Mit dem »Atlas coelestis« legte Johann Gabriel Doppelmayr (1677 – 1750) ein meisterhaftes Panorama des Kosmos aus der Sicht des frühen 18. Jahrhunderts vor. Die prachtvollen Abbildungen spiegeln das ästhetische Empfinden seines Zielpublikums. Die frühen Mitglieder gelehrter Gesellschaften wie der Londoner Royal Society waren Universalgelehrte, durchdrungen von der literarischen Kultur ihrer Zeit, gleichzeitig aber vom Kosmos und von Reiseberichten aus fernen Kontinenten fasziniert. Die in diesem Buch abgebildeten Karten und Globen legen offen, wie vage die Südhalbkugel der Erde damals noch umrissen war.