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Ankommen in der Republik

Zimmermann, Rolf

Ankommen in der Republik

Thomas Mann, Nietzsche und die Demokratie
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Die deutsche Revolution von 1918 hat mit Thomas Manns Bekenntnis zur Weimarer Republik eine Affirmation erhalten, die für das Verhältnis von Kultur und Politik von großer Bedeutung ist. In dieser Zeit avanciert Thomas Mann zu einem prominenten Anti-Faschisten und Kritiker des Nationalsozialismus, wobei seine politischen Überzeugungen und... mehr
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Beschreibung
Die deutsche Revolution von 1918 hat mit Thomas Manns Bekenntnis zur Weimarer Republik eine Affirmation erhalten, die für das Verhältnis von Kultur und Politik von großer Bedeutung ist. In dieser Zeit avanciert Thomas Mann zu einem prominenten Anti-Faschisten und Kritiker des Nationalsozialismus, wobei seine politischen Überzeugungen und Stellungnahmen durch das Werk Friedrich Nietzsches inspiriert werden. Dabei erfährt Nietzsche durch Thomas Mann eine republikanische Zähmung, die ihn von faschistischen Vereinnahmungen entlastet. So fordern Thomas Manns Kritik und Verteidigung Nietzsches zu einer philosophischen Bestandsaufnahme am Leitfaden von historischer Erfahrung auf, die neue Einsichten zum analytischen Potenzial von Nietzsches Philosophie (z. B. der Wille zur Macht) für das 20. Jahrhundert erschließt. Dies führt zu systematischen Unterscheidungen zwischen Zentrum und Peripherie eines radikalen Philosophierens mit der These, dass nicht der »ganze« Nietzsche, aber ein liberaler Nietzscheanismus auch für das 21. Jahrhundert besondere Relevanz besitzt. Der Satz Adornos, dass Nietzsche von Thomas Mann für die Humanität gerettet wurde, erlangt dadurch seine philosophische Vertiefung.

2017. Etwa 320 S., geb, mit SU. Alber, Freiburg. Lizenzausgabe.
  • 1020436
    • Buch
    • Hardcover mit Schutzumschlag
    • 1020436
    • 978-3-534-26961-7
    • 13.02.2018
    • wbg Academic
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    Pressestimmen

    Mit akribischer Geduld zeichnet Zimmermann nach, wie Thomas Mann "the German monster Nietzsky" (so die angelsächsischen Kritiker) an die Kette legt und ihn – mit einem Wort Adornos – "für die Humanität rettet". Anfangs liest sich seine Studie noch wie lupenreine, stilistisch unterkühlte Philologie, doch rasch wird klar, dass der Autor seinerseits die culture wars der Gegenwart im Blick hat. Wie Thomas Mann in der Weimarer Republik, so versucht Zimmermann heute, den Neuen Rechten das Wasser abzugraben und ihnen bei der allfälligen Nietzsche-Verehrung einen Strich durch die Rechnung zu machen. Gewiss, Nietzsche war mitnichten ein Demokrat. Doch auf einem neofaschistischen Rittergut hat er nichts zu suchen.

    DIE ZEIT

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