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30 Jahre nach dem Fall der Mauer driftet die Gesellschaft immer weiter auseinander. Umso wichtiger ist es, sich unserer freiheitlichen Werte und pluralistischen Traditionen zu vergewissern. Ulrike Ackermann stellt Fragen und plädiert für eine Rückbesinnung auf antitotalitäre und liberale Traditionen. Ein kluges Plädoyer für antitotalitäre Selbstaufklärung und für eine starke Demokratie.
Was genau lief im Osten ab, als er vom Westen übernommen wurde? Worin unterscheidet sich Ostdeutschland von anderen Regionen in der Bundesrepublik? Und weshalb sind Populisten und Extremisten hier so erfolgreich? Dreißig Jahre nach dem Mauerfall ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen.
NS-Historikers Martin Cüppers interviewt den Autor Thomas Sandkühler zu nichtdeutschen Tätern, zu ukrainischen Hilfspolizisten und vor allem zu den Trawniki - diesen meist kriegsgefangenen Ukrainern, Balten oder Wolgadeutschen, die von der SS als Handlanger für den Massenmord in den osteuropäischen Vernichtungslagern rekrutierten wurden.
Am 3. November wählen die US-Amerikaner einen neuen Präsidenten. Ein Amt, das in seiner Geschichte viele Inhaber gesehen hat – jeder mit seiner eigenen Lebensart und seinen Marotten. Werfen Sie mit uns bis zum Vortrag der Wahl jeden Tag einen streifenden Blick auf einen der Vorgänger von Kandidaten Donald Trump und Joe Biden unter der Frage: Hätten Sie es gewusst?
Daniel Zimmermann, wbg-Programmmanager Geschichte, spricht im Interview mit Corrado Pirzio-Biroli, dem älteren der beiden von der SS entführten Söhne in Catherine Baileys Buch »Bis wir uns wiedersehen«.
Daniel Zimmermann (wbg) spricht mit dem Bestsellerautor und renommierten Experten Geoffrey Parker über Karl V. – den Kaiser, in dessen Reich die Sonne niemals unterging.
Als Europa noch den Schlaf des Mittelalters schlief, blühten im Orient Wissenschaft und Künste. Was das konkret bedeutete, illustriert der britische Historiker Yossef Rapoport in einem prachtvollen, großformatigen Band mit „islamischen Karten“ aus sieben Jahrhunderten.
Alle reden vom Corona-Virus und vergessen einen anderen Virus, den es schon seit Langem gibt und gegen den keine Impfung helfen wird. Eine große Anzahl von Bürgern ist von ihm befallen; er macht blind gegen die Realität; er macht vielen unserer Mitmenschen Angst, weil er sie als bedrohliche Feinde erscheinen lässt.
Angelos Chaniotis erzählt die spannende Geschichte der Griechen in einem wahrhaft kosmopolitischen Zeitalter. Von Alexander dem Großen (334 v. Chr.) bis zu dem römischen Kaiser Hadrian (138 n. Chr.) spannt er den Bogen und etabliert damit eine neue Epochengrenze, die den Hellenismus über Kleopatras Tod hinaus deutlich länger in das Römische Reich hinein fortschreibt.
Interview von Daniel Zimmermann (wbg) mit dem Bestsellerautor Norman Davies (Autor von "Ins Unbekannte")
Im Zuge der länger andauernden Einschränkungen unseres täglichen Lebens und unserer Grundrechte wegen Corona ist es zunehmend zu Protesten gekommen. Bei den Protestierern finden sich sehr unterschiedliche Motive. Verteidigung von Grundrechten, Zweifel an der Sinnhaftigkeit konkreter Einschränkungsmaßnahmen, grundsätzliche Gegnerschaft, ja Feindschaft gegen unsere Demokratie und Glaube an Verschwörungstheorien kommen zusammen.
Was bedeutet »Corona« aktuell für die Migrationsverhältnisse? Eine Antwort ist schnell gefunden: Die Zahl der Menschen, die sich grenzüberschreitend oder binnenstaatlich bewegen, ist ganz erheblich gesunken. Das gilt sowohl für die Bundesrepublik Deutschland oder für die Europäische Union als auch für einen Kontinent wie Afrika oder ein Land wie Indien. Außerdem haben die öffentlichen Debatten massiv an Dynamik verloren.
Das Coronavirus hat die Globalisierung anti-globalistischer Verschwörungstheorien beschleunigt. Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass Verschwörungstheorien über die Ursprünge der Pandemie sich noch schneller ausbreiten als das Virus selbst. In mehreren Ländern ist eine Koalition aus rechtsextremen und konservativen Stimmen, Verschwörungstheoretikern und besorgten Bürgern in Erscheinung getreten, die sich gegen die Lockdown-Maßnahmen wendet und Desinformationen über die Krankheit verbreitet.
Winter 1494: Schnee und eisige Kälte haben Zentralfrankreich in erbarmungslosem Griff. Frost macht Mensch und Tier schwer zu schaffen. Um nachts nicht zu erfrieren, teilt sich eine Bauernfamilie in Clermont den Raum mit ihren Haustieren. Bislang lief das auch immer problemlos. Doch die heutige Nacht wird das jüngste Familienmitglied – etwa neun Monate alt – nicht überleben. Eines der Schweine erdrückt das Kind im Schlaf. Anschließend frisst es ihm das Gesicht ab. Klingt nach einem Horror Film? Nein! Hier führt ausweislich der überlieferten Prozessakten die Realität Regie
Wir alle haben das öffentliche Leben Mitte März mit einer Vollbremsung auf nahezu Null bringen müssen und das in einer Weise, wie wir es uns zuvor nicht hätte vorstellen können. Strahlender Sonnenschein liegt auf der Museumsinsel in der Mitte Berlins, aber sie ist seit Wochen menschenleer, Nofretete ist allein zu Haus, alle Türen sind verschlossen, auch die unserer Bibliotheken und Archive.