Pseudoarchäologie als Phänomen in Gesellschaft, Medien und Wissenschaft – Charakteristika und Argumentationsmuster

Pseudowissenschaftliche Themen mit Bezug zur Archäologie begegnen uns in vielen Formen und Ausprägungen vor allem in Sachbüchern und neuerdings vermehrt auch in Fernsehdokumentationen. Ein Name, der in diesem Zusammenhang immer wieder fällt, ist Erich von Däniken. Der ehemalige Gastronom ist zwar nicht der Erfinder alternativer Interpretationen von archäologischen Hinterlassenschaften1, doch hat er ab dem Ende der 1960er Jahre durch seine millionenfach gelesenen Veröffentlichungen und die darauf basierenden TV-Dokumentationen für eine enorme Verbreitung pseudowissenschaftlicher Theorien gesorgt. Angesichts des beruflichen Hintergrundes dieses bekanntesten Vertreters des Genres scheinen die Lager der Deutungen von archäologischen Hinterlassenschaften klar abgesteckt: Es existiert die akademische Seite der seriösen Wissenschaft und die von archäologischen Laien repräsentierte Seite der fehlinformierenden Pseudowissenschaft. Der Eindruck trügt allerdings. Die Übergänge sind fließend und setzen sich über die Grenzen der universitären Einrichtungen hinweg2. So gibt es durchaus Wissenschaftler, die als seriös gelten, aber in ihrer Arbeit teilweise wissenschaftlich fundierten Boden verlassen. Die reine Form der Pseudowissenschaft erfüllt hingegen in keiner Weise den Anspruch von wissenschaftlichen Kriterien, auch wenn sie es vorgibt. Im Bereich der Altertumswissenschaften spricht man in diesem Fall von Pseudoarchäologie oder von alternativer Archäologie, da darin die Basis der allgemein akzeptierten historischen Abläufe infrage gestellt wird.
Die enorme Verbreitung von pseudowissenschaftlichen Büchern und Fernsehsendungen, die mittlerweile auch auf einst vermeintlich seriösen Dokumentationskanälen wie Kabel Eins Doku gezeigt werden, belegen, in welchem Ausmaß die Pseudowissenschaft im Themenfeld der Archäologie inzwischen in der Öffentlichkeit beachtet wird. Dabei finden sich unter den Lesern und Zuschauern nicht – wie manche gerne glauben würden – nur bildungsferne Bürger, sondern auch erstaunlich viele Akademiker3. Die im Laufe der Jahrzehnte veröffentlichten kritischen Berichte waren offenbar nicht in der Lage, den Menschen den Glauben an die alternativen Theorien der Archäologie zu nehmen4.

Die Entstehung der Zivilisation

Die bekanntesten alternativen Theorien der Autoren, die sich mit archäologischen Hinterlassenschaften beschäftigen, basieren auf der Vorstellung, dass die Erde einst von außerirdischen Wesen besucht wurde: Sie waren dem Menschen ähnlich und wurden von den Erdenbewohnern als Götter verehrt, wie es sich angeblich in zahlreichen antiken Objekten, Texten und Darstellungen widerspiegelt. Was der Wissenschaftler als Götterdarstellung klassifiziert, wird von der alternativen Archäologie als das Resultat von »missverstandener Technologie« gedeutet. Die These lautet, dass die Menschen versuchten, die »Götter« nach ihrem Verschwinden durch rituelle Handlungen zur Rückkehr zu bewegen. Spuren davon seien heute noch zu sehen. Die Perfektion der Monumente wie Tempel und Pyramiden kann nach Ansicht dieser Autoren nur erklärt werden, wenn die Kenntnis einer fremden Technik vorausgesetzt wird. Doch auch schon die wesentlich älteren Höhlenmalereien seien nur durch einen Eingriff von außen zu erklären, der den »primitiven« steinzeitlichen Menschen intelligent machte5.
Die alternative Archäologie ist somit geprägt von dem Unglauben an die schöpferische Kreativität des Menschen, die beeindruckenden Hinterlassenschaften der Vorzeit aus eigener Kraft heraus entworfen und errichtet zu haben. Kunst und Wissenschaft sollen sozusagen vom Himmel gefallen sein, anstatt dass sie aus dem Menschen selbst hervorgingen6. Eine endogene Entwicklung von etwas Neuem wird hierbei kategorisch abgelehnt7.

