Themenschwerpunkte

Selbst ohne Troja wäre das bewegte Leben Heinrich Schliemanns jede Biographie wert. Leoni Hellmayr stellt diese hoch widersprüchliche Figur, die zur Zentralgestalt der Archäologiegeschichte werden sollte, in ihrem Buch »Der Mann, der Troja erfand« vor. Im Interview mit wbg-Lektor Daniel Zimmermann erzählt sie aus dem Leben und der Arbeit Schliemanns.
Sie waren das aufsehenerregendste Paar der Münchner Avantgarde: Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann, Vorkämpferinnen für das Frauenstimmrecht im Kaiserreich, pazifistische Internationalistinnen im Ersten Weltkrieg, in der Weimarer Republik Demokratinnen mit Hang zum Sozialismus, die schon früh vor dem Nationalsozialismus warnten.
Carl Erdmann (1898 – 1945) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Mediävisten des 20. Jahrhunderts, sein Hauptwerk »Die Entstehung des Kreuzzugsgedankens« heute als Klassiker. Dabei hatte der 1932 Habilitierte nie einen Lehrstuhl inne, sondern fristete seine letzten Lebensjahre als überzeugter Gegner der Nationalsozialisten im akademischen Prekariat. An ihn erinnert auch der Preis des Verbands der Historikerinnen und Historiker Deutschlands (VHD) für herausragende Habilitationen im Bereich Geschichte.