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Heiliger Krieg

Buc, Philippe

Heiliger Krieg

Gewalt im Namen des Christentums
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»Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns«: Mit dieser biblischen Paraphrase suchte George W. Bush Verbündete hinter sich zu versammeln und seinen Angriff auf den Irak zu legitimieren. Ist er damit ein heiliger Krieger? Der Historiker Philippe Buc, ausgewiesener Experte auf dem Gebiet mittelalterlicher religiös motivierter Gewalt, nimmt in seinem... mehr
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Beschreibung
»Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns«: Mit dieser biblischen Paraphrase suchte George W. Bush Verbündete hinter sich zu versammeln und seinen Angriff auf den Irak zu legitimieren. Ist er damit ein heiliger Krieger? Der Historiker Philippe Buc, ausgewiesener Experte auf dem Gebiet mittelalterlicher religiös motivierter Gewalt, nimmt in seinem großen historischen Essay eine ungewohnte und provozierende Perspektive ein. Er untersucht, wann und unter welchen Bedingungen Konflikte christlich geprägter Gesellschaften zu manichäischen Kriegen wurden, zur Konfrontation von Gut und Böse. Die theologisch motivierte Legitimation von Terror und Krieg lädt Konflikte nicht nur auf, sie erschwert oder verhindert auch die Möglichkeiten von Friedensschluss und Versöhnung. Philippe Buc deckt mit großer Quellenkompetenz und ausgeprägtem Aktualitätsbezug die historischen Wurzeln des Geflechts der gegenwärtigen weltpolitischen Verwerfungen auf – ein gänzlich neuer Ansatz.

2015. Aus dem Engl. von Michael Haupt. 432 S., Bibliogr. und Reg., 14,5 x 21,7 cm, geb. mit SU. Zabern, Darmstadt.
  • 1015561
    • Buch
    • Hardcover mit Schutzumschlag
    • 1015561
    • 978-3-8053-4927-7
    • 22.10.2015
    • wbg Philipp von Zabern
    • 432
    • Deutsch
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    »Philippe Buc hat ein anregendes [...] Buch über Themen geschrieben, an denen Voltaire seine Freude gehabt hätte.« Frankfurter Allgemeine Zeitung »Philippe Buc deckt mit großer Quellenkompetenz und ausgeprägtem Aktualitätsbezug die historischen Wurzeln des Geflechts der gegenwärtigen weltpolitischen Verwerfungen auf - ein gänzlich neuer...
    comment (2)
    Pressestimmen

    Philippe Buc hat ein anregendes [...] Buch über Themen geschrieben, an denen Voltaire seine Freude gehabt hätte.

    Frankfurter Allgemeine Zeitung

    Philippe Buc deckt mit großer Quellenkompetenz und ausgeprägtem Aktualitätsbezug die historischen Wurzeln des Geflechts der gegenwärtigen weltpolitischen Verwerfungen auf - ein gänzlich neuer Ansatz.

    Fränkische Nachrichten

    Der französische Mediävist stößt mit seiner Arbeit zentrale Fragen der Geschichtswissenschaft an und provoziert zugleich wertvolle Resonanzen.

    Zeitschrift für Historische Forschung

    Heiliger Krieg, Märtyrertum und Terror gehören zu den zentralen und beklemmenden Erfahrungen unserer Gegenwart. Der französische Mittelalterhistoriker Philippe Buc, der nach einer Professur in Stanford inzwischen in Wien lehrt, deckt mit großer Quellenkompetenz und ausgeprägtem Aktualitätsbezug die historischen Wurzeln dieses Geflechts auf. Sein Durchgang durch fast zwei Jahrtausende stimuliert und provoziert, bleibt aber stets von souveräner Kennerschaft und ausgeprägtem Methodenbewusstsein getragen. Philippe Buc gehört zu den bekanntesten internationalen Mittelalterhistorikern, sein neues Buch wird größte Aufmerksamkeit finden.

    Professor Dr. Bernd Schneidmüller, Universität Heidelberg

    Man liest dieses ungewöhnlich genaue Buch mit stockendem Atem: Es handelt von unserer Gegenwart, von einer Dialektik der Gewalt, die ihre Schärfe heute einmal mehr offenbart.

    Frankfurter Rundschau

    Ein ungewöhnliches, aufrüttelndes und nachdenklich stimmendes Buch

    der Niederrhein

    Heiliger Krieg, Terror, Terrorismus, ja selbst Märtyrertum - markant-bedrohliche Formen von Gewalt, mit der der international renommierte Mittelalterhistoriker Philippe Buc 2000 Jahre Geschichte des Christentums in der westlichen Welt konfrontiert. Mit ebenso souveränem Weitblick wie tiefgehender Analyse und Interpretation seiner Quellen schafft er weit mehr als nur den beabsichtigen ›Essay‹: Er schafft einen wichtigen Beitrag in einer allgegenwärtigen Debatte, nämlich den über das Verhältnis von Religion und Gewalt. Und mehr als das: Philippe Buc liefert eine Streitschrift, die provozieren will und dies auch kann, die vor allem die Theologie - und nicht nur die römisch-katholische - zu einem intensiven Blick in den Spiegel herausfordert, den der Historiker Buc dem Christentum vorhält.

    Professor Dr. Hubert Wolf, Universität Münster

    Dieses Werk hat die Gestalt eines großen Essays, in dem vehement, energisch und mit beindruckend weitem Horizont das Verhältnis des Christentums zur Gewalt analysiert wird. Die schon länger international heftig diskutierte Frage, inwiefern monotheistische Religionen in besonderer Weise gewaltaffin seien, findet hier eine gedankenreiche und scharfzüngige Antwort, die für Vormoderne wie Moderne überraschende und einleuchtende Bausteine zusammenfügt.

    Professor Dr. Gerd Althoff, Universität Münster

    "I love this book. It is deeply imagined, enormously learned, and brings into conversation, with elegance and coherence, a series of analytical threads about the ideology of violence in the Western trajectory, that, now pointed out in this way, I see everywhere."

    Dr Cecilia Gaposchkin, Dartmouth College

    "Philippe Buc analysiert im kühnen Essay 'Heiliger Krieg' die 'christliche' Komponente von Gewalt." Das Buch gehört "in all jene (Theologen-)Hände, die das westliche Christentum vorschnell zur reinen Friedensreligion zurechtbiegen möchten." Otto Friedrich, Die Furche

    Buc ist ein kluges, reichhaltiges Buch gelungen, das hoffentlich nicht nur in der Fachwelt, sondern bei allen kulturgeschichtlich Interessierten ein gebührendes Interesse findet.

    Das Historisch-Politische Buch

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