Abraham Lincoln und ein Tag vor 159 Jahren

Am 6. November 1860 wurde Abraham Lincoln zum 16. Präsidenten der USA gewählt. Er verfolgte eine Karriere, die viele heute als amerikanischen Traum bezeichnen würden: Vom Bauernsohn zum bedeutendsten Präsidenten der Geschichte Amerikas.

Trotz, dass Lincoln keinen Wahlkampf verfolgte und nicht auf den Wahllisten in den Südstaaten geführt war, gewann er dennoch die Wahl als erster republikanischer Präsident. Sein Wahlprogramm umfasste unter anderem eine Einschränkung der Sklaverei, innenpolitische Reformen sowie Zollreformen.

Zu dieser Zeit wurde Sklaverei noch in den Südstaaten praktiziert, im Norden jedoch nicht mehr. So verkündeten die Südstaaten, nach der Ernennung Lincolns als Präsident, nach und nach ihre Unabhängigkeit und schlossen sich zu den Konföderierten Staaten von Amerika zusammen. So kam es im April 1861 zu dem Sezessionskrieg zwischen den Nord- und Südstaaten, welcher nach Lincoln im Sinne der „Chancengleichheit für alle Bürger“ stand.

In Lincolns zweiter Amtsperiode kapitulierte der Süden, nach einem 4-jährigem Krieg, welcher über 700000 Leben gekostet hatte. Dies war nicht nur das Ende eines fürchterlichen Bürgerkrieges, sondern auch das Ende der Sklaverei. Die Abschaffung der Sklaverei wurde nach dem Kriegsende sogar in die amerikanische Verfassung mit aufgenommen.

Abraham Lincoln bezahlte für seinen Sieg schließlich ebenfalls mit dem Leben, denn nur 5 Tage nach Beendigung des Krieges fiel er einem Attentat zum Opfer.

Nach seinem Tod wurde und wird der ehemalige Präsident für die Befreiung der Sklaven im Süden hochgelobt und als zweiter Begründer der Vereinigten Staaten gefeiert, sogar Barack Obama schwor bei seinem Amtsantritt auf die Bibel Lincolns.

Oft werden jedoch die vielen Widersprüche seiner Amtszeit übersehen. Beispielsweise ließ er die gesamte Regierung Marylands 1861 gesetzwidrig verhaften. Weiterhin ging es Lincoln in dem Krieg gegen den Süden weniger um das Ende der Sklaverei, als um das demokratische Gemeinwesen Amerikas. So zeigen Zitate zu seinem Vorgehen wie: "Mein oberstes Ziel in diesem Krieg ist es, die Union zu retten; es ist nicht, die Sklaverei zu retten oder zu zerstören" oder „Alles, was ich in Bezug auf die Sklaverei und die Schwarzen tue, geschieht, weil ich glaube, dass es hilft, die Union zu retten.", dass die Befreiung der Sklaven eher ein Mittel zum Zweck für ein einheitliches Amerika war.

Was meinen Sie? Ist Lincoln zurecht gefeierter Held oder nicht?
Sind seine Absichten rückblickend wichtig oder reicht es, was er erreicht hat?

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