Absurde Gedankenfehler und bedenkliche Gedankenmuster

Wichtige Grundpfeiler für den Versuch, die alternativen Theorien zu beweisen, sind sog. Out-of-Place-Artifacts, also archäologische Objekte oder Abbildungen, die für manche Betrachter fehl am Platz erscheinen8. Das bedeutet, dass die Objekte nicht in den Kontext der Entdeckung passen, weil sie beispielsweise einen Entwicklungsstand der Technik bezeugen, der nach der traditionellen Interpretation der Geschichte für die damalige Zeit unmöglich scheint. Ein bekanntes Beispiel ist die Abbildung einer mutmaßlichen Glühbirne in einem ägyptischen Tempel. Entscheidend ist hierbei, dass das dargestellte Objekt tatsächlich nur dann als »fehl am Platz« wahrzunehmen ist, wenn man den kulturellen Kontext nicht kennt bzw. ignoriert9. Die Interpretationen erfolgen in diesen Fällen dann stets aus dem Blickwinkel des modernen Betrachters nach dem Prinzip: »Es sieht so aus wie ...«. Als Vergleichsobjekte werden meistens technische Geräte herangezogen, die wir erst aus der heutigen Zeit kennen10. So findet man in Büchern aus den siebziger Jahren beispielsweise Vergleiche mit der damals topmodernen Concorde. Der absurde Gedankenfehler liegt darin, dass man für die Außerirdischen, die die Erde besuchten, ein Design und einen Technikstand des 20. Jhs. annimmt11.
Das augenscheinliche Unverständnis von Technikgeschichte lässt sich auch in einem anderen Zusammenhang offenlegen: Bei Gebäudekomplexen, bei denen die älteren Bauphasen scheinbar eine qualitativ bessere Technik aufweisen als die neueren Abschnitte, geht man in der alternativen Archäologie davon aus, dass Außerirdische für die angeblich mysteriösen Verhältnisse verantwortlich sind. Die Vorstellung der Evolution von Technik, bei der Älteres immer schlechtere Qualität haben muss, ist allerdings schlichtweg falsch. Es gibt im Laufe der Geschichte immer wieder Hoch- und Tiefphasen der technischen und künstlerischen Entwicklung.

