In unserem neuen Blogbeitrag spricht Historiker Lothar Machtan über sein neustes und wohl wichtigstes Buch ›Kaisersturz. Vom Scheitern im Herzen der Macht‹. Darin lässt er die letzten Wochen des Kaiserreichs noch einmal eindrucksvoll Revue passieren und zwar aus ungewohnter Perspektive.

Lob der Revolution – ein Plädoyer wider ihre Verächter

„Man kann die Revolution 1918/19 nicht als misslungen, stecken geblieben oder unvollendet bezeichnen.“ – In unserem neuen Blogbeitrag sprechen Lars-Broder Keil und Sven Felix Kellerhoff darüber, weshalb die Ereignisse nach dem ersten Weltkrieg zu den am meisten unterschätzten Erfolgen der deutschen Geschichte zählen.
„Die Demokratie an sich verringert die Ungleichheit nicht. (…) Soweit wir wissen, wurde in Gesellschaften, die von großen gewaltsamen Erschütterungen und deren Auswirkungen verschont wurden, nie eine wesentliche Verringerung der Ungleichheit beobachtet. Wird sich das in der Zukunft ändern?“
Der Althistoriker Walter Scheidel von der Stanford University untersucht das, was Wirtschaftswissenschaftler wie Thomas Piketty für die Gegenwart konstatieren, über die vergangenen Jahrtausende und kommt zu dem beunruhigenden Schluss: Der Ausgleich sozialer Ungleichheit fand in der Geschichte bisher immer mit Gewalt statt
Tags: Politik, Neuzeit
An den hundertsten Jahrestag des Kieler Matrosenaufstands erinnert eine eindrucksvolle Schau im Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum. Museumsdirektorin Doris Tillmann stellt das Konzept der Sonderausstellung vor.
Tags: Neuzeit, Politik

Wenn der Staat tötet

Die einzige Demokratie, in der die Todesstrafe praktiziert wird, sind die USA – und Japan. Dort allerdings nicht, wie in den USA, mittels Giftspritze, sondern nach wie vor durch Erhängen. Und, anders als in den USA, vollkommen diskret und abseits der Blicke der Öffentlichkeit. Nur 2010 durften Journalisten erstmals eine Todeszelle besuchen. Die Hinrichtung zweier Männer führte 2017 erstmals zu internationalen Protesten – auch durch die deutsche Bundesregierung. Ein Beitrag anlässlich des Erscheinens der japanischen Ausgabe des Buches ›Wenn der Staat tötet. Eine Geschichte der Todesstrafe‹.
Tags: Neuzeit, Politik

Gespräch und Diskussion zu »Der Dreißigjährige Krieg«

Peter H. Wilson und Herfried Münkler kamen am 13. Februar 2018 zu einem gemeinsamen Gespräch über den Dreißigjährigen Krieg und seine Auswirkungen auf das Weltgeschehen in der Denkerei Berlin zusammen. Die Moderation übernahm FAZ-Redakteur Andreas Kilb.
Wer wird Europa in Zukunft voranbringen? Frankreich en marche, oder doch die zuverlässige Diesellock Deutschland, dass seit dieser Woche dann doch wieder eine Regierung hat. Und war das Heilige Römische Reich mehr ein Anachronismus, eine nutzlose Entwicklung, oder doch ein nachhaltiges, sinnvolles Gebilde?
Fragen zur deutschen Geschichte an die Historiker Johann Chapoutot und Joachim Whaley.

Schulterzucken ist keine Option

Die zunehmende Präsenz und Öffentlichkeit rechter Verlage auf den Buchmessen stößt auf Gegenwind. Im letzten Jahr haben sich MitarbeiterInnen aus der Buchbranche zu #verlagegegenrechts zusammengeschlossen. Nun richten sich alle Augen auf die Leipziger Buchmesse.

Als Hitler nach seinem Heimatland griff

2018 ist ein besonderes Erinnerungsjahr, der »Anschluss« Österreichs an das Deutsche Reich jährt sich zum achtzigsten Mal. Angeregt durch einen Stolperstein auf dem Salzburger »Alten Markt« beginnt Holger Schaeben historische Fakten zu sammeln, in Archiven und der wissenschaftlichen Literatur zu recherchieren. Heraus kommt eine literarische Verarbeitung des Schicksalsjahres 1938.

