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Vor 80 Jahren, am 9. November 1938, brannten in ganz Deutschland die Synagogen, jüdische Mitbürger wurden überfallen, jüdische Geschäfte zerstört und geplündert. Auch in Oldenburg, wo der gerade 23-jährige Leo Trepp als Landesrabbiner wirkte, wurde die Synagoge niedergebrannt.
Mit seiner Witwe, Gunda Trepp, führen wir ein Gespräch darüber, was die Erinnerung an die Reichspogromnacht heute noch bedeutet und wie sie lebendig gehalten werden kann.
›Exil unter Palmen‹ entwirft ein lebhaftes Porträt der kleinen Mittelmeergemeinde Sanary-sur-Mer und ihrer prominenten Bewohner inmitten einer Welt am Abgrund. Doch dieses Exil soll bald zu einer lebensbedrohlichen Falle werden.

Lokalnachrichten: Ganz normales Pogrom 38

So klein, so nah, so ganz konkret: Wenn Hemmschwellen brechen und Wertesysteme versagen erwächst aus Ressentiments und Vorurteilen Gewalt und Vernichtung. Sven Felix Kellerhoff schreibt eine paradigmatische Provinz-Parabel – und ein bedrückendes Lehrstück aus der deutschen Geschichte.

Als Hitler nach seinem Heimatland griff

2018 ist ein besonderes Erinnerungsjahr, der »Anschluss« Österreichs an das Deutsche Reich jährt sich zum achtzigsten Mal. Angeregt durch einen Stolperstein auf dem Salzburger »Alten Markt« beginnt Holger Schaeben historische Fakten zu sammeln, in Archiven und der wissenschaftlichen Literatur zu recherchieren. Heraus kommt eine literarische Verarbeitung des Schicksalsjahres 1938.
Das Buch „verheimlicht – vertuscht – vergessen“ von Gerhard Wisnewski schafft es auf die Spiegel-Bestsellerliste. Es ist voll – gelinde gesagt – merkwürdiger Verschwörungstheorien. Soll man ein solches Buch verkaufen? Sollen wir es unseren Mitgliedern anbieten?

„Schwarze Jahreszeiten“ revisited

„Ich erinnere mich daran, wie ich es zum ersten Mal hörte. Gleich zu Beginn des Kriegs, direkt nach der Niederlage. Es kam mir zu Ohren, als man überlegte: Werden sie uns im Ghetto einsperren oder nicht? Ich wusste nicht, was dieses Wort bedeutet – „Ghetto“ – war mir jedoch darüber im Klaren, dass es mit einem Umzug zusammenhängt. Ich erkannte, dass die Erwachsenen mit Schrecken davon sprachen, doch bildete ich mir ein, dass es ein interessantes Abenteuer werden würde. Und schließlich stellte ich mir vor, dass dieses geheimnisvolle und unverständliche Ghetto eine riesige, vielstöckige Kutsche sei, die durch die Straßen der Stadt fuhr, gezogen von einem Dutzend Pferden. In einer solchen Kutsche würden sie uns unterbringen, wir würden dort einziehen – das wre sicherlich interessant und lustig …“
Die polnische Regierung unter Mateusz Morawiecki hat ein Gesetz erlassen, das es verbietet, dem Land eine Verantwortung oder Mitverantwortung für die NS-Verbrechen zuzuschreiben. Insbesondere verwahrt sie sich gegen den Begriff "Polnische Todeslager". Die Argumentation der Regierung ist in weiten Teilen nachvollziehbar – wirft aber auch Fragen auf.
Brechtkens »Albert Speer. Eine deutsche Karriere« handelt weniger von Speers Taten als Hitlers "Lieblingsarchitekten", sondern vielmehr von Speers Wirken im Deutschland der Nachkriegszeit - und den Nachwirkungen, die wir bis heute spüren...

Die Türkeivisionen des Franz von Papen

Mitteleuropa-Visionär und Großraumideologen - Im Herbst 1917 träumte der Kavallerie-Offizier Franz von Papen in Konstantinopel von einer Europa-Ordnung ganz eigener Prägung: Er hatte die Vision eines mitteleuropäischen Staatenbundes unter deutscher Vorherrschaft und eines „pangermanischen Berlin-Bagdad“. Ab 1939 arbeitete er als Botschafter in Ankara an einer „pangermanischen Achse“. Beide vermessenen Träume sollten nie Realität werden.

Der Handwerker des Todes

Er war der Scharfrichter der Nazis. 3126 Menschen hat Johann Reichhart bis 1945 hingerichtet, darunter die Geschwister Scholl. Die Tätigkeit als Hinrichter machte ihn reich. Auch nach Kriegsende ging er, im Dienste der Siegermächte, seinem Handwerk weiter nach.