Mit der Unwissenheit über alte Kulturen geht eine dürftige Vorstellung von historischer Zeit einher, was sich in den pseudoarchäologischen Veröffentlichungen darin zeigt, dass die Vorgeschichte so gut wie nicht gegliedert wird12. Immer wieder ist beispielsweise von »Steinzeitmenschen« die Rede, welche die ersten Pyramiden erbauten, wobei diese Epoche aufgrund der Verfügbarkeit von Bronze für Werkzeuge und Ähnliches zur Bronzezeit zählt. Das mangelnde Wissen um historische Epochen bedingt auch, dass immer wieder Phänomene unterschiedlichster Kulturen und Zeitstellungen auf unzulässige Art und Weise miteinander in Verbindung gebracht werden13. So wundert man sich darüber, dass Pyramiden auf verschiedenen Kontinenten existieren, wobei in der Antike gar kein Kontakt zwischen diesen Regionen bestand. Alle müssen also nach dieser Logik den gleichen Lehrmeister besessen haben. Bis auf die grobe Form haben die Bauwerke allerdings wenig gemeinsam. Die Entstehungszeit liegt mehrere tausend Jahre auseinander, die Bautechnik ist vollkommen unterschiedlich und sie dienten verschiedenen Zwecken. Der Grund für die Beliebtheit der Pyramidenform liegt in erster Linie darin, dass durch die sich nach oben verjüngende Konstruktion auf die einfachste und zugleich stabilste Art und Weise weit in den Himmel ragende Gebäude errichtet werden konnten.
Es lässt sich somit festhalten, dass die alternative Archäologie aufgrund fehlender Fachkenntnisse oder auch aufgrund fehlenden Interesses niemals dazu in der Lage ist, ein antikes Objekt in seinen historisch-kulturellen Zusammenhang zu setzen und es darin zu erklären.
So wie heute interkulturelles Training vonnöten ist, um beispielsweise das Verhalten eines asiatischen Geschäftspartners richtig einzuordnen, so gilt gleichermaßen in Bezug auf die Vergangenheit, dass man versuchen muss, die jeweilige Kultur zu verstehen und zu vermeiden, seine eigenen Vorstellungen auf diese zu übertragen. So gesehen lässt sich in Dänikens Argumentationsmuster eine bedenkliche Überheblichkeit feststellen, in der er seine kulturelle Prägung anderen Kulturen aufstülpt. Andere Kritiker gehen so weit, ihm Rassismus vorzuwerfen, da er bevorzugt bei außereuropäischen Kulturen die eigenständige Entstehung der beeindruckenden Hinterlassenschaften ablehnt, als seien gerade sie nicht dazu im Stande gewesen14. Der Grund, warum in der alternativen Archäologie nur wenig Bezug auf die europäische Geschichte genommen wird, ist meines Erachtens allerdings ein anderer. Die Hinterlassenschaften der europäischen Geschichte liegen für Autoren wie Däniken direkt vor der Haustür. Sie sind gut erforscht und das Allgemeinwissen darüber ist durch den Geschichtsunterricht und den Bildungseinfluss zahlreicher Museen recht hoch (vgl. Kap. 5.2 [Papenberg]). Es ist wesentlich leichter, ein Mysterium über eine präzise in den Felsen geschnittene Höhle im südamerikanischen Dschungel am Leben zu erhalten, da man dies als Leser nicht so leicht nachprüfen kann. In diesem konkreten Beispiel konnte Däniken allerdings nicht verhindern, dass sich ein neugieriger Leser tatsächlich nach Ecuador auf eine Expedition machte und die Sache entlarvte15.

Historische Texte und deren Deutung

Neben antiken Monumenten und Gegenständen versucht die alternative Archäologie auch, in alten Textquellen Indizien für einen anderen Verlauf der von der Wissenschaft proklamierten Geschichte zu entdecken.
Für die Riege der Pseudoarchäologen gilt allerdings übereinstimmend, dass sie selbst die alten Sprachen nicht verstehen und die Texte nicht lesen können, weshalb sie auf Übersetzungen von Wissenschaftlern angewiesen sind. In den Veröffentlichungen der alternativen Theorien werden eigentlich inhaltlich nicht zusammengehörige Textpassagen ohne Kennzeichnung dieses problematischen Vorgangs zusammengestückelt und einzelne Worte abgeändert, so dass am Ende ein völlig neuer Text herauskommt16. Auf diese neue Kreation wird dann in nachfolgenden Büchern innerhalb der pseudowissenschaftlichen Zunft immer wieder verwiesen, als handle es sich um eine einwandfreie Übersetzung und das Präsentierte sei eine Wiedergabe von Fakten. Jason Colavito hat diesen Vorgang in einem lesenswerten Kurzaufsatz an Texten aus dem in Sanskrit verfassten indischen Epos Mahabharata aufgezeigt, in dem angeblich eine Atomexplosion und Fluggeräte (vimana) behandelt werden17.

 

Zur umfassenden Textkritik von alten Schriften gehört, dass die Textgattung, der historische Hintergrund und die Absicht des Autors genau betrachtet werden. Die Aussagekraft über den tatsächlichen Verlauf eines historischen Vorgangs kann daher trotz eines opulenten Manuskriptes sehr begrenzt sein. Möglicherweise lässt sich nachweisen, dass der Autor selbst bei den beschriebenen Geschehnissen gar nicht anwesend war.
Für die Interpretation von archäologischen Hinterlassenschaften bedeutet das, dass Schriftquellen immer unter Vorbehalt hinzugezogen werden können, der archäologische Befund muss aber erst einmal für sich sprechen. Pseudowissenschaftliche Autoren arbeiten allerdings umgekehrt: Bei ihnen diktiert eine Legende dem Bauwerk die Funktion auf18.

