Die ptolemäischen Herrscher:innen regierten in der Nachfolge Alexanders des Großen ab Anfang des 3. Jhs. v. Chr. über Ägypten. Lange Zeit schien die innenpolitische Situation friedlich, doch unter der Herrschaft Ptolemaios V. (205 – 180 v. Chr.) kommt es zu mehreren Aufständen der ägyptischen Bevölkerung.
Am 16. Februar 1923 fand die offizielle Grabesöffnung von KV62 statt, welches am 04. November des Vorjahres von dem britischen Archäologen Howard Carter im Auftrag und durch die finanzielle Unterstützung von Lord Carnarvon gefunden wurde.
Der Besitzer des Grabes Tutanchamun war ein ägyptischer Pharao der 18. Dynastie, der von 1332 bis 1322 v. Chr. lebte. Sein Vater Amenophis IV., der sich selbst in Echnaton umbenannte, hatte ein monotheistisches Glaubenssystem einführen wollen und deshalb den Kult des Aton stark gefördert.
Tutanchamun war der Nachfolger und vermutlich auch der Sohn von Amenophis IV., der dadurch bekannt wurde, dass er einen »monotheistischen« Kult im ägyptischen Reich einführte. Amenophis IV. etablierte den Kult des Aton, gründete die neue Reichshauptstadt Achet-Aton und nannte sich selbst fortan Echnaton. Sein noch junger Sohn Tutanchaton trat kurz nach Echnatons Tod die Thronfolge an, löste den götterfrevelnden Kult kurzerhand wieder auf und verlegte den Regierungssitz nach Memphis. Im Zuge dessen nannte sich der Pharao auch in Tutanchamun um.