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Jean-Claude Golvin begeisterte sich schon in seiner Kindheit in Tunesien und Algerien für das Zeichnen und die Geschichte der Antike. Heute ist der Architekt und Archäologe der weltweit führende Experte für die graphische Rekonstruktion antiker Stadtansichten. Im Interview beschreibt er seine Arbeitsweise, seine Faszination für die Antike und seinem Weg von der Architektur über die Archäologie zur graphischen Rekonstruktion antiker Stätten.
Bestsellerautor Klaus-Jürgen Bremm im Gespräch über die 600jährige osmanische Dynastie: Wie bedrohlich war das Reich für Zentraleuropa? Wie wichtig war es diplomatisch? Was löste den schlussendlichen Kollaps aus?
Venedig und Siena – Thomas Ertl nimmt die Leser:innen mit auf die gefüllten Marktplätze des europäischen Mittelalters. Er schildert anschaulich das bunte Treiben vom Kundenfang über gängige Betrugstechniken bis hin zu staatlichen Maßnahmen zu deren Bekämpfung.
Selbst ohne Troja wäre das bewegte Leben Heinrich Schliemanns jede Biographie wert. Leoni Hellmayr stellt diese hoch widersprüchliche Figur, die zur Zentralgestalt der Archäologiegeschichte werden sollte, in ihrem Buch »Der Mann, der Troja erfand« vor. Im Interview mit wbg-Lektor Daniel Zimmermann erzählt sie aus dem Leben und der Arbeit Schliemanns.
Sie waren das aufsehenerregendste Paar der Münchner Avantgarde: Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann, Vorkämpferinnen für das Frauenstimmrecht im Kaiserreich, pazifistische Internationalistinnen im Ersten Weltkrieg, in der Weimarer Republik Demokratinnen mit Hang zum Sozialismus, die schon früh vor dem Nationalsozialismus warnten.
Carl Erdmann (1898 – 1945) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Mediävisten des 20. Jahrhunderts, sein Hauptwerk »Die Entstehung des Kreuzzugsgedankens« heute als Klassiker. Dabei hatte der 1932 Habilitierte nie einen Lehrstuhl inne, sondern fristete seine letzten Lebensjahre als überzeugter Gegner der Nationalsozialisten im akademischen Prekariat. An ihn erinnert auch der Preis des Verbands der Historikerinnen und Historiker Deutschlands (VHD) für herausragende Habilitationen im Bereich Geschichte.
»Was ist Kultur?« fragt das aktuelle wbg-Magazin und rückt die 3600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra in den Kontext des Graffiti-Künstlers Banksy. Der legte mit seinen Streetart-Ratten in der Londoner U-Bahn ein Statement für das Tragen von Masken ab. Kultur schafft Zusammenhänge, wo Zahlen und Fakten nicht ausreichen. Doch wie schützen wir unser kulturelles Erbe? Wie bewerten wir es angemessen? Wie nutzen wir unsere Kreativität auf der Suche nach Erkenntnis? Wir laden Sie ein, Antworten auf diese Fragen in neuen Büchern zu finden.
Ausstellungs-Gestaltung in Zeiten der Pandemie: Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt sowie Direktor des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle, spricht mit Michael Schefzik, Kurator am Landesmuseum für Vorgeschichte Halle.

Sind Hitler-Witze okay?

