italien im Oktober 1994 unter dem Titel ›L’isola del giorno prima‹ erschienen, seit März 1995 in deutscher Übersetzung als ›Die Insel des vorigen Tages‹ vorliegend, wurde von der Feuilleton-Kritik weniger enthusiastisch begrüßt als seine beiden Vorgänger, ja stieß gar nicht so selten auch auf offene Ablehnung. Hat das Erzähltalent des italienischen Gelehrten, dem es doch zuvor gelungen war, im ›Namen der Rose‹ und im ›Foucaultschen Pendel‹ mittelalterliche und esoterische Weltanschauungen unterhaltsam darzubieten, diesmal angesichts des selbstgewählten Barockzeitalters versagt? Der Herausgeber dieses Bandes und die von ihm versammelten Beitragsautoren beantworten diese Frage mit einem klaren Nein. Trotz aller äußerlichen Sprödigkeit von Struktur und Diktion enthält ›Die Insel des vorigen Tages‹ verborgene intellektuelle Schätze, wie sie nur ein moderner Universalgelehrter vom Schlage Umberto Ecos anhäufen konnte. Diese Schätze erschließen sich freilich nur dem geduldigen, zum Nachdenken bereiten Leser, der sich nach der ersten, nur an der Fabel orientierten Lektüre auf ein erneutes, tiefer schürfendes Leseabenteuer einlässt. Hierbei will der vorliegende Sammelband dem Leser behilflich sein: die Beiträge von ausgewiesenen Kennern der Materie aus Europa und Übersee beleuchten den Roman von verschiedenen Seiten und gehen auf ganz unterschiedliche Aspekte dieses literarischen Mikrokosmos ein. Ideen- und motivgeschichtliche Ansätze konkurrieren mit semiotischen und narratologischen Methoden um den besten Zugriff auf diesen Roman, ganz zu schweigen von der bei Eco immer fruchtbaren Aufdeckung von Intertextualitätsphänomenen und deren Situierung im Rahmen der vielzitierten ›Postmoderne‹. Zu wie vielen anderen zeitgenössischen Romanen könnte man überhaupt eine derartige Interpretationssammlung zusammenstellen, ohne dass es dabei sofort zu unschönen Überschneidungen zwischen den Beiträgen käme? Dass sich bei Ecos ›Insel des vorigen Tages‹ ein derartiger Sammelband als realisierbar erweist, zeugt vom inneren Reichtum dieses Romans, der ihn weit über einen Großteil der zeitgenössischen Belletristik stellt. Obwohl die Beiträge vor allem an Literaturwissenschaftler und Italianisten gerichtet sind, wurde doch vom Herausgeber auf eine klare Ausdrucksweise ohne »Fachchinesisch« geachtet; da außerdem alle längeren Zitate aus dem Roman in deutscher Übersetzung dargeboten werden, sollte auch den allgemein interessierten Leser nichts daran hindern, zu diesem Band zu greifen.

1997. VIII, 367 S., kart.
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Autorenportrait
»Abschließend bleibt nur noch festzustellen, dass es dem Herausgeber gelungen ist, mit diesem Band perspektivenreiche und auf hohem Niveau stehende Aufsätze zur ›Insel des vorigen Tages‹ zu versammeln und damit einen wichtigen Beitrag zu einer wissenschaftlich fundierten Auseinandersetzung mit Ecos bislang umstrittenstem Werk zu leisten.«... mehr
Pressestimmen
»Abschließend bleibt nur noch festzustellen, dass es dem Herausgeber gelungen ist, mit diesem Band perspektivenreiche und auf hohem Niveau stehende Aufsätze zur ›Insel des vorigen Tages‹ zu versammeln und damit einen wichtigen Beitrag zu einer wissenschaftlich fundierten Auseinandersetzung mit Ecos bislang umstrittenstem Werk zu leisten.« Zibaldone

»Der vorliegende Band umfasst 21 Beiträge und ein Grußwort Umberto Ecos. Thomas Stauder ist es hoch anzurechnen, einen Sammelband zu Ecos vielgeschmähtem Roman herausgegeben zu haben ... Insgesamt steht außer Zweifel, dass aufgrund der Qualität der hier vorgestellten Beiträge ›Staunen über das Sein‹ eine Bereicherung der Eco-Forschung ist ... Der Hg. hat sich ... um die produktive Fortführung der ›Lectura Econis‹ verdient gemacht.« Romanische Forschungen
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