Antike Zahlenspiele

Immer wieder begegnen uns Interpretationen von antiken Monumenten und Fundstücken, die auf bestimmten Zahlenspielen basieren. Am bekanntesten sind wahrscheinlich die Theorien über die im Bauplan der Cheopspyramide von Gizeh integrierten Zahlenverhältnisse. Während in diesem Fall die Maße des geometrischen Monuments herangezogen werden, um oftmals pseudowissenschaftliche Vorstellungen über den Lauf der Geschichte zu untermauern, dienen in anderen Fällen die abgezählten Ritzungen oder Verzierungen auf Objekten als Grundlage für eine Interpretation. In diesem Fall sind es allerdings vorwiegend die Archäologen selbst, die versuchen, auf diese Art und Weise ihren Funden eine größere Bedeutung beizumessen. Eine Erklärung als reine Ornamentik scheint den Forschern offenbar zu unspektakulär, und so werden in vielen Fällen astronomische Bezüge der Zahlen gesucht, um die Objekte als eine Art prähistorischen Kalender zu präsentieren. Journalisten nehmen diese Interpretation wohlwollend auf, und so findet man in den für die Öffentlichkeit leicht zugänglichen Medien wie dem Internet kaum kritische Auseinandersetzungen mit dieser Thematik. Zu den wenigen skeptischen Stimmen von Seiten der Fachwelt gehört Eva Rosenstock, die die Problematik der Kalenderinterpretationen prägnant zusammengefasst hat. Sie betont dabei, dass es schwierig ist, die von Wissenschaftlern diesbezüglich veröffentlichten Theorien von der augenscheinlichen Pseudowissenschaft abzugrenzen19. Wie vorsichtig man bei der astronomischen Interpretation von einer gewissen Anzahl an Verzierungselementen auf archäologischen Artefakten sein muss, wird deutlich, wenn man sich vergegenwärtigt, wie bemerkenswert groß das Spektrum an Zahlen ist, die in irgendeiner Weise astronomisch gedeutet werden können. Im Zahlenraum zwischen 1 und 30 können gerade mal drei Zahlen (2, 17, 26) nicht astronomisch als Dauer bestimmter Zyklen interpretiert werden. Durch ein Vielfaches der einzelnen Zeitabschnitte setzt sich die lange Kette an astronomisch ausdeutbaren Zahlen fort. So können beispielsweise auch 58, 87 usw. Verzierungselemente als repräsentativ für zwei bzw. drei synodische Monate von etwa 29 Tagen gewertet werden20.

Letztendlich gilt bei allen auf Zahlenspielen beruhenden Theorien bezüglich antiker Monumente und Gegenstände, dass fast jede Zahl reproduziert werden kann, wenn man genügend Maße oder Verzierungselemente rechnerisch in Beziehung zueinander setzt. Die Thesen gewinnen erst dann an Glaubwürdigkeit, wenn belegbar ist, dass das Vorgehen bei der mathematischen Entschlüsselung durch die Gestaltung der Objekte vorgegeben wird.

Wahrheiten, Lügen oder Fiktionen?

Auch etwa 50 Jahre nach der ersten Welle an Veröffentlichungen über die alternative Archäologie mit all den damit in Verbindung stehenden Theorien über die außerirdische Beeinflussung der Menschheit ist ihre Beliebtheit nahezu ungebrochen. Ein Verständnis hierfür kann nur erreicht werden, wenn man das Phänomen mit all seinen Einzelaspekten betrachtet. Besonders ausschlaggebend ist die Verknüpfung der Interessen für Archäologie und Mystik in Kombination mit Themen, die grundlegende emotionale Bedürfnisse nach Orientierung des Menschen in einer immer komplexer werdenden Welt ansprechen21.
Während für Wissenschaftler rationale Überlegungen sowie fachliche und methodische Bedenken zu einer strikten Ablehnung der alternativen Theorien führen, ist es für das archäologisch interessierte, aber diesbezüglich nicht tiefgehend belesene Publikum bisweilen schwierig, die Schwächen und falschen Prämissen in den Besprechungen der antiken Hinterlassenschaften zu erkennen22. Eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die methodischen und historischen Fehlschlüsse mag sicherlich einigen die Augen öffnen, doch wird durch das Phänomen der postfaktischen Politik deutlich, dass für die Masse emotionale Erfahrungen über der konkreten Wahrheit stehen.

