Dietrich Bonhoeffer

Dietrich Bonhoeffer gilt als Vorbild für den Widerstand gegen ungerechte Regime, für Zivilcourage und das Eintreten für den Frieden. 


Geboren am 04. Februar 1906 in Breslau begann Dietrich Bonhoeffers Leben als Sohn einer Psychiater- und Theologenfamilie. Bereits zu Schulzeiten befasste sich Bonhoeffer mit der christlichen Religion, las Gedichte und untersuchte die Kirchengeschichte. Auch während seines Theologiestudiums in Berlin machte Bonhoeffer auf sich aufmerksam: Er schloss mit summa cum laude ab, promivierte im Alter von 21 Jahren und verfasste mit 24 Jahren seine Habilitation mit dem Thema „Akt und Sein“ über Transzendentalphilosophie und Ontologie in der systematischen Theologie.

Im Laufe seiner Tätigkeit lehrte Dietrich Bonhoeffer in Berlin und New York. Er war ein herausragender Theologe, der von Begegnungen mit Adolf von Harnack und Karl Barth prägt wurde. 1931 wurde er schließlich ordiniert
Als Bonhoeffer 1931/2 wieder zurück nach Berlin an den Lehrstuhl der systematischen Theologie kam, waren seine Vorlesungen gut besucht. Aber mit der zunehmenden Beliebtheit des Nationalsozialismus fanden sich in seinen Vorträgen immer wieder scharfe Worte gegen die politischen Entwicklungen in Deutschland. 
Anlässlich der Machtergreifung Adolf Hitlers hielt Bonhoeffer beispielsweise einen Vortrag zum Thema "Wandlung des Führerbegriffs" im Radio. Dort forderte der Theologe, die Macht des Kanzleramtes wieder einzuschränken. Wegen der offensichtlichen Kritik am Nationalsozialismus wurde die Radiosendung unterbrochen. 


„Der Führer wird sich dieser klaren Begrenzung seiner Autorität verantwortlich bewußt sein müssen. Versteht er seine Funktion anders, als sie so in der Sache begründet ist […] läßt er sich vom Geführten dazu hinreißen, dessen Idol darstellen zu wollen – und der Geführte wird das immer von ihm erhoffen – dann gleitet das Bild des Führers über in das des Verführers, dann handelt er verbrecherisch am Geführten wie an sich selbst. Der echte Führer […] muß die Geführten von der Autorität seiner Person weg zur Anerkennung der echten Autorität der Ordnungen und des Amtes führen … Führer und Amt, die sich selbst vergotten, spotten Gottes.“ (DBW 12, S. 257-259.)

Seit April 1933 griff Bonhoeffer die Nationalsozialisten immer wieder öffentlich an und stellte sich im Besonderen gegen die Verfolgung von Jüdinnen und Juden. Er versammelte Christ:innen um sich, leitete das später illegale Predigerseminar der Bekennenden Kirche in Finkenwalde und war seit 1938 Mitglied der Widerstandsbewegung von Admiral Wilhelm Franz Canaris. 
Anstelle eine Professur in New York anzunehmen, entschied sich Bonhoeffer aktiv dafür, dem "christlichen Volk in Deutschland" beistehen zu wollen. 


Immer wieder fällt Bonhoeffer durch illegale Seminare, Reden und den Kontakt mit anderen Wiederständigen in den Fokus des Nationalsozialismus. 
Schließlich wurde Bonhoeffer wegen der Beteiligung am gescheiterten Attentat vom 20.04.1944 an Hitler inhaftiert.

Bonhoeffer war einer der ersten Stimmen aus der Kirche, die aufforderten sich gegen die Nationalsozialisten und für die Juden einzusetzen und er vertrat dies bis zum Schluss. 


„Das ist das Ende. Für mich der Beginn des Lebens.“


Diese letzten Worte sind uns von Dietrich Bonhoeffer erhalten, der am 09.04.1945 im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet wurde. 

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