Heute werden Hitler-Parodien, Nazi-Comics und das popkulturelle Spielen mit dem »Dritten Reich« akzeptiert. Vor der Jahrtausendwende wäre dies unmöglich gewesen. Gavriel Rosenfeld zeichnet diese rasante Normalisierung im Umgang mit dem Nationalsozialismus präzise wie anschaulich nach: Was sagt dies über unseren Umgang mit der Vergangenheit aus? Mit wbg-Lektor Daniel Zimmermann spricht Rosenfeld über Humor und unseren Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit.
»Repräsentation« wurde zu einem Schlüsselthema Thomas Manns, verbunden mit seinem zunehmend öffentlichen Wirken. Es war ihm nicht in die Wiege gelegt, sondern das Ergebnis einer sozialen Leistungsethik, der er sich als Künstler verpflichten wollte. Er stellte sich bewusst den gesellschaftlichen Erwartungen, die vor allem im deutschen Sprachraum mit ›dem Dichter‹ verbunden gewesen sind: als vermeintliches Universalgenie Auskunft über buchstäblich alles Mögliche geben zu können. Entsprechend ließ Thomas Mann auch kaum eine der vor und nach dem Ersten Weltkrieg beliebten Zeitschriftenumfragen aus.
Kulturelles Erbe verbindet und trennt: Es markiert Grenzen und Unterschiede, Ansprüche und Forderungen. Nationen haben sich ihr kulturelles Erbe immer so zurechtgelegt und ausgestellt, dass sich die eigene Gesellschaft besser und stärker fühlte als ihre Nachbarn.
2020 war ein Jahr der sozialen Distanz – aber gleichzeitig auch der beschleunigten digitalen Vernetzung: Dezentrales Arbeiten, Familienzusammenkünfte via Videokonferenz, Onlinekäufe und vieles mehr hält Einzug in immer mehr Leben. Das Pandemiejahr war geprägt von einem überwältigenden Gemeinschaftsgefühl. In unserem aktuellen Schwerpunkt kommen Expertinnen und Experten in Beiträgen und Interviews zu Wort: Wie bestimmen Vernetzungen zwischen Menschen – über Länder- und Zeitengrenzen hinweg – unsere Geschichte, unsere Politik und unser Handeln? Passend dazu finden Sie auch wieder zahlreiche spannende Buchempfehlungen zum Weiterlesen.
Michael Schmauder, Abteilungsleiter am LVR-LandesMuseum Bonn und Honorarprofessor für Vor- und Frühgeschichte an der Universität Bonn, spricht mit Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin und Honorarprofessor an der Universität Berlin über die Bonner und Berliner Ausstellung »Germanen – eine archäologische Bestandsaufnahme«. Wie war die »Germania« vernetzt – vor allem in Bezug auf die »Romania«?
2021 jährt sich die Gründung des Deutsches Reiches zum 150. Mal. Bei runden Jubiläen schaut man gerne zurück. Das gilt im Großen wie im Kleinen. Meine erste persönliche Begegnung mit Bismarck hatte ich im Alter von acht Jahren, als ich durch die Bücher meines Großonkels Jack blätterte. Jack wohnte in Tallwood Station, einer abgeschiedenen Rinderfarm im australischen Outback, im trockenen, roten Norden von New South Wales.
Seit dem Ende der 1970er Jahre ist die Globalisierung der Politik davongelaufen. Wenn die Demokratie die Globalisierung nicht einholen kann, bleibt sie auf der Strecke. Gesine Schwan plädiert deshalb für eine demokratische Politik, die in die Zukunft weist.
»Tehran Children« - so nannte man die jüdischen Kinder, die aus dem von den Nazis besetzten Polen über Russland, Usbekistan und Khasachstan in den Iran flohen und schließlich das von Großbritannien kontrollierte Palästina erreichten; eine Gruppe, zu der auch Mikhal Dekels Vater gehörte. Im Interview mit Daniel Zimmermann spricht die Professorin für Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft über ein bislang kaum beleuchtetes Kapitel des Holocausts.

Woran wir glauben wollen – Eine Ermutigung von Kirchenhistoriker und wbg-Vorstand Hubert Wolf über Vertrauen in ungewissen Zeiten

Kredite für die coronageschüttelte Wirtschaft. Darüber wird gesprochen. Über die Bedeutung von Glauben für die coronageschüttelten Menschen dagegen kaum. Dabei steht der Begriff Glauben in der christlichen Tradition ursprünglich für etwas im Leben von uns Menschen ganz Wesentliches, für Vertrauen. Christen glauben nicht in erster Linie an irgendwelche Katechismussätze, sondern sie glauben an Gott, weil sie ihm vertrauen. Und weil sie Gott vertrauen, können sie auch ein grundsätzliches Vertrauen in die Wirklichkeit insgesamt aufbauen und nicht zuletzt an sich selber glauben, weil sie sich selbst etwas zutrauen. Diese Bedeutung von Credo – »ich glaube« – steckt in dem in der Finanzwelt gängigen Begriff »Kredit« durchaus noch drin: Man gewährt dir einen Kredit heißt wörtlich, man vertraut dir, credit, man glaubt dir, dass du das geliehene Geld zurückzahlst.
Wenn Menschen kein Ideal haben, das ihre individuelle Existenz übersteigt, dann ziehen sie sich in die Privatsphäre zurück, und häufig sind es dann materieller Erfolg und familiäres Glück, die dem Leben einen Sinn verleihen. Aber Misserfolge, Enttäuschungen und der soziale Druck, der bei jedem Einzelnen dazu führt, dass er seinen Wert am Maßstab der Erfolgskriterien misst, die vom Markt vorgegeben werden, führen zur Verbitterung. Denn mit dem zufrieden zu sein, was man hat, ist unmöglich, wenn man Geld und Erfolg in den Rang der höchsten Güter erhebt und wenn man in einer Welt lebt, die von den Werten der Leistung und des Wettbewerbs regiert wird.
Ein Bereich von großer Tragweite für Muslime wie für alle anderen Menschen auf der ganzen Welt ist die Einstellung der Mehrheitsgesellschaft zu Minderheiten. Der unverhandelbare Anspruch besteht darin, gut und gerecht behandelt zu werden, als Muslim sowie als Bürger, und dies ist die absolut richtige Forderung, denn jede Missachtung dieser Forderung ist eine Missachtung der Menschenrechte.
Prof. Madelaine Böhme ist Geowissenschaftlerin und Paläontologin und Professorin für Terrestrische Paläoklimatologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Sie ist Gründungsdirektorin des Senckenberg Center for Human Evolution and Paläoenvironment in Tübingen. Mit uns redet sie im Interview über die Entstehung des modernen Menschen, neue Funde und Evolution.
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