Am 22. November 2019 zählte ich zu den Teilnehmern einer in der Berliner Urania veranstalteten Podiumsdiskussion über Bedeutung und Folgen des Krieges von 1870/71. Als die Sprache auf den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam, erklärten meine damaligen Mitdiskutanten, Christopher Clark, Sönke Neitzel und Oliver Haardt unisono, dass Bismarck fraglos einen Fehler begangen habe, als er von Frankreich die Abtretung des Elsass und eines Teils von Lothringen erzwang.
Die Strategie war bestens durchdacht. Der Krieg, den der führende Politiker, Perikles, mit Unterstützung des Volkes der Athener vom Zaun gebrochen hatte – wir nennen ihn den Peloponnesischen Krieg (432-404 v.Chr.) –, konnte nicht verloren werden. Er würde total werden: Der Gegner, Sparta mir seinen Alliierten, der die Freiheit der Griechen gegen die tyrannische Dominanz der Athener zu verteidigen vorgab, würde mit ganzer Macht ins Land Attika einfallen, alles kurz und klein schlagen und die Ernte vernichten.
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