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Anti-Judaismus

Nirenberg, David

Anti-Judaismus

Eine andere Geschichte des westlichen Denkens
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Nirenberg zeigt in seinem aufsehenerregenden Buch anhand zahlreicher Belege von der Antike bis heute, dass die Distanzierung vom Judentum zum Kern des westlichen Denkens und Weltbilds gehört. Die Alten Ägypter verachteten ihre jüdischen Nachbarn als Fremde, die das Land angeblich im Dienste der Perser, Griechen oder Römer unterwanderten. Für die... mehr
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Beschreibung
Nirenberg zeigt in seinem aufsehenerregenden Buch anhand zahlreicher Belege von der Antike bis heute, dass die Distanzierung vom Judentum zum Kern des westlichen Denkens und Weltbilds gehört. Die Alten Ägypter verachteten ihre jüdischen Nachbarn als Fremde, die das Land angeblich im Dienste der Perser, Griechen oder Römer unterwanderten. Für die frühen Christen und Muslime waren die Juden Feinde der von Jesus oder Mohammed verkündeten Wahrheit. Spanische Inquisitoren strebten ebenso wie protestantische Reformatoren danach, ein heimliches Judentum aufzudecken und zu zerstören, von dem sie die Christenheit bedroht sahen. Die Aufklärung räumte mit diesem Feindbild keineswegs auf. Voltaire bekämpfte in Gestalt der Juden den Aberglauben, Kant die selbstverschuldete Unmündigkeit und Marx das Privateigentum. Die Gegner mit Juden zu identifizieren hat auch ohne reale Juden funktioniert. Aber immer wieder waren Juden (und nicht nur sie) reale Opfer eines Anti-Judaismus, der die Geschichte des Westens wie ein roter Faden durchzieht.

Aus dem Engl. von Martin Richter. 2015. 592 S. mit Reg., geb. mit SU. C.H.Beck, München. Lizenzausgabe.
  • 1017641
    • Buch
    • Hardcover mit Schutzumschlag
    • 1017641
    • 978-3-534-26810-8
    • 18.04.2016
    • wbg Academic
    • 587
    • Deutsch
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    Group 52 Autorenporträt
    comment (2) Pressestimmen
    »In einer echten Tour akademischer Force verfolgt Nirenberg sein Motiv durch die ganze abendländische Geschichte…« Der Standard »Nirenberg zeigt sehr berechtigt, wie fundamental der Antijudaismus für die christliche Tradition war.« Zeitschrift für Geschichtswissenschaft »Ein wahrhaft enzyklopädisches Werk großer Gelehrsamkeit.«...
    comment (2)
    Pressestimmen

    In einer echten Tour akademischer Force verfolgt Nirenberg sein Motiv durch die ganze abendländische Geschichte…

    Der Standard

    Nirenberg zeigt sehr berechtigt, wie fundamental der Antijudaismus für die christliche Tradition war.

    Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

    Ein wahrhaft enzyklopädisches Werk großer Gelehrsamkeit.

    Deutschlandfunk

    Ein erhellendes und deprimierendes Buch.

    Die Welt

    Materialreich und brillant.

    NZZ

    Nirenberg breitet sein Material in großer Dichte aus und bietet dem Leser eine lange Reihe von Denkanstößen.

    FAZ

    Nirenberg schreibt mit erstaunlicher Klarheit und Eleganz.“ The New Republic

    Mit bemerkenswerter Gelehrsamkeit und scharfem Verstand deckt Nirenberg die unheimliche Biegsamkeit, Verbreitung und zwingende Kraft einer mörderischen Metapher auf.

    Stephen Greenblatt

    Ein Meisterwerk der Geistesgeschichte.

    Publishers Weekly

    Ein reichhaltiges Werk der Ideengeschichte von der Antike bis zur deutschen Zeitgeschichte.

    Publik-Forum

    Brillant, faszinierend und zutiefst bedrückend.

    The New York Review of Books

    Eine wissenschaftliche Glanzleistung: Die Geschichte, die Nirenberg zu erzählen hat, ist noch nicht vorbei.

    Tablet Magazine

    Und doch ist es die große Leistung Nirenbergs, auf den durchlaufenden Antijudaismus im westlichen Denken aufmerksam gemacht zu haben.

    Süddeutsche Zeitung

    So gibt er eine lohnenswerte, verdienstvolle Anregung. Denn Kulturgeschichte als Geschichte des Antijudaismus zu lesen, hilft nachzudenken - über westliche Werte, die unter Druck geraten, und über ein Gewaltpotential, das zerstörerisch wirkt.

    Deutschlandradio Kultur

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