Brechtkens »Albert Speer. Eine deutsche Karriere« handelt weniger von Speers Taten als Hitlers "Lieblingsarchitekten", sondern vielmehr von Speers Wirken im Deutschland der Nachkriegszeit - und den Nachwirkungen, die wir bis heute spüren...

Hannah von Bredow

Millionen Deutsche jubelten Hitler zu und begeisterten sich für den Nationalsozialismus. Auch im Adel fand Hitler viele bereitwillige Helfer. Doch Hannah von Bredow, geborene Gräfin von Bismarck-Schönhausen, war eine überzeugte Gegnerin der Nationalsozialisten.

„Finie la guerre?“

Der 11. November 1918, der Tag, an dem das Waffenstillstandsabkommen zwischen dem Deutschen Reich und den beiden Westmächten Frankreich und Großbritannien geschlossen wurde, gilt als Ende des Ersten Weltkriegs. Doch nicht in ganz Europa ging der Krieg mit diesem Tag zu Ende.
Was der Auftakt unseres WBG-Blogs mit der Zivilgesellschaft, militärischer Symbolik und den heutigen unruhigen Zeiten zu tun hat? In dem neuen Beitrag aus der WBG-Redaktion erfahren Sie, wie die Idee des Blogs entstanden ist.
Noch im Herbst 1916 wurde Woodrow Wilson mit dem Versprechen, die Vereinigten Staaten aus dem europäischen Krieg herauszuhalten, zu zweiten Mal zum Präsidenten gewählt. Im April 1917 hatte sich das Blatt gewendet: Amerika wurde zur Kriegspartei, und Wilson zur entscheidenden Figur einer neuen Weltordnung.
"Überfremdung" war einer der Begriffe, die in diesem Wahlkampf gefallen sind und eigentlich nicht hätten fallen dürfen. 1929 wurde "Überfremdung" erstmals in den Duden aufgenommen und bereits 1933 von Sprachwissenschaftlern kritisch beurteilt.1933 sprach Joseph Goebbels von der „Überfremdung des deutschen Geisteslebens“, gemeint war: „durch das Judentum“. Und 2017 spricht der Geschichtslehrer und AfD-Politiker Björn Höcke in seinen brandgefährlichen Reden wiederholt von „Überfremdung“.

Die Türkeivisionen des Franz von Papen

Mitteleuropa-Visionär und Großraumideologen - Im Herbst 1917 träumte der Kavallerie-Offizier Franz von Papen in Konstantinopel von einer Europa-Ordnung ganz eigener Prägung: Er hatte die Vision eines mitteleuropäischen Staatenbundes unter deutscher Vorherrschaft und eines „pangermanischen Berlin-Bagdad“. Ab 1939 arbeitete er als Botschafter in Ankara an einer „pangermanischen Achse“. Beide vermessenen Träume sollten nie Realität werden.
Wenn in der Schweiz Deutschland als der «große Kanton» im Norden bezeichnet wird, wird die besondere Verbindung, die diese beiden Länder in historischer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht haben, mehr als deutlich. Kein Wunder also, dass ein reges Interesse an der kommenden Bundestagswahl besteht. In welcher Rolle sehen die Schweizer Deutschland? Soll Deutschland eine Führungsrolle in Europa übernehmen - oder erfüllt es diese schon längst?
Die Vorstellung, im europäischen Projekt die führende Rolle zu spielen, behagt Dir nicht, dies weiß ich wohl. Deine ganze Erfahrung – nicht nur aus dem vorigen Jahrhundert, sondern aus so vielen vorangegangenen Epochen – sagt Dir, dass Deine Lage in der Mitte Europas nicht Segen war, sondern Fluch. Dennoch weißt Du, dass Du der größte und mächtigste Staat der Europäischen Union bist, und Du musst erkennen, dass in zunehmendem Maße alle Wege nach Berlin führen.