A Space Odyssey 1968

Technik- und Fortschrittsglauben, New Frontier, Bewusstseinserweiterung: In keinem Film verdichten sich die Träume der 1960er-Jahre so augenscheinlich wie in der avantgardistischen Science-Fiction-Meditation ›2001– Odyssee im Weltraum‹, die (am 2. April) vor 50 Jahren Weltpremiere feierte. Der Film vom britisch-amerikanischen Meisterregisseur Stanley Kubrick sprengte im wahrsten Sinn des Wortes alle Grenzen und beeindruckt noch heute.

Wenn der Staat tötet

Die einzige Demokratie, in der die Todesstrafe praktiziert wird, sind die USA – und Japan. Dort allerdings nicht, wie in den USA, mittels Giftspritze, sondern nach wie vor durch Erhängen. Und, anders als in den USA, vollkommen diskret und abseits der Blicke der Öffentlichkeit. Nur 2010 durften Journalisten erstmals eine Todeszelle besuchen. Die Hinrichtung zweier Männer führte 2017 erstmals zu internationalen Protesten – auch durch die deutsche Bundesregierung. Ein Beitrag anlässlich des Erscheinens der japanischen Ausgabe des Buches ›Wenn der Staat tötet. Eine Geschichte der Todesstrafe‹.

Als Hitler nach seinem Heimatland griff

2018 ist ein besonderes Erinnerungsjahr, der »Anschluss« Österreichs an das Deutsche Reich jährt sich zum achtzigsten Mal. Angeregt durch einen Stolperstein auf dem Salzburger »Alten Markt« beginnt Holger Schaeben historische Fakten zu sammeln, in Archiven und der wissenschaftlichen Literatur zu recherchieren. Heraus kommt eine literarische Verarbeitung des Schicksalsjahres 1938.

„Schwarze Jahreszeiten“ revisited

„Ich erinnere mich daran, wie ich es zum ersten Mal hörte. Gleich zu Beginn des Kriegs, direkt nach der Niederlage. Es kam mir zu Ohren, als man überlegte: Werden sie uns im Ghetto einsperren oder nicht? Ich wusste nicht, was dieses Wort bedeutet – „Ghetto“ – war mir jedoch darüber im Klaren, dass es mit einem Umzug zusammenhängt. Ich erkannte, dass die Erwachsenen mit Schrecken davon sprachen, doch bildete ich mir ein, dass es ein interessantes Abenteuer werden würde. Und schließlich stellte ich mir vor, dass dieses geheimnisvolle und unverständliche Ghetto eine riesige, vielstöckige Kutsche sei, die durch die Straßen der Stadt fuhr, gezogen von einem Dutzend Pferden. In einer solchen Kutsche würden sie uns unterbringen, wir würden dort einziehen – das wre sicherlich interessant und lustig …“
Die polnische Regierung unter Mateusz Morawiecki hat ein Gesetz erlassen, das es verbietet, dem Land eine Verantwortung oder Mitverantwortung für die NS-Verbrechen zuzuschreiben. Insbesondere verwahrt sie sich gegen den Begriff "Polnische Todeslager". Die Argumentation der Regierung ist in weiten Teilen nachvollziehbar – wirft aber auch Fragen auf.
Brechtkens »Albert Speer. Eine deutsche Karriere« handelt weniger von Speers Taten als Hitlers "Lieblingsarchitekten", sondern vielmehr von Speers Wirken im Deutschland der Nachkriegszeit - und den Nachwirkungen, die wir bis heute spüren...
2018 ist da - das Ende des ersten Weltkrieges jährt sich zum 100. Mal.
Am Beginn des 20. Jahrhunderts beherrschten die europäischen Nationen weite Teile der Welt, strotzten vor ökonomischer Stärke und überboten sich in technologischen Innovationen. Trotzdem aber gelang es ihnen nicht, ihre politischen Beziehungen auf friedliche Weise zu regeln. 1918, nach vier Jahren mörderischem Krieg, brach die europäische politische Ordnung, brachen Imperien und Monarchien zusammen. Heute, hundert Jahre später, leben wir in einem friedlichen, geeinten Europa. Aber sind wir wirklich so viel weiter als damals? Ein Interview mit dem Autor Kersten Knipp.

Welt am Abgrund

Es ist fünf vor zwölf, die Welt steht am Abgrund. Nach der UN-Klimakonferenz herrscht Konsens darüber, dass der Ausstoß an Treibhausgasen drastisch vermindert werden muss. Aber Konsens reicht scheinbar nicht aus. Der Klimawandel wird immer bedrohlicher, die Wetterextreme immer häufiger und die Folgen immer stärker spürbar. Es ist Zeit zu handeln.

Hannah von Bredow

Millionen Deutsche jubelten Hitler zu und begeisterten sich für den Nationalsozialismus. Auch im Adel fand Hitler viele bereitwillige Helfer. Doch Hannah von Bredow, geborene Gräfin von Bismarck-Schönhausen, war eine überzeugte Gegnerin der Nationalsozialisten.

„Finie la guerre?“

Der 11. November 1918, der Tag, an dem das Waffenstillstandsabkommen zwischen dem Deutschen Reich und den beiden Westmächten Frankreich und Großbritannien geschlossen wurde, gilt als Ende des Ersten Weltkriegs. Doch nicht in ganz Europa ging der Krieg mit diesem Tag zu Ende.
Was der Auftakt unseres WBG-Blogs mit der Zivilgesellschaft, militärischer Symbolik und den heutigen unruhigen Zeiten zu tun hat? In dem neuen Beitrag aus der WBG-Redaktion erfahren Sie, wie die Idee des Blogs entstanden ist.
Noch im Herbst 1916 wurde Woodrow Wilson mit dem Versprechen, die Vereinigten Staaten aus dem europäischen Krieg herauszuhalten, zu zweiten Mal zum Präsidenten gewählt. Im April 1917 hatte sich das Blatt gewendet: Amerika wurde zur Kriegspartei, und Wilson zur entscheidenden Figur einer neuen Weltordnung.
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