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Frage an …: Joachim WHALEY

Wie passen der Humanist und Erzeuropäer Erasmus von Rotterdam und die Alternative für Deutschland zusammen?
Erasmus von Rotterdam war liberaler Denker, aufgeschlossener Humanist – und ist Namenspatron des ERASMUS-Programms. Dass die AfD die Desiderius-Erasmus-Stiftung nun als parteinahe Stiftung anerkannt hat, widerspricht den Werten, die viele junge Studierende mit einem Auslandsaufenthalt verbinden.
1928 wurde Gerhard Ludwig Weinberg in Hannover geboren – zehn Jahre später musste er aufgrund der nationalsozialistischen Judenverfolgung nach Sawange an der Südküste Englands auswandern.
In unserem neusten Blogbeitrag spricht der Historiker über die prägnantesten Erinnerungen aus seiner Kindheit in Hannover.
In der Weimarer Republik geboren, den Zweiten Weltkrieg überlebt und die Wiedervereinigung miterlebt – In unserem neusten Blogbeitrag beschreibt der Politiker, Rechtsanwalt und Autor Gerhart Baum, wie seine frühen Erfahrungen als Nachkriegskind seinen politischen Werdegang geprägt haben.
In unserem neuen Blogbeitrag spricht Historiker Lothar Machtan über sein neustes und wohl wichtigstes Buch ›Kaisersturz. Vom Scheitern im Herzen der Macht‹. Darin lässt er die letzten Wochen des Kaiserreichs noch einmal eindrucksvoll Revue passieren und zwar aus ungewohnter Perspektive.

Lob der Revolution – ein Plädoyer wider ihre Verächter

„Man kann die Revolution 1918/19 nicht als misslungen, stecken geblieben oder unvollendet bezeichnen.“ – In unserem neuen Blogbeitrag sprechen Lars-Broder Keil und Sven Felix Kellerhoff darüber, weshalb die Ereignisse nach dem ersten Weltkrieg zu den am meisten unterschätzten Erfolgen der deutschen Geschichte zählen.
„Die Demokratie an sich verringert die Ungleichheit nicht. (…) Soweit wir wissen, wurde in Gesellschaften, die von großen gewaltsamen Erschütterungen und deren Auswirkungen verschont wurden, nie eine wesentliche Verringerung der Ungleichheit beobachtet. Wird sich das in der Zukunft ändern?“
Der Althistoriker Walter Scheidel von der Stanford University untersucht das, was Wirtschaftswissenschaftler wie Thomas Piketty für die Gegenwart konstatieren, über die vergangenen Jahrtausende und kommt zu dem beunruhigenden Schluss: Der Ausgleich sozialer Ungleichheit fand in der Geschichte bisher immer mit Gewalt statt
An den hundertsten Jahrestag des Kieler Matrosenaufstands erinnert eine eindrucksvolle Schau im Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum. Museumsdirektorin Doris Tillmann stellt das Konzept der Sonderausstellung vor.
Tags: Neuzeit, Politik

Wenn der Staat tötet

Die einzige Demokratie, in der die Todesstrafe praktiziert wird, sind die USA – und Japan. Dort allerdings nicht, wie in den USA, mittels Giftspritze, sondern nach wie vor durch Erhängen. Und, anders als in den USA, vollkommen diskret und abseits der Blicke der Öffentlichkeit. Nur 2010 durften Journalisten erstmals eine Todeszelle besuchen. Die Hinrichtung zweier Männer führte 2017 erstmals zu internationalen Protesten – auch durch die deutsche Bundesregierung. Ein Beitrag anlässlich des Erscheinens der japanischen Ausgabe des Buches ›Wenn der Staat tötet. Eine Geschichte der Todesstrafe‹.
Tags: Neuzeit, Politik

Gespräch und Diskussion zu »Der Dreißigjährige Krieg«

Peter H. Wilson und Herfried Münkler kamen am 13. Februar 2018 zu einem gemeinsamen Gespräch über den Dreißigjährigen Krieg und seine Auswirkungen auf das Weltgeschehen in der Denkerei Berlin zusammen. Die Moderation übernahm FAZ-Redakteur Andreas Kilb.
Wer wird Europa in Zukunft voranbringen? Frankreich en marche, oder doch die zuverlässige Diesellock Deutschland, das seit dieser Woche dann doch wieder eine Regierung hat. Und war das Heilige Römische Reich mehr ein Anachronismus, eine nutzlose Entwicklung, oder doch ein nachhaltiges, sinnvolles Gebilde?
Fragen zur deutschen Geschichte an die Historiker Johann Chapoutot und Joachim Whaley.