„Schwarze Jahreszeiten“ revisited

„Ich erinnere mich daran, wie ich es zum ersten Mal hörte. Gleich zu Beginn des Kriegs, direkt nach der Niederlage. Es kam mir zu Ohren, als man überlegte: Werden sie uns im Ghetto einsperren oder nicht? Ich wusste nicht, was dieses Wort bedeutet – „Ghetto“ – war mir jedoch darüber im Klaren, dass es mit einem Umzug zusammenhängt. Ich erkannte, dass die Erwachsenen mit Schrecken davon sprachen, doch bildete ich mir ein, dass es ein interessantes Abenteuer werden würde. Und schließlich stellte ich mir vor, dass dieses geheimnisvolle und unverständliche Ghetto eine riesige, vielstöckige Kutsche sei, die durch die Straßen der Stadt fuhr, gezogen von einem Dutzend Pferden. In einer solchen Kutsche würden sie uns unterbringen, wir würden dort einziehen – das wre sicherlich interessant und lustig …“
Die polnische Regierung unter Mateusz Morawiecki hat ein Gesetz erlassen, das es verbietet, dem Land eine Verantwortung oder Mitverantwortung für die NS-Verbrechen zuzuschreiben. Insbesondere verwahrt sie sich gegen den Begriff "Polnische Todeslager". Die Argumentation der Regierung ist in weiten Teilen nachvollziehbar – wirft aber auch Fragen auf.
Am 14. Februar 2017 wurde Yücel in Istanbul von der türkischen Polizei in Gewahrsam genommen, nachdem er der Aufforderung zu einer Befragung Folge geleistet hatte....
Tags: Neuzeit, Politik
›Die amerikanische Prinzessin‹ ist die Rekonstruktion eines faszinierenden Lebens vor dem historischen Panorama von Wirtschaftsboom, Revolution und Krieg. Vor allem aber ist es die bewegende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, die den Mut hat, ihren eigenen Weg zu gehen bis zum bitteren Ende.
Tags: Neuzeit, Politik
Brechtkens »Albert Speer. Eine deutsche Karriere« handelt weniger von Speers Taten als Hitlers "Lieblingsarchitekten", sondern vielmehr von Speers Wirken im Deutschland der Nachkriegszeit - und den Nachwirkungen, die wir bis heute spüren...

Populus, Popularen, Populismus

‚Populismus‘ – dies scheint die Krankheit unserer Zeit zu sein, und je mehr man sich mit dem Phänomen beschäftigt, desto mehr Populisten entdeckt man weltweit. Das Phänomen aber ist natürlich alles andere als neu, schon der lateinische Ursprung des Begriffs weist auf eine lange Geschichte. Frühe populäre Prototypen des Populismus sind etwa die Brüder Tiberius und Gaius Cracchus.
Tags: Antike, Politik
In unserem neuen Blogbeitrag wird die Novemberrevolution von 1918 aus einer unkonventionellen Perspektive betrachtet: WBG-Autor Anton Holzer analysiert historische Fotografien und den Fotojournalismus rund um die Unruhen und eröffnet neue Blickwinkel
2018 ist da - das Ende des ersten Weltkrieges jährt sich zum 100. Mal.
Am Beginn des 20. Jahrhunderts beherrschten die europäischen Nationen weite Teile der Welt, strotzten vor ökonomischer Stärke und überboten sich in technologischen Innovationen. Trotzdem aber gelang es ihnen nicht, ihre politischen Beziehungen auf friedliche Weise zu regeln. 1918, nach vier Jahren mörderischem Krieg, brach die europäische politische Ordnung, brachen Imperien und Monarchien zusammen. Heute, hundert Jahre später, leben wir in einem friedlichen, geeinten Europa. Aber sind wir wirklich so viel weiter als damals? Ein Interview mit dem Autor Kersten Knipp.
Tags: Neuzeit, Politik

Welt am Abgrund

Es ist fünf vor zwölf, die Welt steht am Abgrund. Nach der UN-Klimakonferenz herrscht Konsens darüber, dass der Ausstoß an Treibhausgasen drastisch vermindert werden muss. Aber Konsens reicht scheinbar nicht aus. Der Klimawandel wird immer bedrohlicher, die Wetterextreme immer häufiger und die Folgen immer stärker spürbar. Es ist Zeit zu handeln.
Tags: Politik, Neuzeit
Napoleons St. Helena – ein Ort der absoluten Entschleunigung, ein Albtraum für ruhelose Imperatoren und ein Traum für moderne Kosmopoliten.
Tags: Neuzeit, Politik

Hannah von Bredow

Millionen Deutsche jubelten Hitler zu und begeisterten sich für den Nationalsozialismus. Auch im Adel fand Hitler viele bereitwillige Helfer. Doch Hannah von Bredow, geborene Gräfin von Bismarck-Schönhausen, war eine überzeugte Gegnerin der Nationalsozialisten.
Tags: Politik, Neuzeit
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