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In unserem neuen Blogbeitrag spricht Historiker Lothar Machtan über sein neustes und wohl wichtigstes Buch ›Kaisersturz. Vom Scheitern im Herzen der Macht‹. Darin lässt er die letzten Wochen des Kaiserreichs noch einmal eindrucksvoll Revue passieren und zwar aus ungewohnter Perspektive.

Lob der Revolution – ein Plädoyer wider ihre Verächter

„Man kann die Revolution 1918/19 nicht als misslungen, stecken geblieben oder unvollendet bezeichnen.“ – In unserem neuen Blogbeitrag sprechen Lars-Broder Keil und Sven Felix Kellerhoff darüber, weshalb die Ereignisse nach dem ersten Weltkrieg zu den am meisten unterschätzten Erfolgen der deutschen Geschichte zählen.
„Die Demokratie an sich verringert die Ungleichheit nicht. (…) Soweit wir wissen, wurde in Gesellschaften, die von großen gewaltsamen Erschütterungen und deren Auswirkungen verschont wurden, nie eine wesentliche Verringerung der Ungleichheit beobachtet. Wird sich das in der Zukunft ändern?“
Der Althistoriker Walter Scheidel von der Stanford University untersucht das, was Wirtschaftswissenschaftler wie Thomas Piketty für die Gegenwart konstatieren, über die vergangenen Jahrtausende und kommt zu dem beunruhigenden Schluss: Der Ausgleich sozialer Ungleichheit fand in der Geschichte bisher immer mit Gewalt statt
Tags: Politik, Neuzeit
Jorge Mario Bergoglio, der als Papst den Namen Franziskus angenommen hat, ist eine faszinierende, eine schillernde und polarisierende Figur, und auf jeden Fall Wert, dass man über ihr schreibt. Aber auch sein Namenspatron, Franziskus von Assisi, der vor 800 Jahren lebte, bietet immer noch und gerade heute wieder Stoff, über ihn nachzudenken und zu schreiben. Ein Beitrag des Franz von Assisi-Biographen und Kirchenhistorikers Volker Leppin.

Unbekannte Mitbewohner

Täglich begegnen wir Tieren, deren Namen wir kennen, über die wir jedoch nichts oder kaum etwas wissen. Und das, obwohl sie in unser allernächsten Umgebung leben. Wir verscheuchen die Wespe beim Kaffeetrinken im Freien, finden das Glühwürmchen romantisch und die Spinne im Keller eklig, wir bekämpfen Motten im Kleiderschrank, suchen den Hund nach Zecken ab oder sehen ein Silberfischchen durch das Badezimmer huschen. Doch wie leben diese Tiere? Wie vermehren sie sich? Was fressen sie? Gab es sie vielleicht schon vor Ur-Zeiten, und was dachten Menschen vergangener Zivilisationen über sie?

Stefan George heute

Georges Werk hält den Glauben an die Präsenz des Göttlichen in der Welt wach. Der Autor Jürgen Egyptien möchte daran die These knüpfen, dass nur eine Kultur, in der ein Werk wie das Georges die Möglichkeit zur ästhetischen Erfahrung dieser Präsenz des Göttlichen bereithält, geistig lebendig bleiben kann.
Über 1.000 herausragende archäologische Funde aus ganz Deutschland sind ab dem kommenden Herbst im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin und der Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland zeigen die Sonderausstellung ›Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland‹ vom 21. September 2018 bis zum 6. Januar 2019.
Im Juni dieses Jahres begeht die Berliner Sparkasse ihren 200. Geburtstag; an sich schon ein beachtliches Ereignis, das noch an Bedeutung gewinnt, wenn man bedenkt, dass es sich um eine der ganz großen deutschen Sparkassen handelt, die zudem als die erste kommunale Gründung in Preußen gilt, auf eine wechselvolle Geschichte zurückblickt und nicht zuletzt in der Bundeshauptstadt domiziliert
Paradoxerweise trennen Grenzen - und bringen genauso zusammen: Das Interesse an ihnen betrifft Staaten, Städte und Bürger gleichermaßen. Wie aber werden sie gezogen? Wie bewahrt man die Kenntnis von ihnen? Wie einigt man sich über ihren Verlauf? Gibt es für ihre Festlegung eine allgemein gültige Methode, und wenn ja: Seit wann?
An den hundertsten Jahrestag des Kieler Matrosenaufstands erinnert eine eindrucksvolle Schau im Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum. Museumsdirektorin Doris Tillmann stellt das Konzept der Sonderausstellung vor.
Tags: Neuzeit, Politik
Die spätmoderne Gegenwart des 21. Jh. ist für die Klassische Archäologie eine Zeit einschneidender Veränderungen und großer Herausforderungen. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Fach allmählich von einer Kunstgeschichte zu einer Kulturgeschichte der Antike gewandelt.
In der Epoche zwischen Luther und dem Dreißigjährigem Krieg zerbricht die Einheit des christlichen Abendlandes – die es vorher vielleicht gar nicht gegeben hat. Über die Umbrüche im Glauben am Beginn der Neuzeit, in der Politik und in der Weltauffassung sprechen der britische Neuzeithistoriker Mark Greengrass und der deutsche Kirchenhistoriker Volker Leppin.