Schulterzucken ist keine Option

Die zunehmende Präsenz und Öffentlichkeit rechter Verlage auf den Buchmessen stößt auf Gegenwind. Im letzten Jahr haben sich MitarbeiterInnen aus der Buchbranche zu #verlagegegenrechts zusammengeschlossen. Nun richten sich alle Augen auf die Leipziger Buchmesse.
Tags: Politik, Neuzeit

Als Hitler nach seinem Heimatland griff

2018 ist ein besonderes Erinnerungsjahr, der »Anschluss« Österreichs an das Deutsche Reich jährt sich zum achtzigsten Mal. Angeregt durch einen Stolperstein auf dem Salzburger »Alten Markt« beginnt Holger Schaeben historische Fakten zu sammeln, in Archiven und der wissenschaftlichen Literatur zu recherchieren. Heraus kommt eine literarische Verarbeitung des Schicksalsjahres 1938.
Das Buch „verheimlicht – vertuscht – vergessen“ von Gerhard Wisnewski schafft es auf die Spiegel-Bestsellerliste. Es ist voll – gelinde gesagt – merkwürdiger Verschwörungstheorien. Soll man ein solches Buch verkaufen? Sollen wir es unseren Mitgliedern anbieten?

„Schwarze Jahreszeiten“ revisited

„Ich erinnere mich daran, wie ich es zum ersten Mal hörte. Gleich zu Beginn des Kriegs, direkt nach der Niederlage. Es kam mir zu Ohren, als man überlegte: Werden sie uns im Ghetto einsperren oder nicht? Ich wusste nicht, was dieses Wort bedeutet – „Ghetto“ – war mir jedoch darüber im Klaren, dass es mit einem Umzug zusammenhängt. Ich erkannte, dass die Erwachsenen mit Schrecken davon sprachen, doch bildete ich mir ein, dass es ein interessantes Abenteuer werden würde. Und schließlich stellte ich mir vor, dass dieses geheimnisvolle und unverständliche Ghetto eine riesige, vielstöckige Kutsche sei, die durch die Straßen der Stadt fuhr, gezogen von einem Dutzend Pferden. In einer solchen Kutsche würden sie uns unterbringen, wir würden dort einziehen – das wre sicherlich interessant und lustig …“
Die polnische Regierung unter Mateusz Morawiecki hat ein Gesetz erlassen, das es verbietet, dem Land eine Verantwortung oder Mitverantwortung für die NS-Verbrechen zuzuschreiben. Insbesondere verwahrt sie sich gegen den Begriff "Polnische Todeslager". Die Argumentation der Regierung ist in weiten Teilen nachvollziehbar – wirft aber auch Fragen auf.
Am 14. Februar 2017 wurde Yücel in Istanbul von der türkischen Polizei in Gewahrsam genommen, nachdem er der Aufforderung zu einer Befragung Folge geleistet hatte....
Tags: Neuzeit, Politik
›Die amerikanische Prinzessin‹ ist die Rekonstruktion eines faszinierenden Lebens vor dem historischen Panorama von Wirtschaftsboom, Revolution und Krieg. Vor allem aber ist es die bewegende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, die den Mut hat, ihren eigenen Weg zu gehen bis zum bitteren Ende.
Tags: Neuzeit, Politik
Brechtkens »Albert Speer. Eine deutsche Karriere« handelt weniger von Speers Taten als Hitlers "Lieblingsarchitekten", sondern vielmehr von Speers Wirken im Deutschland der Nachkriegszeit - und den Nachwirkungen, die wir bis heute spüren...

Populus, Popularen, Populismus

‚Populismus‘ – dies scheint die Krankheit unserer Zeit zu sein, und je mehr man sich mit dem Phänomen beschäftigt, desto mehr Populisten entdeckt man weltweit. Das Phänomen aber ist natürlich alles andere als neu, schon der lateinische Ursprung des Begriffs weist auf eine lange Geschichte. Frühe populäre Prototypen des Populismus sind etwa die Brüder Tiberius und Gaius Cracchus.
Tags: Antike, Politik
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