Die Motive, welche dazu führen, dass pseudowissenschaftliche Theorien veröffentlicht werden, sind vielschichtig und keinesfalls bei jedem Autor identisch. Während man in Betracht ziehen könnte, dass pseudoarchäologische Autoren zu sehr in ihrem Weltbild gefangen sind, um objektiv zu forschen, so ist es in einigen Fällen ebenso möglich, dass sie überhaupt nicht die Intention haben, wissenschaftliche Ergebnisse vorzulegen23. Gerade bei der Beurteilung der Absichten des Erich von Däniken, den seine Bücher schon nach wenigen Jahren zum mehrfachen Millionär machten24, scheiden sich die Geister25. Sein Fall ist besonders interessant, zumal der Schweizer Autor eine beachtliche Liste an betrügerischen Straftaten vorzuweisen hat und u. a. nachweislich »Beweise« aufs Gröbste fälschte, um überhaupt ein Mysterium zu erschaffen26. Jedenfalls kündigte Däniken im Jahr 1970 als Revanche an seine Kritiker an, »in den kommenden Jahren unwiderlegbare, wissenschaftlich fundierte Beweise« für seine Theorien vorzulegen27. Darauf warten sie nun schon seit fast einem halben Jahrhundert.

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1 Zu den Ursprüngen siehe Krueger, F. (2017), The Stargate Simulacrum: Ancient Egypt, Ancient Aliens, and Postmodern Dynamics of Occulture, in: Aegytiaca 1, 47–74., hier: 53–59; Richter, J. (2017), Götter-Astronauten. Erich von Däniken und die Paläo-SETI-Mythologie, Perspektiven der Anomalistik 5 (Berlin), 80, Anm. 1.
2 Siehe dazu auch http://pseudoarchaeology.org/whatis.html (Stand 01.02.2018).
3 DER SPIEGEL 1969, Nr. 48, 212.
4 Für eine Aufzählung siehe DER SPIEGEL 1973, Nr. 12, 146.
5 von Däniken, E. (1970),Wo meine Kritiker mich falsch verstanden haben, in: E. von Khuon (Hrsg.), Waren die Götter Astronauten? Wissenschaftler diskutieren die Thesen Erich von Dänikens (Düsseldorf / Wien) 244–258, hier: 248.
6 Epstein, S.M. (1987), Scholars Will Call it Nonsense, in: Expedition. The University Museum Magazine of Archaeology / Anthropology University of Pennsylvania 29, Nr. 2, 12–18, hier: 18.

7 Vgl. Schörken, R. (1981), Geschichte in der Alltagswelt: Wie uns Geschichte begegnet und was wir mit ihr machen (Stuttgart), 48.
8 Simon-Nanko, L.M. (2015), Ancient Aliens – Der Prä-Astronautik auf der Spur, in: Archäologische Phantastereien.
Den Fakten auf der Spur (01. 10. 2015). http://archphant.hypotheses.org/23 (Stand 01. 07. 2018).

9 Vgl. die Beschreibung der Single-Object-Theories bei Nertz, A. (2003), Single-Object-Theories? in: Mysteria3000 5, 3. https://mysteria3000.de/magazin/single-object-theories (Stand: 18. 07. 2018).
10 Epstein 1987, 14; Richter 2017, 354.
11 Vgl. auch Schörken 1981, 48. Däniken (1970, 248–249) versucht diesen Vorwurf zu relativieren, da er auch von moderneren Gefährten spreche. In vielen Fällen ist dies aber nicht so. Gleichzeitig sagt er, es wäre logisch, dass die Außerirdischen ähnliche Sachen hatten wie wir heute, weil wir uns nach ihrem Vorbild entwickeln. Aber er versteht offenbar nicht, dass der Stand der Technik, den er teilweise beschreibt, nicht zu einer Zivilisation passt, die andere Galaxien bereist.
12 Vgl. Schörken 1981, 48.
13 Richter 2017, 138–142.
14 Feder, K.L. (2006), Frauds, Myths, and Mysteries. Science and Pseudoscience in Archaeology, 5. Aufl. (Boston [u. a.]), 229f.
15 Kaufhold, P. (1982), Auf den Spuren des Erich von Däniken (London).

