Wir leben in einer Kultur des Entschuldigens und Vergebens. Doch während einige Denker Vergebung als zu unterwürfig angreifen und die Vergeltung bevorzugen, kritisiert Martha Nussbaum in ihrem neuen Werk die Vergebung aus einem anderen Grund: denn in zwischenmenschlichen Beziehungen wird die Vergebung zu einem Mittel der Disziplinierung und Schuldzuweisung.

„Finie la guerre?“

Der 11. November 1918, der Tag, an dem das Waffenstillstandsabkommen zwischen dem Deutschen Reich und den beiden Westmächten Frankreich und Großbritannien geschlossen wurde, gilt als Ende des Ersten Weltkriegs. Doch nicht in ganz Europa ging der Krieg mit diesem Tag zu Ende.

Eine mehr als rätselhafte Jungfrau …

Franken, ausgehendes 19. Jahrhundert.: Amelia und George Price, ein junges englisches Pärchen, verbringt seine Flitterwochen in Begleitung von Mr. Hutcheson, einem verwegenen Abenteurer aus Nebraska, im romantischen Deutschland. Heute steht Nürnberg auf dem Programm – eine pittoreske Perle des Mittelalters …
Was der Auftakt unseres WBG-Blogs mit der Zivilgesellschaft, militärischer Symbolik und den heutigen unruhigen Zeiten zu tun hat? In dem neuen Beitrag aus der WBG-Redaktion erfahren Sie, wie die Idee des Blogs entstanden ist.

Gärten – Schlüssel zur Vergangenheit

An kaum einem Ort lassen sich Kultur und Lebensweise vergangener Zeiten so leicht nachvollziehen wie in rekonstruierten Gärten, zwischen Pflanzen und Skulpturen. Stephanie Hauschild erzählt, warum es gar nicht so leicht ist, einen antiken Garten detailgetreu nachzubilden – und der Versuch sich trotzdem lohnt.
Noch im Herbst 1916 wurde Woodrow Wilson mit dem Versprechen, die Vereinigten Staaten aus dem europäischen Krieg herauszuhalten, zu zweiten Mal zum Präsidenten gewählt. Im April 1917 hatte sich das Blatt gewendet: Amerika wurde zur Kriegspartei, und Wilson zur entscheidenden Figur einer neuen Weltordnung.

Holmger und die Zisterzienser

Gemeinsam mit etwa 150 weiteren Objekten aus ganz Europa erzählt das meisterhafte Grabtuch des Holmger Knutsson die Geschichte des Zisterzienserordens in der Ausstellung „Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster“.

Gier nach immer neuen Bildern...

Bilder sind im heutigen Nachrichtengeschäft unverzichtbar. Seit rund 130 Jahren wird der Bildjournalismus von Fotos bestimmt. Doch wie arbeitete die Bildpresse vor der Erfindung der Fotografie? Bei der Herstellung früher Flugblätter und Bilderbogen kamen unterschiedliche graphische Techniken zum Einsatz. Die Ausstellung „Gier nach neuen Bildern“ des Deutschen Historischen Museum Berlin dokumentiert den „Bildjournalismus“ vor und abseits der Fotografie.
"Überfremdung" war einer der Begriffe, die in diesem Wahlkampf gefallen sind und eigentlich nicht hätten fallen dürfen. 1929 wurde "Überfremdung" erstmals in den Duden aufgenommen und bereits 1933 von Sprachwissenschaftlern kritisch beurteilt.1933 sprach Joseph Goebbels von der „Überfremdung des deutschen Geisteslebens“, gemeint war: „durch das Judentum“. Und 2017 spricht der Geschichtslehrer und AfD-Politiker Björn Höcke in seinen brandgefährlichen Reden wiederholt von „Überfremdung“.

Die Türkeivisionen des Franz von Papen

Mitteleuropa-Visionär und Großraumideologen - Im Herbst 1917 träumte der Kavallerie-Offizier Franz von Papen in Konstantinopel von einer Europa-Ordnung ganz eigener Prägung: Er hatte die Vision eines mitteleuropäischen Staatenbundes unter deutscher Vorherrschaft und eines „pangermanischen Berlin-Bagdad“. Ab 1939 arbeitete er als Botschafter in Ankara an einer „pangermanischen Achse“. Beide vermessenen Träume sollten nie Realität werden.
Wenn in der Schweiz Deutschland als der «große Kanton» im Norden bezeichnet wird, wird die besondere Verbindung, die diese beiden Länder in historischer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht haben, mehr als deutlich. Kein Wunder also, dass ein reges Interesse an der kommenden Bundestagswahl besteht. In welcher Rolle sehen die Schweizer Deutschland? Soll Deutschland eine Führungsrolle in Europa übernehmen - oder erfüllt es diese schon längst?
Die Vorstellung, im europäischen Projekt die führende Rolle zu spielen, behagt Dir nicht, dies weiß ich wohl. Deine ganze Erfahrung – nicht nur aus dem vorigen Jahrhundert, sondern aus so vielen vorangegangenen Epochen – sagt Dir, dass Deine Lage in der Mitte Europas nicht Segen war, sondern Fluch. Dennoch weißt Du, dass Du der größte und mächtigste Staat der Europäischen Union bist, und Du musst erkennen, dass in zunehmendem Maße alle Wege nach Berlin führen.
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