A Space Odyssey 1968

Technik- und Fortschrittsglauben, New Frontier, Bewusstseinserweiterung: In keinem Film verdichten sich die Träume der 1960er-Jahre so augenscheinlich wie in der avantgardistischen Science-Fiction-Meditation ›2001– Odyssee im Weltraum‹, die (am 2. April) vor 50 Jahren Weltpremiere feierte. Der Film vom britisch-amerikanischen Meisterregisseur Stanley Kubrick sprengte im wahrsten Sinn des Wortes alle Grenzen und beeindruckt noch heute.

Wenn der Staat tötet

Die einzige Demokratie, in der die Todesstrafe praktiziert wird, sind die USA – und Japan. Dort allerdings nicht, wie in den USA, mittels Giftspritze, sondern nach wie vor durch Erhängen. Und, anders als in den USA, vollkommen diskret und abseits der Blicke der Öffentlichkeit. Nur 2010 durften Journalisten erstmals eine Todeszelle besuchen. Die Hinrichtung zweier Männer führte 2017 erstmals zu internationalen Protesten – auch durch die deutsche Bundesregierung. Ein Beitrag anlässlich des Erscheinens der japanischen Ausgabe des Buches ›Wenn der Staat tötet. Eine Geschichte der Todesstrafe‹.
Tags: Neuzeit, Politik

Wer war Henri Bergson? (K)ein Literat.

Vor gut 90 Jahren erhielt der Philosoph Henri Bergson den Nobelpreis für Literatur. Wie auch im Falle Bob Dylans führte die Nominierung zu einem Eklat: Steckt Literatur denn auch in gattungsfremden Texten?

Gespräch und Diskussion zu »Der Dreißigjährige Krieg«

Peter H. Wilson und Herfried Münkler kamen am 13. Februar 2018 zu einem gemeinsamen Gespräch über den Dreißigjährigen Krieg und seine Auswirkungen auf das Weltgeschehen in der Denkerei Berlin zusammen. Die Moderation übernahm FAZ-Redakteur Andreas Kilb.
Wer wird Europa in Zukunft voranbringen? Frankreich en marche, oder doch die zuverlässige Diesellock Deutschland, dass seit dieser Woche dann doch wieder eine Regierung hat. Und war das Heilige Römische Reich mehr ein Anachronismus, eine nutzlose Entwicklung, oder doch ein nachhaltiges, sinnvolles Gebilde?
Fragen zur deutschen Geschichte an die Historiker Johann Chapoutot und Joachim Whaley.

Schulterzucken ist keine Option

Die zunehmende Präsenz und Öffentlichkeit rechter Verlage auf den Buchmessen stößt auf Gegenwind. Im letzten Jahr haben sich MitarbeiterInnen aus der Buchbranche zu #verlagegegenrechts zusammengeschlossen. Nun richten sich alle Augen auf die Leipziger Buchmesse.

Als Hitler nach seinem Heimatland griff

2018 ist ein besonderes Erinnerungsjahr, der »Anschluss« Österreichs an das Deutsche Reich jährt sich zum achtzigsten Mal. Angeregt durch einen Stolperstein auf dem Salzburger »Alten Markt« beginnt Holger Schaeben historische Fakten zu sammeln, in Archiven und der wissenschaftlichen Literatur zu recherchieren. Heraus kommt eine literarische Verarbeitung des Schicksalsjahres 1938.
Das Buch „verheimlicht – vertuscht – vergessen“ von Gerhard Wisnewski schafft es auf die Spiegel-Bestsellerliste. Es ist voll – gelinde gesagt – merkwürdiger Verschwörungstheorien. Soll man ein solches Buch verkaufen? Sollen wir es unseren Mitgliedern anbieten?
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