16 Dazu auch Richter 2017, 133–135.
17 Colavito, J. (2013), Faking History. Essays in Aliens, Atlantis, Monsters, and More (Albany), 93–100.
18 So z. B. die Cheopspyramide, die laut einer arabischen Sage als Bauwerk gegen die Sintflut gebaut wurde (von Däniken, E. (1989), Die Augen der Sphinx. Neue Fragen an das alte Land am Nil (München); von Däniken, E. (2001), Die großen Rätsel dieser Welt, Edition Othello, TV-Dokumentation.).
19 Rosenstock, E. (2014), Zyklische Abläufe als Hilfsmittel zur Deutung von Zeit in der Archäologie, in: S. Reinhold / K.P. Hofmann (Hrsg.), Zeichen der Zeit, Archäologische Perspektiven auf Zeiterfahrung, Zeitpraktiken und Zeitkonzept (Themenheft), Forum Kritische Archäologie 3, 110–135, hier: 115.
20 Rosenstock 2014, 122 mit 128, Tab. 1.
21 Die Kombination mit der Astronautik (Bernhardt, K.-H. (1979), Sind wir Astronautenkinder? Die falschen Sensationen des Erich von Däniken im Lichte der biblischen Archäologie, Berlin, 5) spielt m. E. eher eine untergeordnete Rolle.
22 Vgl. auch DER SPIEGEL 1969, Nr. 48, 212.
23 Epstein 1987, 16.
24 Mit den ersten Büchern hat er nach Schätzungen 1972 bereits 2,5–3 Millionen Mark verdient (DER SPIEGEL 1972, Nr. 36, 116; DER SPIEGEL 1973, Nr. 12, 3). Die Gesamtauflage seiner Bücher beträgt heute nach Angaben auf der Homepage www.daniken.com 67 Millionen Exemplare.
25 Für kontroverse Auffassungen siehe DER SPIEGEL 1973, 151 und DER SPIEGEL 1970, Nr. 7, 96–98.
26 Kaufhold 1982; Bourquin, A. / Golowin, S. (1970), Die Däniken-Story. Dokumente, Hintergründe (München / Berlin), 139.
27 Däniken 1970, 258.

 

Der Ägyptologe Dr. Stefan Baumann ist Akademischer Mitarbeiter im Fachbereich Ägyptologie an der Universität Trier.

 

 

 

 

 

 

Die Erforschung der großen und kleinen Rätsel der Vergangenheit ist ein spannendes Feld, das nicht nur Wissenschaftler fasziniert. Archäologische Sachbücher und TV-Dokumentationen stoßen auf ein breites Interesse, doch geben diese Medien eine Sicht auf die Geschichte wieder, die teilweise der universitären Forschung widerspricht. Wissenschaftler aus diversen archäologischen Fachbereichen gehen in dem Sammelband nicht nur Theorien über populäre Mythen wie Atlantis und der Beeinflussung der antiken Kulturen durch außerirdische Lebensformen auf den Grund, sondern zeigen hierbei auch, wie schmal der Grat zwischen Pseudowissenschaft und seriöser Forschung ist. Die Beiträge widmen sich der Beeinflussung der Forschung durch Ideologie, Politik und Religion und beleuchten dabei in anschaulicher Weise die Geschichte der Menschheit von den Anfängen der Steinzeit über die Hochkulturen Ägyptens und des Vorderen Orients bis zu den Römern.

 

 

 

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    Lieber Herr Böwing,

    damit haben Sie natürlich vollkommen recht! Wir haben die Kurztitel inzwischen aufgelöst.

    Beste Grüße
    Ihre Blog-Redaktion