Themenschwerpunkte

»Was ist Kultur?« fragt das aktuelle wbg-Magazin und rückt die 3600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra in den Kontext des Graffiti-Künstlers Banksy. Der legte mit seinen Streetart-Ratten in der Londoner U-Bahn ein Statement für das Tragen von Masken ab. Kultur schafft Zusammenhänge, wo Zahlen und Fakten nicht ausreichen. Doch wie schützen wir unser kulturelles Erbe? Wie bewerten wir es angemessen? Wie nutzen wir unsere Kreativität auf der Suche nach Erkenntnis? Wir laden Sie ein, Antworten auf diese Fragen in neuen Büchern zu finden.
Ausstellungs-Gestaltung in Zeiten der Pandemie: Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt sowie Direktor des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle, spricht mit Michael Schefzik, Kurator am Landesmuseum für Vorgeschichte Halle.

Sind Hitler-Witze okay?

Heute werden Hitler-Parodien, Nazi-Comics und das popkulturelle Spielen mit dem »Dritten Reich« akzeptiert. Vor der Jahrtausendwende wäre dies unmöglich gewesen. Gavriel Rosenfeld zeichnet diese rasante Normalisierung im Umgang mit dem Nationalsozialismus präzise wie anschaulich nach: Was sagt dies über unseren Umgang mit der Vergangenheit aus? Mit wbg-Lektor Daniel Zimmermann spricht Rosenfeld über Humor und unseren Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit.
»Repräsentation« wurde zu einem Schlüsselthema Thomas Manns, verbunden mit seinem zunehmend öffentlichen Wirken. Es war ihm nicht in die Wiege gelegt, sondern das Ergebnis einer sozialen Leistungsethik, der er sich als Künstler verpflichten wollte. Er stellte sich bewusst den gesellschaftlichen Erwartungen, die vor allem im deutschen Sprachraum mit ›dem Dichter‹ verbunden gewesen sind: als vermeintliches Universalgenie Auskunft über buchstäblich alles Mögliche geben zu können. Entsprechend ließ Thomas Mann auch kaum eine der vor und nach dem Ersten Weltkrieg beliebten Zeitschriftenumfragen aus.
Kulturelles Erbe verbindet und trennt: Es markiert Grenzen und Unterschiede, Ansprüche und Forderungen. Nationen haben sich ihr kulturelles Erbe immer so zurechtgelegt und ausgestellt, dass sich die eigene Gesellschaft besser und stärker fühlte als ihre Nachbarn.